REITEN: VIELSEITIGKEITSTURNIER

Olympiasieger in der Provinz

Vielseitig in jeder Hinsicht gibt sich das Turnier in Hambach. Da kämpft ein frisch gekürter Olympiasieger neben einer jungen Reiterin aus Dettelbach.
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Sattelfest zeigte sich Olympiasieger Michael Jung. Foto: Foto: Fuchs-Mauder

Das internationale Reitturnier in Hambach trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Denn die 265 Starter kamen aus zwölf Nationen. Sogar Reiterinnen aus den USA und Australien waren vertreten, dazu neun aus der Schweiz, je vier Reiter aus Belgien und Österreich, drei aus Tschechien und Polen sowie je einer aus Italien, Schweden, Polen, Slowenien und den Niederlanden. Prominentester Gast freilich war der frischgekürte Olympiasieger Michael Jung, der mit Fischerincantas ins Dressur-Viereck ging.

Jung zeigte einen souveränen Ritt und erhielt die Punktzahl von 40,20. Diese toppte Jung selbst mit seinem achtjährigen Hannoveraner Lennox (32,50). Er errang mit dem Wallach den Gesamtsieg nach einer fehlerlosen Runde im Springparcours sowie dem Geländeritt über 6:21 Minuten. Die Strecke ging mit 22 Hindernissen und 31 Sprüngen über 3390 Meter. Bestzeit erzielte dabei der Rüsselsheimer Jörg Kurbel auf Entertain in 6:07 Minuten. Als weiterer Olympiasieger (2008 in Peking) war Andreas Dimbowski (RV Lindmühlen) vertreten. Er legte mit seinem Hannoveraner FH Lianero in der Dressur 51,10 Punkte vor.

Mit zwanzig Hindernissen und 24 Sprüngen geriet auch die Vielseitigkeitsprüfung in der Klasse A** anspruchsvoll. Es siegte Jens Hofrogge (Lippe-Burch-Gahlen) auf Rangi W in der ersten und Ann-Catrin Bierlein (Neumarkt) auf Nostradamus in der zweiten Gruppe. Tim Fürst vom RFV Sulzthal hatte in der Dressur mit seinem Fleur Delacour etwas Pech, aber im Gelände blieb er fehlerlos in 4:45 Minuten und erreichte die drittbeste Zeit.

Lena Hermann vom Ländlichen Reit- und Fahrverein aus Dettelbach brachte es auf 4:42 Minuten. Beim kombinierten Ritt der Klasse E mit Dressur, Springen und Gelände ging die Goldschleife an Theda von Knop Schwerdtner (RS Fallbachtal). Silber holte Lena Hermann auf der Oldenburger-Stute So Long Marianne – sie erzielte die Noten 8,30, 7,20 und 7,80.

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