Hallenfußball: Kreismeisterschaft Schweinfurt

Nur Bayernligist Sand war für die Geesdorfer zu stark

Sie entwickeln sich langsam zum Stammgast bei der Bezirksendrunde. Auch 2016 schaffte der Bezirksligist den Sprung unter die besten unterfränkischen Mannschaften.
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Ball-Behaupter: Geesdorfs Spielertrainer Hassan Rmeithi (Vordergrund) lässt seinem Sander Gegenspieler André Schmitt in dieser Szene keine Zugriffsmöglickeit auf das Leder. Dennoch endeten die beiden Vergleiche zwischen den Kontrahenten in Vorrunde und Endspiel mit Siegen des FC Sand. Foto: Foto: Ralf Naumann

„Es ist super, was die Jungs geleistet haben“, lobte Geesdorfs Spielertrainer Hassan Rmeithi, der auch zum „Spieler des Turniers“ gewählt wurde, seine Schützlinge nach der 1:3-Finalniederlage gegen den Topfavoriten FC Sand und lag damit genauso richtig wie sein Kollege Bernd Eigner. „Ich glaube, wir haben verdient gewonnen“, urteilte der Trainer des Bayernligisten nach dem Turniersieg. Zufrieden waren beide. Der eine, weil er und seine Mannschaft sich bis ins Endspiel durchgekämpft haben und der andere, weil der hohe Favorit die in ihn gesetzten Erwartungen zum dritten Mal in Folge erfüllt hat. Geesdorf kassierte beim Turnier zwei Niederlagen - beide gegen den Turniersieger. Das 0:5 in der Gruppe fiel dabei noch deutlicher aus als das Finale. Die drei übrigen Vorrundenbegegnungen gewann der Bezirksligist ohne Gegentor und erzielte selbst sieben Treffer.

Aber nicht nur die beiden Finalisten vertreten den Fußballkreis Schweinfurt bei der Bezirksmeisterschaft am 16. Januar in Kitzingen. Auch die beiden Halbfinal-Verlierer haben sich qualifiziert. Das liegt daran, dass der SV Euerbach/Kützberg als Titelverteidiger bereits für die Bezirksendrunde gesetzt war. So konnte der Landesligist sein Ausscheiden in der Vorschlussrunde nach Sechsmeterschießen gegen den FC Geesdorf locker verkraften. Er revanchierte sich aber im Sechsmeterschießen um Platz drei am TSV Kirchaich. Die Steigerwälder, die sich vor einer Woche bei ihrem eigenen Vorrundenturnier die Teilnahme an der Kreismeisterschaft gesichert hatten, schafften den Einzug unter die besten Vier nach Siegen gegen Ausrichter Augsfeld, Wülfershausen (jeweils 2:0) und Prappach (1:0) sowie einem 1:1-Unentschieden gegen Euerbach/Kützberg als Gruppen-Zweiter. Nach toller Gegenwehr musste sich der Kreisklassist im Halbfinale dem FC Sand auch nur mit 0:2 geschlagen geben.

Die „Korbmacher“ blieben als einzige Mannschaft im Haßfurter Schulzentrum ohne Niederlage. In der Vorrundengruppe 1 gewann die ausschließlich mit Spielern der Bayernligaelf bestückte Eigner-Truppe ihre vier Partien gegen Essleben (2:1), Grafenrheinfeld (3:2), TSV Knetzgau (2:0) und FC Geesdorf (5:0). Dagegen gab es für den TSV Eßleben nichts zu erben, denn der aktuelle Tabellen-14. der Kreisliga 1 kassierte vier Niederlagen und holte als einzige Mannschaft keinen Punkt. Ausrichter FC Augsfeld, der einzige A-Klassist im Feld, zog sich dagegen in der Gruppe 2 achtbar aus der Affäre. Ein Unentschieden gegen Prappach (0:0) sowie ein knapper 1:0-Sieg gegen die DJK Wülfershausen reichten bei zwei Niederlagen gegen Kirchaich (0:4) und Euerbach/Kützberg (0:4) zu Gruppen-Platz drei.

Die Spieler und Betreuer des TSV Grafenrheinfeld, dessen Trainer Klaudiusz Mrozcek als bester Torwart ausgezeichnet wurde, des TSV Knetzgau, des TSV Essleben, des FC Augsfeld, des TSV Prappach und der DJK Wülfershausen konnten sich die Entscheidungspartien dann gemütlich von der immer gut gefüllten Tribüne aus betrachten.

Insgesamt sahen die Zuschauer in den 20 Begegnungen der Vorrunde 51 Treffer. Auch deshalb zeigte sich Gottfried Bindrim mit der Kreismeisterschaft zufrieden. „Das war ein sehr gutes Turnier“, zog der Kreisspielleiter aus Wasserlosen zu nächtlicher Stunde ein positives Fazit. „Vor allem sehr fair“, verwies er noch auf eine einzige rote Karte wegen Meckerns. Er habe jedenfalls „guten Fußball“ gesehen mit einem weitgehend ausgeglichenen Teilnehmerfeld. „Keine Mannschaft ist zu sehr abgefallen“, freute sich Bindrim und fügte hinzu: „Sand hat aber verdient gewonnen.“ Angesichts des Beginns am späten Nachmittag sowie des Endes weit nach 23 Uhr bezeichnete der Kreisspielleiter die Resonanz auf den Rängen als „super“.

Statistik zum Kreisturnier

Gruppe 1
 

TSV Knetzgau – TSV Grafenrheinfeld 2:4

FC Sand – TSV Essleben 2:1

FC Geesdorf – TSV Knetzgau 2:0

TSV Grafenrheinfeld – FC Sand 2:3

TSV Essleben – FC Geesdorf 0:2

TSV Knetzgau – FC Sand 0:2

FC Geesdorf – TSV Grafenrheinfeld 3:0

TSV Essleben – TSV Knetzgau 1:2

FC Sand – FC Geesdorf 5:0

TSV Grafenrheinfeld – TSV Essleben 1:0

 

1. FC Sand 12:3 12

2. FC Geesdorf 7:5 9

3. TSV Grafenrheinfeld 7:8 6

4. TSV Knetzgau 4:9 3

5. TSV Essleben 2:7 0

Gruppe 2
 

TSV Kirchaich – FC Augsfeld 2:0

SV Euerbach/Kützberg – TSV Prappach 2:1

DJK Wülfershausen – TSV Kirchaich 0:2

FC Augsfeld – SV Euerbach/Kützberg 0:4

TSV Prappach – DJK Wülfershausen 0:0

TSV Kirchaich – SV Euerbach/Kützberg 1:1

DJK Wülfershausen – FC Augsfeld 0:1

TSV Prappach – TSV Kirchaich 0:1

SV Euerbach/Kützberg – DJK Wülfershausen 4:0

FC Augsfeld – TSV Prappach 0:0

 

1. SV Euerbach/Kützberg 11:2 10

2. TSV Kirchaich 6:1 10

3. FC Augsfeld 1:6 4

4. TSV Prappach 1:3 2

5. DJK Wülfershausen 0:7 1

Halbfinale
 

FC Sand – TSV Kirchaich 2:0

SV Euerbach/Kützberg – FC Geesdorf n. 6-m-Schießen 3:5

Um Platz 3

TSV Kirchaich – SV Euerbach/Kützberg 0:3
Endspiel

FC Sand – FC Geesdorf 3:1
Damit haben sich alle vier Halbfinalisten für das Bezirksturnier am 16. Januar in Kitzingen qualifiziert. Der TSV Kirchaich schaffte den Sprung deshalb, weil Euerbach/Kützberg als Titelverteidiger bereits für die Bezirksendrunde gesetzt war.

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