TV Segnitz - TG Landshut 2:3 (9:11, 7:11, 13:11, 11:7, 10:12), TG Landshut - TV Vaihingen/Enz 3:0 (11:2, 11:9, 11:7), TV Segnitz - TV Vaihingen/Enz 3:1 (8:11, 11:6, 11:8, 11:7).

Der Segnitzer Trainer Uli Lauck wirkte am Ende recht froh über den Klassenerhalt, den der TVS im buchstäblich letzten Spiel gegen Vahingen in Theilheim unter Dach und Fach brachte.
"Wir nahmen uns am Saisonbeginn vor, nicht abzusteigen. Dieses dann im letzten Saisonspiel gegen den direkten Gegner Vaihingen zu bewerkstelligen, ist natürlich sehr gewagt. Wir hätten den Klassenerhalt schon eher sichern können."
Zwei Mannschaften hätten Segnitz noch den Platz in der 2. Bundesliga streitig machen können. Zum einen der direkte Gegner aus Vaihingen/Enz und zum anderen der im Fernduell zu Hause spielende TV Haibach. Alle drei Teams wiesen vor dem letzten Spieltag 6:24-Punkte auf, aber Segnitz besaß das bessere Satzverhältnis.
Nach dem Abschluss-Sieg gegen Vaihingen war allen klar, dass Haibach alle zwei Begegnungen gewinnen musste, um an der Mannschaft aus dem Gärtnerort vorbeizuziehen. Das Team aus dem Aschaffenburger Vorort verlor jedoch seine beiden Partien gegen Grafenau und Schwieberdingen. So entfernte sich das Lauck-Team um zwei Punkte vom Abstiegsplatz. "Unsere Liga war nie so spannend, es hat aber auch nie so viel Spaß gemacht. Meine Mädels haben viel Moral bewiesen. Beim letzten Training waren 15 von ihnen bei uns in der kleinen Halle. Normal wird es zum Saisonende immer weniger, aber da habe ich gemerkt, dass die Einstellung stimmt und dass die Spielerinnen wollen", freute sich der Segnitzer Coach.
Für zwei junge Faustballerinnen war das Wochenende recht anstrengend. Die 14-jährige Sophie Müller und ihre 16-jährige Schwester Tatjana spielten einen Tag vorher in Staffelstein um die Bayerische Meisterschaft der B-Jugend. Ungeschlagen holten sie sich den Titel in dieser Altersstufe und absolvierten dabei sieben Partien.
"Es ist schon verwunderlich, dass beide heute wieder so stark agierten. Ich habe Sophie in der entscheidenden Phase herausgenommen, weil sie etwas nachließ. Franziska Eger hat sich dann nahtlos der guten Leistung der Mannschaft angepasst", war Lauck froh, noch eine gute Spielerin auf der Bank zu haben.
In der Partie gegen Landshut schien sich eine Überraschung anzubahnen. Segnitz lag im ersten Satz schon mit 9:6 vorne, musste sich dann doch mit 9:11 geschlagen geben. Im zweiten Durchgang führten die Gäste von Beginn an und siegten problemlos mit 11:7. Der dritte Satz mutierte zum Krimi, als Segnitz nach klarer Führung noch in die Verlängerung musste, aber dann mit 13:11 gewann. Auch den vierten Durchgang holten sich die Gastgeberinnen. Und im Entscheidungssatz musste der Zweite mächtig kämpfen, um den TVS in der Verlängerung mit 12:10 zu besiegen.
Die zweite Partie zwischen Landshut und Vaihingen/Enz endete mit einem klaren 3:0.
Das Entscheidungsspiel gegen Vaihingen begann für die Gastgeberinnen recht zäh und der erste Satz ging mit 8:11 daneben. Die Lauck-Mädels fingen sich und gewannen Durchgang zwei mit 11:6. Im dritten Satz lagen sie schon mit 8:2 vorn, ließen den Gegner nochmals auf 8:7 herankommen, um dann mit 11:8 den Satz zu beenden. Im letzten Abschnitt wogte die Partie bis zum 7:7 hin und her, dann zog Segnitz an und holte sich die restlichen vier Punkte zum 11:7-Endstand.
Tatjana Müller, die trotz ihrer Doppelbelastung voll durchspielte - "es war nicht so schlimm" - freute sich, genau wie ihre Schwester Sophie über den Verbleib in der 2. Bundesliga. "Die Runde ist für uns sehr gut gelaufen, obwohl wir es noch etwas spannend machten."