FUSSBALL

Marco Göbet ist zu jeder Schandtat bereit

Würzburgs Kreisspielleiter steht Verlegungen auf Freitag positiv gegenüber. Er denkt dabei auch an sich.
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Würzburgs Kreisspielleiter Marco Göbet. Foto: Foto: Alexander Rausch

Gut gefüllt war das Erlacher Sportheim am Montagabend, nachdem Kreisspielleiter Marco Göbet zur turnusgemäßen Sommertagung geladen hatte. Wie bei den vergangenen Treffen blickte der Rimparer mit seinen Mitstreitern auf die vergangene Saison und informierte ruhig und sachlich über diverse Themen und anstehende Termine. Nur beim Umgang mit Schiedsrichtern und bei Spielverlegungen fand der Kreisvorsitzende deutliche Worte.

Kurz und knapp fiel Göbets Rückblick auf die vergangene Saison aus, da diese erneut „problemlos“ verlaufen sei und „die Zusammenarbeit mit den Vereinen harmonisch, ja nahezu freundschaftlich“ ablaufe. Kaum einen Kritikpunkt hatte der Kreisspielleiter anzubringen, zumindest während seines Vortrags. Zudem freute sich der 42-Jährige darüber, dass mit dem SC Schwarzach endlich wieder einmal eine Mannschaft aus dem Fußballkreis Würzburg den Fair-Play-Preis verliehen bekam. Auch dem VfL Volkach (Kreisklasse) und der Reserve des FC Geesdorf II (A-Klasse) wurden aus dem Kitzinger Raum diese Ehre zu Teil, allerdings sind beide Vereine dem Schweinfurter Fußballkreis zugeordnet. „Sie waren auch dieses Jahr sehr stark vertreten“, merkte Göbet an.

Der Kreisspielleiter schloss mit dem Wunsch, die Nutzung des Livetickers in der kommenden Saison weiter zu intensivieren. Denn letztlich nutze das Medium nur dem Verein und stelle diesen nach außen modern da. „Ihr schaut doch Samstagnachmittag auch die aktuellen Bundesliga-Resultate nach“, unterstrich er seine Bitte. Damit falle nämlich auch die Meldung des Ergebnisses weg, da dieses bereits erfasst sei. Nach wie vor müssen nämlich die Vereine dafür Sorge tragen, dass das Spielergebnis innerhalb einer Stunde eingetragen ist.

Dies ist nach wie vor nicht die Verpflichtung des Schiedsrichters, woran auch Kreisschiedsrichterobmann Helmut Wittiger nochmals erinnerte. Zudem appellierte der Frickenhäuser nachdrücklich an die Vereine, einen besseren Umgang mit den Schiedsrichtern zu pflegen und dabei dafür Sorge zu tragen, dass dieser auch nicht im Internet verunglimpft werde. Denn die Schiedsrichter seien für sachliche Kritik stets offen. Dafür benötige es jedoch einen respektvollen Umgang. Dem pflichtete Göbet mit Nachdruck bei. „Fair geht vor. Beleidigungen aller Art sind nicht zielführend“, warb Wittiger für ein besseres Miteinander. Zudem proklamierte er den anstehenden Neulingskurs, um weitere Unparteiische zu generieren. Denn auch in der anstehenden Saison werde es aufgrund des Schiedsrichtermangels zu Spielen kommen, die nicht besetzt werden können.

In diesem Zusammenhang versuchten Göbet und Spielleiter Claus Höpfner den Vereinen die Verlegung der Partien auf Freitagabend schmackhaft zu machen. „Wir finden es gut und sind deshalb zu jeder Schandtat bereit“, meinte der Kreisspielleiter. Damit könnte auch dem akuten Personalmangel entgegengewirkt werden. Denn alleine die Spielabsagen – besonders gegen Rundenende – der vergangenen Saison hätten die Vereine insgesamt über 9000 Euro gekostet. Geld, das sich sicher einsparen ließe, wie der oberste Sportrichter Werner Pfeifer feststellte. Auch die „Null-Toleranz“-Linie gegen Pyrotechnik kam nochmals zur Sprache.

Beim Überblick über die anstehenden Termine erfuhren die Vereine nur wenig Unbekanntes. Göbet lud zum Kreisliga-Eröffnungsspiel am 5. August um 18.30 Uhr in Birkenfeld ein und verwies auf die Bezirksliga-Eröffnung zwischen Oberschwarzach und Wiesentheid am Freitag zuvor, ebenfalls um 18.30 Uhr. Ein besonderer Hinweis galt den Wahlen im kommenden Jahr. In der Rimparer Mehrzweckhalle werden am 8. Januar 2018 die neue Kreisvorstandschaft und die Delegierten für den Bezirkstag gewählt. „Der letzte Kreistag war eine Katastrophe.

Ich wünsche mir eine vernünftige Kulisse. Deshalb schickt wenigstens einen Abgesandten. Pro Mannschaft wäre einer möglich, höchstens insgesamt vier“, appellierte Göbet. Dort wird dann auch Wolfgang Hellert als Nachfolger des ausgeschiedenen Uwe Röhr als Bezirksjuniorenleiter bestätigt.

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