SCHACH: LANDESLIGA NORD

Remisen allein bescheren keine Siege

Zweites Spiel – zweite Niederlage. Aufsteiger SC Kitzingen verlor auch den Heimauftakt. – Allerdings ersatzgeschwächt.
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SC Kitzingen 05 – SK Schweinfurt 2000 2,5 : 5,5  
SC SW Nürnberg Süd – SV Würzburg 7,0 : 1,0  
SC Nürnberg II – SK Klingenberg 4,0 : 4,0  
SC Forchheim – SK Kelheim 5,0 : 3,0  
SC Bamberg – SK Schwandorf 3,5 : 4,5  

 

 

1. (1.) SC SW Nürnberg Süd 2 2 0 0 12,5 4  
2. (2.) SK Schweinfurt 2000 2 2 0 0 10,5 4  
3. (4.) SC Forchheim 2 2 0 0 9,5 4  
4. (2.) SC Bamberg 2 1 0 1 8,5 2  
5. (7.) SK Schwandorf 2 1 0 1 8,0 2  
6. (5.) SC Nürnberg II 2 0 2 0 8,0 2  
7. (5.) SK Kelheim 2 0 1 1 7,0 1  
8. (10.) SK Klingenberg 2 0 1 1 6,5 1  
9. (8.) SC Kitzingen 05 2 0 0 2 5,5 0  
10. (8.) SV Würzburg 2 0 0 2 4,0 0  

 

SC Kitzingen 05 – SK Schweinfurt 2000 2,5:5,5

Auch die zweite Runde der Landesliga Nord brachte für Kitzingens erste Mannschaft kein Erfolgserlebnis. In Bestbesetzung reiste Oberliga-Absteiger Schweinfurt an und stellte damit klar, dass er der Favoritenrolle gerecht werden wollte. Kitzingen dagegen musste auf zwei Topspieler (Karl-Heinz Kannenberg, Alexander Kliche) verzichten. Aus Kitzinger Sicht hieß es daher nur: Schadensbegrenzung!

So neutralisierte Gästespieler Jan Marten Dey recht frühzeitig die Versuche von Istok Ferlan, mit Schwarz Aktivitäten zu entwickeln. Einer Zugwiederholung konnte er objektiv nicht ausweichen und willigte ins Remis ein (0,5:0,5). Nach 2,5 Stunden gab es dann bereits eine Vorentscheidung. Markus Sendner hatte sich äußerst passiv aufgestellt und wurde vom Schweinfurter regelrecht überrollt (0,5:1,5). Nur wenig später strich auch Matthias Basel die Segel. Seine aktive Eröffnungsbehandlung hätte er bereits im zehnten Zug (!) mit einem taktischen Schlag zum Gewinn ummünzen können, stattdessen vergab er erst seinen Vorteil, kurz danach „fand“ er auch noch den Verlustzug (0,5:2,5).

Nach diesem Schweinfurter Doppelpunkt plätscherte der Mannschaftskampf so dahin, wobei die Kitzinger Ergänzungsspieler Leo Eckert und Tobias Volkamer bemerkenswerte Achtungserfolge in Form von halben Punkten erreichten. Eckert sah sich starkem Druck des früheren Marktheidenfelder Bundesligaspielers und Fernschachgroßmeisters Rainer Oechslein ausgesetzt. Mit großer Genauigkeit verteidigte sich der Kitzinger. Ihm gelang es immer wieder, mittels Abtausch-Aktionen Entlastung zu schaffen, bis der Schweinfurter seine Gewinnversuche einstellen musste (1,0:3,0). Tobias Volkamer spielte aktiv und erreichte leichten Vorteil, den er permanent festhielt. Der entscheidende Durchbruch gelang aber nicht. Dennoch ist der halbe Punkt sehr respektabel (1,5:3,5).

Konstantin Kunz versuchte ebenfalls, mit aktivem Spiel in Vorteil zu kommen. Der Gegner wirkte konsterniert, hatte nach 12 Zügen bereits knapp 90 Prozent seiner verfügbaren Bedenkzeit verbraucht und geriet stark unter Druck. Kunz lehnte richtigerweise ein Remisangebot ab, doch der Gästespieler fand trotz hoher Zeitnot starke Züge und konterte den Kitzinger sogar aus (1,5:4,5). Spitzenbrett Alparlsan Yalcin wurde vom mehrfachen unterfränkischen Meister Gabriel Seuffert schnell in die Defensive gedrängt. Zähe Verteidigung war angesagt, und der Kitzinger schaffte es, auch mithilfe des Gegners, die Stellung zu halten und in den Remishafen einzulaufen (2,0:5,0).

Georg Kwossek hatte es mit dem früheren Bundesligaspitzenspieler Karl-Heinz Göhring zu tun. Äußerst präzise behandelte er die Eröffnung und entfaltete eine starke Aktivität. Im hoch komplizierten Mittelspiel wechselte der Vorteil mehrmals hin und her. Die Zeitnot tat ihr Übriges. Im 40. Zug, also mit Ende der Zeitnot, vergab der Kitzinger letztmals Siegchancen. Das danach entstehende Turmendspiel war ausgeglichen, und die Akteure einigten sich auf ein Remis (2,5:5,5).

Die erwartete Niederlage hielt sich gerade so noch in Grenzen. Dennoch fällt auf, dass nach zwei Runden und 16 gespielten Partien noch kein voller Punkt eingespielt wurde. Dies werden die Kitzinger in knapp zwei Wochen beim Auswärtsspiel in Schwandorf ändern müssen, wollen sie nicht frühzeitig den Anschluss verlieren.

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