KORBBALL: BUNDESLIGA

Kleinlangheimer Doppelsieg

Ein Blick auf die Tabelle überrascht. Die Schützlinge von Leon Wilhelm gehören zur Spitzengruppe der Liga. Schuld daran war der vergangene Spieltag.
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Michaela Ortner (Kleinlangheim, vorne) wird von Lena Schuler (TV Oberndorf) bedrängt. Kleinlangheim setze sich nach einem 0:3-Rückstand mit 9:4 durch. Foto: Foto: Wolfgang Müller

Korbball

Bundesliga Süd Halle

 

TSV Bergrheinfeld – TSV Ettleben 6:4  
VfL Kleinlangheim – TSV Eßleben 12:8  
TSV Ettleben – TV Oberndorf 4:4  
TSV Bergrheinfeld – TSV Eßleben 11:1  
VfL Kleinlangheim – TV Oberndorf 9:4  

 

 

1. (1.) TSV Bergrheinfeld 6 6 0 0 55 : 16 12  
2. (2.) SV Schraudenbach 4 3 0 1 34 : 15 6  
3. (7.) VfL Kleinlangheim 6 3 0 3 54 : 46 6  
4. (4.) TSV Ettleben 6 2 1 3 40 : 48 5  
5. (3.) TuS Helpup 2 2 0 0 21 : 9 4  
6. (6.) TV Oberndorf 4 1 1 2 19 : 29 3  
7. (5.) TuS Eisbergen 2 1 0 1 22 : 23 2  
8. (8.) TSV Eßleben 4 0 0 4 20 : 46 0  
9. (9.) SpVgg Hambach 4 0 0 4 22 : 55 0  

 

Am dritten Spieltag der Korbball-Bundesliga Süd fuhr im Waigolshausener Freizeitzentrum vor 100 Zuschauern Tabellenführer TSV Bergrheinfeld zwei Pflichtsiege ein. Aufsteiger TV Oberndorf erreichte ein Remis gegen Gastgeber TSV Ettleben, während der VfL Kleinlangheim mit Siegen über Oberndorf und den TSV Eßleben der eigentliche Gewinner des Spieltages war.

„Ich hatte schon mit gerechnet, dass es heute schwierig werden könnte“, sagte Bergrheinfelds Trainerin Kirstin Grothe, nach dem relativ knappen 6:4 (2:2) über Ettleben. Tatsächlich sah es mindestens eine Halbzeit lang so aus, dass es schon lange nicht mehr so leicht gewesen wäre, die „Bercher“ zu schlagen. Das lag daran, dass der TSV mit Ersatz antreten musste. Vor allem das Fehlen von Spielführerin Sabrina Eckert wirkte sich deutlich aus. „Unser Spiel ist möglicherweise zu stark auf Sabrina ausgerichtet“, sagte Grothe. Insgesamt war es ein Spiel der vergebenen Möglichkeiten. Bei Ettleben waren gar zwei Viermeter dabei, während auf der anderen Seite Bergheinfelds Hanna Rumpel mindestens ein halbes Dutzend erstklassiger Konterchancen vergab. Nichts desto weniger lagen die Gastgeberinnen mit 4:2 (25.) in Front. Das brachte allerdings keine Sicherheit. Rumpel verkürzte prompt auf 4:3 und ihr Team ging 36. Minute mit 5:4 in Führung. Ettleben vergab wenig später einen Viermeter und kassierte bei geöffneter Deckung noch das 4:6. „Es gab zu viele Ungenauigkeiten, mit großer Auswirkung“, sagte Ettlebens Trainer Frank Dittmar. Vor allem bei eigener 4:2-Führung sei zu riskant gespielt worden.

Im zweiten Spiel, beim 4:4 (3:1) gegen Oberndorf, führte Ettleben ebenfalls mit zwei Körben. Am Ende stand es unentschieden. Auf TSV-Seite haderte man mit der Vorgeschichte, die zu einem umstrittenen Viermeter und dem zwischenzeitlichen 3:4 führte. Dennoch war das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis. Denn die Schweinfurterinnen spielten zunächst gefälliger, variantenreicher, und ließen sich vom Doppelschlag Carina Harts binnen einer Minute zum zwischenzeitlichen 1:3 nicht entmutigen.

Im zweiten Spiel sah es für Oberndorf beim 4:9 (3:3) gegen den VfL Kleinlangheim weniger gut aus. Und dies dem Spielverlauf nach doch recht überraschend: Denn aus einem 3:0 (16.), primär dank guter Verteidigung und starken Distanzwürfen herausgespielt, wurde bis zur Pause noch ein 3:3. Am Ende stand eine klare Niederlage. Die Kitzinger Vorstädter wirkten nach der Pause spritziger und warfen genauer. Die TVO-Abwehr wackelte, auch weil sich häufiger Missverständnisse einschlichen. „Wir brauchen immer eine gewisse Zeit bis unsere Würfe kommen“, sagte VfL-Coach Leon Wilhelm. Oberndorfs Michael Kretzschmar war am Ende des Tages mit dem Unentschieden gegen Ettleben zufrieden, mit der Niederlage gegen Kleinlangheim natürlich weniger. „Wir haben zurecht verloren, weil wir den Gegner aufgebaut haben.“ So war es. Denn es waren in der zweiten Halbzeit gegen Kleinlangheim gerade mal fünf Minuten gespielt. Schon stand des 3:5.

Erwartungsgemäß ohne Punkte blieb der TSV Eßleben, der noch längere Zeit ohne seine Stammkorbhüterin Klara Aschenbrenner (Baby-Pause) auskommen muss. „Laura Königer als Korbhüterin hat sich hervorragend entwickelt“, lobte Esslebens Coach Martin Seltsam seine Ersatz-Korbfrau, die eigentlich eine Feldspielerin ist. Da mag man nicht widersprechen. Aber es besteht noch eine erhebliche Diskrepanz zwischen der Leistung einer größer gewachsen, gestandenen Bundesliga-Stammkorbfrau und einer Feldspielerin, die das im Rahmen ihrer Möglichkeiten zweifellos nicht schlecht machte. „Wir sind spielerisch und wurftechnisch noch nicht auf der Höhe“, ergänzte Seltsam. Dabei erzielte sein Team durchaus sehenswerte Körbe. Beim 8:12 (5:8) gegen Kleinlangheim war der Rückstand von 1:7 zu groß. Das 1:11 (1:5) gegen Bergrheinfeld war standesgemäß, wobei es immerhin volle zehn Minuten dauerte, bis aus dem 1:4 das 1:5 wurde.

Korbwerferinnen, Ettleben: Lutz 4, Hart 2, Schmitt, Erhardt je 1; Oberndorf: Wilhelm 2, Rausch 2, Hempel 2, Herbert 1, Schuler 1; Eßleben: Strahl 4, Königer 2, Kamm 2, Brendler 1; Bergrheinfeld: M. Kegel 6, Rumpel 3, E. Kegel 3, Börger, Triebel je 2, Hünlein 1; Kleinlangheim: Wilhelm 11, Grafmans 4, Ortner, Scheidler, Bock je 2.

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