LEICHTATHLETIK: Deutsche Junioren-Meisterschaft

Nach Silber nun Gold

Der Ochsenfurter Patrick Karl schafft bei der deutschen Junioren-Meisterschaft alle Hindernisse.
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Philipp Reinhardt (links) und Patrick Karl lieferten sich einen packenden Zweikampf mit dem besseren Ende für den Ochsenfurter. Foto: Foto: Theo Kiefner

(kka/wro) Vor fünf Wochen war Patrick Karl von den Deutschen Meisterschaften der Aktiven in Kassel mit einer Silbermedaille heimgekehrt. Über 3000-Meter-Hindernis hatte er sich in 8:45,98 nur Hannes Liebach (SCC Berlin/8:45,50) geschlagen geben müssen. Bei den Titelkämpfen der Junioren in Wattenscheid holte sich der Ochsenfurter über seine Lieblingsstrecke am Wochenende den Titel. Mit seinen dabei gelaufenen 8:44,44 Minuten hätte er auch bei den Männern gewonnen.

Bei einem überschaubaren Teilnehmerfeld von acht Athleten hatte Patrick Karl mit Philipp Reinhardt einen starken Konkurrenten, von dem er sich allerdings trotz dessen guter Form nicht einschüchtern ließ. Schließlich war der Thüringer vor einer Woche über 1 500 m schneller gelaufen als der Unterfranke. Karl übernahm im altehrwürdigen Lohrheide-Stadion bereits nach wenigen Metern die Führung und sorgte für ein schnelles Tempo, mit dem er das Feld auseinanderziehen wollte.

Lediglich der Leipziger Nic Ihlow hielt zwei Runden mit, musste dann aber eine Lücke reißen lassen, während Philipp Reinhardt das Tempo problemlos mitging. Der Jenaer übernahm auch wiederholt die Führung, weil er sich mit einer guten Zeit für die Sportförderung qualifizieren wollte. Zum Eingang der letzten Runde setzte Karl aber zum Schlussspurt an und überholte den Thüringer. Der gab sich allerdings noch nicht geschlagen und versuchte auf der Zielgerade mehrmals, den Ochsenfurter doch noch zu bezwingen. Bis zur Ziellinie lieferten sich die beiden schließlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem Patrick Karl ganz knapp die Nase vorne hatte. Lediglich 16 Hundertstel trennten die beiden Konkurrenten.

Der Sieger war mit seiner Zeit von 8:44,44 Minuten absolut zufrieden. Immerhin benötigte er eine 1:38 Sekunden weniger als bei der deutschen Meisterschaft der Aktiven. Für den zwei Jahre älteren Philipp Reinhard stellten die 8:44,60 eine persönliche Bestzeit dar.

„Ich bin natürlich glücklich, dass es so gut gelaufen ist. Wir wussten beide vorher, dass es auf einen Zweikampf zwischen uns hinauslaufen würde“, berichtet Patrick Karl, der von einem „nicht einfach zu laufenden“ Rennen spricht. Die Schwüle war ein zusätzlicher Gegner. Die dennoch schnellere Zeit als bei den Aktivenmeisterschaften in Kassel schreibt Karl der damals größeren Leistungsdichte des Starterfeldes zu. „Das war ein typisches Meisterschaftsrennen mit einem sehr langsamen Beginn“, erinnert sich der Ochsenfurter.

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