Bayern Kitzingen - TG Höchberg (Samstag, 16 Uhr).

Irgendwann muss es funktionieren. Irgendwann wird ein Heimspiel von Bayern Kitzingen (6./18) enden und die Spieler ihre Hände erleichtert in den Himmel heben oder sie sich glückselig zu Boden fallen lassen. Es wird passieren - bestenfalls schon morgen gegen die TG Höchberg (11./12).
Dass es in den vorherigen fünf Versuchen am Bleichwasen noch nicht zum ersten Heimsieg reichte, ist recht kompliziert. Der Einfachheit halber eine Heimschwäche andichten zu wollen, wäre der Sache nicht gerecht. Sicherlich hatte zuletzt auch der Spielplan ein Wörtchen mitzureden, dass es auswärts besser als zu Hause lief.
Die zuletzt besiegten Oberhaid, Augsfeld und Unterspiesheim sind per se weniger stark einzuschätzen als Rimpar oder Erlenbach, denen sich die Bayern auf eigenem Platz stellen mussten.
Bei allem Rätseln über den bislang fehlenden Heimsieg muss ebenso festgehalten werden, dass die Mannschaft des Trainerduos Wolfgang Schneider und Thorsten Götzelmann bislang über allen Erwartungen spielt. Die Hälfte ihrer Partien konnten die Bayern gewinnen, nur ein Fünftel ging daneben - passt doch.
"Obwohl wir vom einen oder anderen Konkurrenten als solcher gehandelt wurden, sagen wir definitiv, dass wir alles andere als ein Titelkandidat sind", wehrt sich Götzelmann gegen die zu hohen Erwartungen, die sich aus dem Nichts über der Mannschaft aufgetürmt hatten.
Mehr erwartet hatten wohl auch die Gäste bislang. Doch nach großen personellen Problemen hatte Höchberg nach acht Spielen nur einen Sieg auf dem Konto. In den letzten Wochen scheint sich die Turngemeinde mit der Rückkehr zahlreicher Leistungsträger aber zu stabilisieren. Ihr 2:1 in Karlburg und das folgende 1:0 zu Hause gegen die FT Schweinfurt belegen es. Das Dauerduell gegen die Freien Turner - in 25 Jahren trafen beide zum 21. Mal am Waldsportplatz aufeinander - entschieden die "Kracken" durch ein Tor in letzter Minute von Jeffrey Karl für sich.
Kitzingen und Höchberg trafen zuletzt in der Landesliga vor anderthalb Jahren aufeinander. Auch wenn diese Saison aus Sicht der Gastgeber nicht erfolgreich endete, behielten sie gegen die Turngemeinde mit 1:0 die Oberhand. Gleiches war vor sieben Jahren der Fall. Damals siegten die Bayern mit 3:1. Der Bleichwasen ist nicht unbedingt ein gutes Pflaster für die Gäste - nicht die schlechteste Voraussetzung für den ersten Heimsieg.
Der zuletzt fehlende Stefan Güntner sowie die anfangs nur auf der Bank verweilenden Simon Pauly und Stefan Schöderlein dürften erneut Kandidaten für die Anfangsformation sein.