Kitzingen
Handball, Bayernliga Männer

Rödelsee will Handball-Höhenflug fortsetzen

Für Spitzenreiter Rödelsee geht die Runde jetzt erst richtig los. Die großen Brocken kommen, einer davon ist der heutige Gegner HC Erlangen II.
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Bislang ist die Saison des TSV Rödelsee ein Höhenflug -  hier steigt Gabor Csorba (links) hoch. Gegen den HC Erlangen II soll heute die Tabellenführung verteidigt werden.  Foto: Krumpholz
Bislang ist die Saison des TSV Rödelsee ein Höhenflug - hier steigt Gabor Csorba (links) hoch. Gegen den HC Erlangen II soll heute die Tabellenführung verteidigt werden. Foto: Krumpholz
Rödelsees Trainer Dusan Suchy sieht vor der heutigen Partie (19 Uhr, Sickergrundhalle) sein Team gegen den HC Erlangen II in der Pflicht, den fünften Sieg in Folge zu erzielen. Die Kitzinger sprach mit dem Trainer.

Vier Spiele, vier Siege. Eigentlich kann man sich die Frage nach Ihrer Zufriedenheit sparen, oder?
Dusan Suchy: Die ersten drei Spiele waren absolute Pflichtsiege für uns. Es war ganz gut, dass wir von Spiel zu Spiel kontinuierlich bessere Gegner hatten. So richtig angefangen hat die Saison erst letzte Woche in Haunstetten. Das war ein Gegner, der richtig Qualität hatte und zu Hause unangenehmen Handball spielt. Mit dieser Leistung war ich daher auf jeden Fall zufrieden, weil Einstellung und Fokussierung gestimmt haben.

Der Sieg gegen Haunstetten war die beste Saisonleistung.
Ja, das schon. Aber ob das für die nächsten Partien ausreicht, kann ich noch nicht beurteilen. Wir müssen mindestens das gleiche Niveau erreichen und wiederum einen Schritt nach vorne machen, da mit Erlangen und Fürstenfeldbruck zwei harte Brocken vor uns stehen. Jeder leichte Fehler wird hier mit einem Gegenstoß bestraft, so dass wir die Konzentration auf einem sehr hohen Level halten müssen.

Haben Sie eine Erklärung, wieso der TSV-Motor in den ersten drei Spielen noch so stotterte?
Vielleicht haben wir uns etwas an die Gegner angepasst, das könnte durchaus im Hinterkopf gesteckt haben. Auch wenn die Leistung nicht so ansprechend war, hatten wir eigentlich nie Angst, dass wir die Spiele verlieren könnten. Es ist ja auch schwer, an seine Leistungsgrenze zu gehen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Es waren einfach Pflichtsiege, die wir - egal wie - einfahren mussten. Wir müssen nur aufpassen, dass, wenn richtig starke Gegner kommen, das Umschalten von schwach auf stark auch funktioniert. Die Siege haben wir mitgenommen und nun konzentrieren wir uns vollkommen auf die nächsten Gegner.

Kann man sagen, dass der TSV Rödelsee momentan wieder von der individuellen Klasse von Michal Tonar lebt?
Wer die letzten Spiele nicht gesehen hat, könnte das denken. Aber man muss wirklich sagen, dass die Tore und die Wurfpositionen vom Miki richtig gut vorbereitet waren. So konnte er immer von guten Positionen abschließen. Es war aber definitiv nicht so, dass er fünf Spieler ausgetanzt hat und den Torhüter mit ins Tor geschossen hat. Er hatte natürlich einen guten Tag erwischt und das haben seine Mitspieler erkannt und auch ausgenutzt.

Wie sind Sie bislang mit den Neuzugängen zufrieden?
Wie gesagt, wir hatten noch keinen richtigen Prüfstein bis letzte Woche. In Haunstetten haben die Neuzugänge dafür ein richtig gutes Spiel abgeliefert und immer wieder für Druck gesorgt. Wir sind durch diese viel variabler, aber es ist auch klar, sie mussten und konnten bislang noch nicht alles zeigen. Dazu waren die Gegner nicht stark genug. Aber in den kommenden schweren Spielen wird ihre Klasse auf jeden Fall gefragt sein. Die ersten Partien haben wir bewusst dazu genutzt, um uns einzuspielen und mehrere Alternativen zu testen.

Nun geht es gegen den HC Erlangen II. Welche Erwartungen haben Sie an die Partie?
Wir haben Heimspiel und spielen gegen eine Topmannschaft aus der Bayernliga. Das ist eine technisch sehr gut ausgebildetes, junges Team, das ein hohes Tempo gehen wird. Abgesehen vom letzten Heimspiel haben wir gegen Erlangen immer schwierige Spiele gehabt und nicht immer gewonnen. Das ist ein Gegner, der uns nicht ganz so gut liegt. Aber vielleicht könnte das auch ein Vorteil für uns sein, so dass sich meine Spieler richtig fokussieren. Daher können wir uns kein anderes Ziel als die zwei Punkte setzen.

Auf was wird es ankommen, dass auch gegen Erlangen die Siegesserie hält?
Es muss auf jeden Fall die Laufbereitschaft da sein, so dass der Gegner keine billigen Tore über die Gegenstöße fahren kann. Das macht gegen Erlangen viel aus, da dessen Spiel darauf ausgelegt ist, mit Kontern zu Toren zu gelangen. Wir müssen die schnelle Mitte unterbinden und ihre schnellen Leute nicht ins Spiel kommen lassen. Wenn wir das schaffen, ist es schon ein wesentlicher Schritt Richtung der angestrebten zwei Punkte. Im Positionsangriff müssen wir sehr konzentriert sein und uns keine einfachen Ballverluste leisten. Das wird sonst eiskalt bestraft werden.
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