HANDBALL: LANDESLIGA NORD FRAUEN

Mainfranken wagt neuen Aufbruch

Die neue Trainerin Steffi Placht will in der Landesliga wie seit jeher angreifen. Ihre Mannschaft reagiert reserviert auf so forsche Ziele.
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Die Handballerinnen der HSG Mainfranken in der Saison 2016/17 (hinten von links) Melanie Meyer, Selina Geißler, Stefanie Schuller, Julia Meyer; Pauline Olbrich, Christina Neeser, Nicole Meulenkamp, Trainerin Steffi Placht; (vorne von links) Laura Öchsner, Nadine Markert, Nathalie Hartsch, Jasmin Arlt, Anja Muther, Isabella Renner und Janina Ruschin. Foto: Foto: HSG Mainfranken

Ihren Optimismus hat sich Steffi Placht auch auf ihrer neuen Mission erhalten. Seit einigen Wochen trainiert sie nun wieder die Handballerinnen der HSG Mainfranken, und obwohl die Mannschaft vergangene Saison fast aus der Landesliga abgestiegen wäre, mag sie sich keinesfalls nur mit dem Klassenverbleib zufrieden geben. „Als Ziel habe ich Platz drei bis sechs ausgegeben. Die Mannschaft hat Qualität, das muss sie umsetzen und auch abrufen“, sagt Placht. Die Spielerinnen selbst zeigten sich eher reserviert bei einer Besprechung, als die Trainerin ausloten wollte, welche Ansprüche und Vorstellungen jede einzelne habe. Man müsse sich auch mal fordern, wenn man vorankommen möchte.

„Ich habe immer Wert auf Tempo gelegt. Das hat sich nicht geändert.“
Steffi Placht über ihre Idee als Trainerin

Ein Quartett an Spielerinnen, das bei Plachts Abschied vom damaligen Bayernligisten TV Etwashausen bereits 2010 dabei war, steht heute noch im Aufgebot. Nicht nur das, die Vier sind die Korsettstangen, die das Gebilde tragen sollen. Gerade Julia und Melanie Meyer, Isabella Renner und Janina Ruschin will die Trainerin verstärkt in die Pflicht nehmen.

„Es muss so sein, dass die erfahrenen die jungen Spielerinnen mit auf ihr Niveau ziehen.“ Ihre Aufgabe als Trainerin sei es, „Erfahrung und Jugend zusammenzubringen“. Talente seien vorhanden, hat Placht, die auch für den Bayerischen Handballverband als Auswahltrainerin tätig ist, festgestellt. So besitze etwa Selina Golm viel Potenzial ebenso wie die einzige Neue, Selina Geißler vom TV Großlangheim. Außerdem nennt sie Christina Neeser, die als Linkshänderin wohl auf Rechtsaußen spielen werde und gute Ansätze zeige. Oder Julia Flohr, die für den Rückraum in Frage komme.

Das Problem im Tor werde die HSG nach dem Abgang von Milena Deppisch in den Griff bekommen, sagt Placht zuversichtlich. Man müsse das nehmen, was man habe, und das sei nicht so schlecht. In Stefanie Schuller verfügt das Team über eine ordentliche Torhüterin, dahinter böten sich die jungen Michelle Köhler und Laura Oechsner an. Überhaupt will Placht ihren jungen Kräften die entsprechende Spielzeit einräumen. „Ich bin überzeugt, dass sie einen Schritt nach vorne machen.“

Vergangene Saison stellte sich der Kader nach einigen Verletzungen vor allem auswärts als zu klein dar. Zudem fehlte nach der Verletzung von Protagonistin Melanie Meyer bereits im Verlauf der Vorrunde ein Kopf der Mannschaft, eine Führungsfigur, die das Spiel an sich reißt und auch mal von innen dirigiert. Das soll diesmal besser werden, schließlich ist Melle Meyer nach ihrer Meniskusverletzung wieder fit. Doch nur auf sie zu bauen, wie es in der Vergangenheit öfters schien, sei zu einfach, warnt die Trainerin. „Sie ist nicht allein da. Verantwortung müssen auch andere übernehmen.“

Zum Test hat Placht die 27-Jährige vergangenes Wochenende im Pokal gegen Bayernligisten TS Herzogenaurach nur vierzig Minuten auf dem Feld gelassen. Mit 23:26 schlug sich die Mannschaft dabei achtbar. Insgesamt war die Trainerin mit der Leistung zufrieden, für die Runde sei sie „optimistisch.“ Steffi Placht will die Spielweise offensiver ausrichten. „Ich habe schon immer auf Schnelligkeit und Tempo Wert gelegt, das hat sich nicht geändert.“ Die Spielerinnen dazu habe sie. Die Trainerin ließ zudem Varianten für das Spiel mit sieben Feldspielerinnen einüben, das ja für diese Runde wohl vermehrt kommen werde. Auch in der Abwehr müsse man sich für eine zusätzliche Gegnerin wappnen.

Die Größe des Kaders sei mit vierzehn Spielerinnen ausreichend, die Trainingsbeteiligung sei ordentlich gewesen, die Saison könne losgehen. Was die Konkurrenz in der Liga angeht, hat sich Steffi Placht nicht allzu sehr informiert. Es seien „viele Unbekannte“ dabei, die beiden Absteiger Regensburg II und Winkelhaid könne sie kaum einschätzen. Bei ihren Kollegen gelte Schwabach als Favorit. Zum Auftakt an diesem Samstag zu Hause gegen Nabburg/Schwarzenfeld möchte sie mit einem Heimsieg starten. „Heimspiele sollte man sowieso gewinnen“, lautet ihre Maxime.

Aufgebot und Spielplan der HSG Mainfranken

Aufgebot

Abgänge: keine. Zugänge: Selina Geißler (TV Großlangheim).

Tor: Stefanie Schuller, Laura Oechsner, Michelle Köhler.

Rückraum: Selina Golm, Selina Geißler, Melanie Meyer, Julia Meyer, Nicole Meulenkamp, Julia Flohr, Nadine Markert, Anja Muther.

Kreis: Isabella Renner, Merle Haarbrücker.

Außen: Johanna Knauer, Jasmin Arlt, Janina Ruschin, Christina Neeser, Pauline Olbrich.

Trainer: Steffi Placht (seit 2016).

Saisonziel: gesichertes Mittelfeld. Meistertipp: HC Sulzbach/Rosenberg, SG Schwabach/Roth.

Spielplan

Samstag, 17. September, 18 Uhr

HSG Mainfranken – HSG Nabburg/Schwarzenfeld

Samstag, 1. Oktober, 18 Uhr

HSG Mainfranken – HSG Pleichach

Samstag, 8. Oktober, 16.30 Uhr

HC Sulzbach-Rosenberg – HSG Mainfranken

Samstag, 15. Oktober, 18 Uhr

HSG Mainfranken – HC Forchheim

Samstag, 22. Oktober, 18.30 Uhr

SG Schwabach/Roth – HSG Mainfranken

Samstag, 29. Oktober, 18 Uhr

HSG Mainfranken – ESV 27 Regensburg II

Samstag, 12. November, 19.30 Uhr

SG Regensburg – HSG Mainfranken

Samstag, 19. November, 18 Uhr

HSG Mainfranken – TSV Lichtenau

Samstag, 26. November, 19 Uhr

TSV Winkelhaid – HSG Mainfranken

Samstag, 3. Dezember, 18 Uhr

HSG Mainfranken – HSV Bergtheim II

Sonntag, 11. Dezember, 14.30 Uhr

SG Mintraching/Neutraubling – HSG Mainfranken

Samstag, 14. Januar, 18 Uhr

HSG Mainfranken – SG Kunstadt-Weidhausen

Samstag, 21. Januar, 17 Uhr

SV Obertraubling – HSG Mainfranken

Samstag, 28. Januar 17.15 Uhr

SG Nabburg/Schwarzenfeld – HSG Mainfranken

Samstag, 4. Februar, 18 Uhr

HSG Mainfranken – SG Regensburg

Samstag, 18. Februar, 18 Uhr

HSG Mainfranken – HC Sulzbach-Rosenberg

Samstag, 25. Februar, 18 Uhr

HSG Pleichach – HSG Mainfranken

Samstag, 11. März, 15.30 Uhr

HC Forchheim – HSG Mainfranken

Samstag, 18. März, 20 Uhr

HSG Mainfranken – SG Schwabach/Roth

Samstag, 25. März, 19.30 Uhr

ETSV 27 Regensburg II – HSG Mainfranken

Sonntag, 2. April, 14.30 Uhr

TSV Lichtenau – HSG Mainfranken

Samstag, 8. April, 18 Uhr

HSG Mainfranken – TSV Winkelhaid

Samstag, 22. April, 20 Uhr

HSV Bergtheim II – HSG Mainfranken

Samstag, 29. April, 18 Uhr

HSG Mainfranken – SG Mintraching/Neutraubling

Sonntag, 7. Mai, 16.30 Uhr

SG Kunstadt-Weidhausen – HSG Mainfranken

Sonntag, 14. Mai, 14 Uhr

HSG Mainfranken – SV Obertraubling

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