FUßBALL: KREISKLASSE WÜRZBURG 2

Keine leichte Aufgabe

Vom Würzburger FV zum SV Bütthard - und das mit 26 Jahren. Christian Steinmetz vollzieht diesen ungewöhnlichen Wechsel aus einem ganz bestimmten Grund.
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Fußball, Bayernliga, Würzburger FV - TSV Aubstadt
Abschied beim Würzburger FV: Roland Metz (Vorstand Finanzen, links) und Martin Lang (Sportleiter) bedanken sich bei Christian Steinmetz. Foto: Foto: Heiko Becker

Zurückgekehrt zu seinen Wurzeln ist Christian Steinmetz im Sommer. Denn seit Juli schnürt der gebürtige Gaurettersheimer nun wieder die Fußballstiefel für seinen Heimatverein, den SV Bütthard. Allerdings gibt er nicht nur auf dem Spielfeld das Kommando, sondern auch auf dem Trainingsplatz und leitet zusammen mit Peter Deißenberger die Geschicke bei den Blauweißen. Ein Duo, das sich in den letzten Jahren bewährt hat.

Sie kennen und schätzen sich. Christian Steinmetz und Peter Deißenberger. Steinmetz bezeichnet den ehemaligen Fußballprofi sogar als guten Freund. Eine Freundschaft, die die beiden nun auch im Aktivenbereich wieder zusammengeführt hat. Deißenberger hatte bereits im Vorjahr als Übungsleiter die erste Mannschaft übernommen, nachdem er zuvor die U 19-Junioren trainiert hatte, zusammen mit Steinmetz. Der hingegen blieb bei den Junioren, kickte selbst noch aktiv in der Bayernliga beim Würzburger FV – als absoluter Leistungsträger – und folgte Deißenberger nun im Sommer in den Aktivenbereich.

Doch was bewegt einen 26-Jährigen bereits in jungen Jahren zu seinem Heimatverein zurückzukehren, obwohl er weiterhin die Möglichkeit gehabt hätte, weitere Jahre in der Bayernliga auf hohem Niveau zu spielen. Denn die Würzburger ließen den Innenverteidiger nur ungern ziehen. Auch für Steinmetz war es eine schwere Entscheidung. „Den Ausschlag gaben die vergangenen sehr erfolgreichen beiden Jahre mit der U 19. Den Weg mit den Jungs wollte ich unbedingt weitergehen“, führt Steinmetz aus. Der Aufwand sei zudem immens gewesen mit zwei Einheiten der U 19, weiteren dreien beim WFV und jeweils einem Spiel. Damit war die Woche mit Fußball ausgeplant, so der gebürtige Gaurettersheimer, der bereits im zarten Alter von dreizehn Jahren nach Giebelstadt wechselte und später weiter an die Mainaustraße.

Als Spielertrainer lasse sich sowohl das Spieler-, als auch Trainerdasein nun deutlich besser vereinbaren. Dabei spiele das Alter dann auch keine Rolle, zumal Steinmetz, der im vergangenen Jahr seine B-Lizenz erwarb, bereits zwei Jahre mit einem Teil der Spieler gearbeitet hatte. Eingewöhnungszeit war daher kaum nötig. Auch mit den anderen Spielern – mit einigen ist er befreundet, mit anderen hat er früher selbst gekickt – gebe es keinerlei Probleme.

„Sie respektieren mich als Trainer und Führungsspieler. Sie nehmen an, was ich sage, und stehen mir sehr loyal gegenüber. Sie schätzen zudem meine Erfahrung“, sagt Steinmetz.

Trotz aller bisherigen Erfahrungen musste der 26-Jährige jedoch erst lernen, auf dem Feld als Leistungsträger und Übungsleiter zu agieren. Denn das verlange einem schon einiges ab. „Wenn ich nicht voll konzentriert bin, bin ich als Trainer schnell der schlechteste Mann auf dem Platz. Das ist nicht immer einfach, beides zu koordinieren“, meint Steinmetz nach seinen ersten Partien als Spielertrainer. Doch seine neue Mannschaft hat es ihm bisher sehr leicht gemacht. Bis auf das torlose Unentschieden am vergangenen Sonntag gegen Mainsondheim gewannen die Büttharder, die als Topfavorit auf den Meistertitel in der Kreisklasse 2 gelten, sowohl das Ligaauftaktspiel gegen Gelchsheim als auch alle vier Pokalpartien.

Dabei konnten die Blauweißen besonders gegen mitspielende Gegner wie in der Vorwoche gegen Reichenberg ihr großes Potenzial zeigen und siegten mit 4:1 gegen den Kreisligisten und Deißenbergers Ex-Verein. In der Liga hingegen musste der SVB nun zweimal gegen tiefstehende Gegner ran und hatte damit seine liebe Mühe und Not. Dennoch ist der spielende Übungsleiter zufrieden: „Was die Jungs bisher anbieten, ist gut. Natürlich müssen wir noch daran arbeiten, Lösungen zu finden, aber die Mannschaft ist jung und bisher absolut im Soll.“ Das Soll soll sich auch gegen Sickershausen nicht ändern. Zwar werden die Kicker aus dem Kitzinger Stadtteil voraussichtlich offensiver agieren als Mainsondheim und Gelchsheim, eine schwere Aufgabe werde es aber trotzdem. Dabei hofft der 26-Jährige aufgrund des Samstagsspieltags auf mehr Zuschauer. Denn die möchte die junge Büttharder Mannschaft in dieser Saison begeistern. Und das am besten so oft wie möglich.

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