KEGELN: LANDESLIGA NORD MÄNNER

Kitzinger bauen auf ihre Hausmacht

Die Bahnen im Kitzinger Kolosseum sind legendär. Dort sind die Kegler schwer zu schlagen. Außer Haus aber fremdeln sie bedenklich.
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Unverändert gehen die Kegler von PSW 21 Kitzingen in die neue Landesligasaison (hinten von links): Christian Bohn, Michael Schwarzer, Siegfried Bohn; (vorne von links) Gerhard Schwarzer, Uwe Gast und Marcel Markert. Foto: Foto (Archiv): Hartmut Hess

Sie haben es wirklich nicht leicht, die Kegler des PSW 21 Kitzingen. Sie sind personelle Minimalisten, die hart getroffen werden, wenn ein einziger Spieler ausfällt, wie das Beispiel Uwe Gast in der vergangenen Saison gezeigt hat. Wegen einer Achillessehnenblessur war der Spitzenspieler der Kitzinger für die gesamte Rückrunde ausgefallen. Der Verbleib in der Landesliga hing am seidenen Faden.

Die Verletzung von Gast kam zur Unzeit in der Aufstiegssaison, denn durch einen verschärften Abstieg in der zweiten Bundesliga waren auch die darunter liegende Bayernliga und die Landesliga Nord unmittelbar betroffen. Mit Platz sechs in einer Neuner-Liga hatten sich die sportlich im Kitzinger Kolosseum beheimateten PSW-Kegler ordentlich geschlagen, aber erst einige Wochen nach der Runde kam die erlösende Nachricht, dass das Abschneiden für den Klassenverbleib gereicht hatte.

In Siegfried Bohn, seinem Sohn Christian Bohn, den Zwillingsbrüdern Michael und Gerhard Schwarzer, Uwe Gast und Marcel Markert geht ein unverändertes Sextett für den PSW 21 an den Start. „Mehr hat sich personell nicht ergeben“, sagt Uwe Gast. Noch schwerer wiegt für die Zukunft, dass der Klub derzeit keinen einzigen Jugendspieler mehr hat. Das Beispiel der Verletzung Gasts verdeutlichte, was nur ein Ausfall in der Praxis bedeutet.

In der vergangenen Rückrunde füllte Dieter Pfister die Lücke bei den Heimspieltagen, doch er durfte nur vier Spiele bestreiten um sich nicht in der ersten Mannschaft festzuspielen. Weitere Akteure waren notwendig, um bei den Auswärtsspielen über die Runden zu kommen. Daher verwunderte es nicht, dass die Kitzinger keinen einzigen Auswärtssieg landen konnten – nur aus Sandharlanden brachten sie mit einem Unentschieden wenigstens einen Zähler aus der Fremde mit.

„Wir müssen alles daran setzen, konstanter zu werden und auswärts selbstbewusster aufzutreten“, gibt Uwe Gast seinen Kollegen mit auf den Weg für die zweite Saison als ranghöchste Sportkeglermannschaft der Region. Es gelte, mehr Vertrauen in das eigene Können zu haben, um das Heim-Auswärts-Gefälle ein bisschen zu begradigen. Auf den für Gäste gewöhnungsbedürftigen Bahnen im Kolosseum sind die PSW-Mannen eine Macht. Dort bezwangen sie mit Ausnahme Sandharlandens alle Konkurrenten, und so legten sie die Basis für den Klassenverbleib.

Die Heimstärke wird auch in der jetzt beginnenden Runde der Schlüssel zum Erfolg sein. In einer Zehner-Liga spricht Uwe Gast vom „Mindestziel Platz acht“, er hofft aber insgeheim auf ein Abschneiden wie vorige Saison auf Rang sechs, um ruhigeres Fahrwasser zu erreichen. „Wir müssen an uns glauben damit der Auswärtsknoten platzt“, schreibt Gast seinen Kollegen ins Stammbuch, dann wären auch enge Partien mal zu drehen oder durch das heutige Punktesystem gegen favorisierte Konkurrenten bisweilen etwas zu holen.

Die Kitzinger starten an diesem Samstag (12.30 Uhr) in die Saison, wenn sie den SKC Floss auf den heimischen Bahnen empfangen. Während die halbe Liga darauf schaut, nichts mit dem Abstieg zu tun zu bekommen, schätzt Uwe Gast die ersten Mannschaften des TV Nürnberg-Eibach und des unterfränkischen SV Herschfeld als erste Titelaspiranten ein.

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