Ochsenfurt

Patrick Karl wieder am schnellsten

An der Spitze nichts Neues: Zum dritten Mal siegt Patrick Karl auf seiner Hausstrecke beim Nikolauslauf. Auf Platz zwei schiebt sich ein anderer Bekannter vor.
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Flinkes Trio beim Ochsenfurter Nikolauslauf: (von links) Dominik Karl, Patrick Karl und Bernhard Weinländer. Foto: Foto: Helmut Rienecker

Für Patrick Karl waren aller guten Dinge drei. Nachdem der 20-Jährige den Nikolauslauf in Ochsenfurt schon die letzten beiden Male gewonnen hatte, rannte er auch diesmal zum Sieg. Er gewann am Sonntag den mit Spannung erwarteten rund 7,5 Kilometer langen Hauptlauf über fünf Runden. Über Kopfsteinpflaster, durch Tore und den Stadtgraben, lange Anstiege und kurze, steile Bergabstücke führte die anspruchsvolle Strecke. Karl bewältigte sie in 22:34 Minuten und war damit exakt sechzehn Sekunden langsamer als bei seinem Vorjahressieg.

Sein Bruder Dominik hatte die vergangenen zwei Jahre immer mit dem dritten Platz vorlieb nehmen müssen und schaffte es nun, sich zu steigern. In einem fulminanten Schlussspurt überholte er den bis dahin Zweitplatzierten Bernhard Weinländer (LAC Quelle Fürth) und lief 35 Sekunden nach seinem Bruder Patrick und ganze sieben Zehntelsekunden vor dem Dritten ins Ziel. Bei den Frauen hatte die seit Jahren dominierende Laura Zimmermann diesmal nicht teilgenommen. In Abwesenheit der Würzburgerin lief die ewige Zweite, Eleise Haag, nach 26:12 Minuten als beste Frau durch das Ziel am Marktplatz. In einiger Entfernung folgte Katharina Schmidt vom LAC Quelle Fürth mit 27:22 als Zweite, Alma Goller von der LG Karlstadt-Gambach-Lohr wurde Dritte mit 27:56 Minuten.

Der Wettkampf bot auch bei seiner 35. Auflage viel Spaß und Spannung. Den Anfang machten wie gewohnt die Bambinis. Die mehr als 60 Drei- bis Sechsjährigen liefen mit oder ohne Unterstützung ihrer Eltern eine kleine Strecke von 500 Metern durch die Ochsenfurter Altstadt. Am Ende waren die meisten glücklich, am Ziel angekommen zu sein. Denn es gab keine Wertung. Hier sollte der Spaß am Laufen zur Teilnehme animieren. Härter gekämpft wurde da schon bei den Älteren in den Jahrgängen 1997 bis 2001. Auf Strecken von einem bis drei Kilometern kämpften sie um die besten Plätze. Das war nicht einfach bei Temperaturen knapp unter dem Nullpunkt.

Auch der Jedermannlauf ging über die zwei Runden und drei Kilometer durch und um die Altstadt von Ochsenfurt. Ein Novum in Ochsenfurt war der Teamlauf. Drei Runden oder vier Kilometer galt es dabei zu absolvieren. Fünfzehn Mannschaften mit 140 Läufern hatten sich angemeldet. Bereits vier Gleichgesinnte konnten eine Gruppe bilden. Gewertet wurde der Lauf dann mit den besten Zeiten der Frauen, Männer und gemischten Teams.

Während die kleinsten Teilnehmer-Gruppen nur aus vier Personen bestanden stellte die Firma Herrhammer aus Ochsenfurt mit nahezu dreißig Läufern die stärkste Truppe, gleich nach dem Autohaus Meyer mit zwanzig sportlich ambitionierten Mitarbeitern.

Die Moderation der Veranstaltung hatte heuer erstmals Artur Schmidt aus Herborn übernommen. Mit viel Sach- und Personenkenntnis sprach der von zwanzig Residenzläufen und vielen anderen Laufveranstaltungen bekannte Hesse vor dem Rathaus ins Mikrofon.



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