HANDBALL: LANDESLIGA

Mit Hämmerleins Hilfe will Volkach es schaffen

Nach Startschwierigkeiten hat sich Aufsteiger HSG Volkach in der neuen Umgebung gefangen. Was auch an der Rückkehr einer Ex-Volkacherin liegt.
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Handball, Frauen, Bayernliga, HSV Bergtheim - SG DJK Rimpar
Sandra Hämmerlein, hier im Trikot des SV Bergtheim, hat sich im Lauf der Vorrunde wieder ihrem Heimatverein HSG Volkach angeschlossen. Foto: Foto: hmb Media / Heiko Becker

Zwei Handball-Mannschaften aus dem Landkreis Kitzingen spielen in der laufenden Saison bei den Frauen in der Landesliga Nord, und beide treffen wie bereits am ersten Spieltag auch zum Start in die Rückrunde direkt aufeinander: Aufsteiger HSG Volkach erwartet die HSG Mainfranken, die nach ihrem Bayernliga-Abstieg von einst ihre vierte Saison in dieser Spielkasse absolviert.

Als sich beide Mitte September erstmals gegenüberstanden, endete das Landkreisderby in der Kitzinger Sickergrundhalle ohne einen Sieger. Obwohl die Gastgeberinnen nahezu die gesamte Partie über in Führung lagen, gelang es ihnen nicht, einen zwischenzeitlichen Vorsprung von vier Toren zu halten. Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften einen offenen und spannenden Schlagabtausch, der nach einer Stunde in einem 22:22 mündete.

Mit drei ungeschlagenen Spielen gelang Mainfranken ein aussichtsreicher Start. Ausfälle auf der einen und fehlende Erfahrung einer sehr jungen Mannschaft auf der anderen Seite verhinderten in den folgenden Wochen jedoch ein besseres Abschneiden. So befindet sich die von Stefanie Placht trainierte Mannschaft nach der Winterpause mit 11:15-Punkten auf Platz neun, während Volkach auf Platz zwölf mit 10:16-Zählern nur einen Rang dahinter lauert. Ein Sieg im Rückspiel in der heimischen Mainschleifenhalle, und Volkach stünde erstmals in dieser Saison in der Tabelle über dem lokalen Rivalen. Beide könnten mit einer erfolgreicheren Rückrunde eine bessere Platzierung erreichen: Die Liga hat sich mittlerweile geteilt, und selbst der Fünfte mit 13:13 Punkten muss in der breiten und eng stehenden Konkurrenz nach unten schauen.

Der Aufsteiger hatte Schwierigkeiten in den ersten Wochen. In den ersten sechs Partien liefen die Volkacherinnen vergeblich einem Sieg hinterher. Drei Heimsiege in Folge beendeten schließlich den Negativlauf, wodurch sich die von Marcus Müller trainierte Mannschaft ab Mitte der Hinrunde auch in der höheren Liga als konkurrenzfähig präsentierte. Mit Sandra Hämmerlein kehrte eine im Bergtheimer Trikot Bayernliga-erfahrene Spielerin während der Runde zu ihrem Stammverein zurück. Anders als Mainfranken, das vor der Winterpause zu Hause gegen Winkelhaid verlor, siegte Volkach in Schweinfurt.

Ziel beider Landkreis-Konkurrenten in den verbleibenden 13 Spielen ist der Klassenerhalt. Bei der Annahme von drei Absteigern und einem Releganten müsste der zehnte Platz zum sicheren Verbleib ausreichen. Sollte der Klassenerhalt beiden gelingen, könnte die Landesliga in der nächsten Saison aus lokaler Sicht bereichert und aus dem Duo ein Trio werden: Marktstefts Frauen streben als Tabellenführer in der Bezirksligaoberliga nach oben.

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