LEICHTATHLETIK: UNTERFRANKEN-MEISTERSCHAFT

Hendrik Gühlens Dreifach-Triumph

Nach 20 Jahren ist die TG Kitzingen wieder Gastgeberin für Unterfrankens Leichtathletik-Elite. Im Sickergrund glänzen auch die Lokalmatadoren mit sieben Titeln.
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Die Kitzinger Frauenstaffel siegte in der Besetzung Sophie Gühlen, Maresa Klingert, Larah Staudt, Michelle Kemmer. Foto: Foto: Hans Will
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Zwei Jahrzehnte hatte es keine unterfränkische Leichtathletikmeisterschaft mehr in Kitzingen gegeben. Jetzt schwang sich die Leichtathletik-Abteilung der Turngemeinde Kitzingen (TGK) mit Andreas Lapp an der Spitze auf, am vergangenen Wochenende die Titelkämpfe im Sickergrund auszurichten. Die Arbeit hat sich gelohnt: Trotz großer Hitze ging der Wettkampf reibungslos über die Bühne – und einige Titel und Medaillen fielen für die Gastgeber auch noch ab.

Hendrik Gühlen überzeugte gleich mit drei Titeln. Der 17-Jährige siegte auf den Sprintstrecken der U20 über 100 und 200 Meter und erfüllte mit 22,49 Sekunden über 200 Meter die Qualifikationsnorm für die deutsche Meisterschaft. Zur Freude der Kitzinger Trainerin Christine Henneberger gelang dies auch Tim Wermuth über 100 Meter bei den U18-Jungs. Seine Zeit: 11,11 Sekunden. Und im Finale rannte er – bei etwas zu viel Rückenwind – sogar 10,98 Sekunden.

Auch über 200 Meter machte Wermuth ein gutes Rennen, musste aber Michael Gabel (LG Landkreis Aschaffenburg) den Vortritt lassen. Gühlen und Wermuth sicherten sich zusammen mit Tim Härtel und Frederik Metzger den Unterfranken-Titel als 4x100-Meter-Staffel der U20. Über 100 Meter kam Metzger als Zweiter nach Gühlen ins Ziel.

Flinke Frauen-Staffel

Die Frauen-Staffel der TGK mit So-phie Gühlen, Maresa Klingert, Larah Staudt und Michelle Kemmer war im heimischen Stadion nicht zu schlagen. Sie qualifizierte sich mit 50,42 Sekunden für die bayerische Meisterschaft. Maresa Klingert und Michelle Kemmer belegten die Plätze drei und vier. Da Luisa Moser im Hochsprung und Dreisprung der Frauen fast allein auf weiter Flur war, tat sie sich leicht, die beiden Disziplinen zu gewinnen. Florian Düll hatte zuvor drei Wochen keine Sprünge trainieren können, er hielt aber angeschlagen durch und sicherte sich im Dreisprung der Männer den Titel.

Medaillen gingen auch an die Kitzinger Lara Wermuth als Zweite über 100 Meter der W14 in 13,13 Sekunden, Alexander Rank als Dritter über 400 Meter der Männer sowie Melanie Stöcklein als Zweite und Annelise John als Dritte im Speerwurf der U18. Nils Dienesch, Viktoria Feldhäuser und Maximilian Böhm schrammten knapp an den begehrten Medaillen vorbei.

Unter den rund 250 Teilnehmern an zwei Tagen war die TG Kitzingen mit 14 Jugendlichen und jungen Erwachsenen vertreten und in Johannes Helmer nur ein weiterer Leichtathlet aus dem Landkreis Kitzingen dabei. Der Großlangheimer erreichte bei den M15-Jungen im Kugelstoßen mit persönlicher Bestleistung von 11,73 Meter den zweiten Platz und wurde auch im Speerwurf Zweiter. Im Weitsprung und Diskuswurf belegte er den dritten Platz, im 100-Meter-Lauf kam er auf Rang fünf. Bereits eine Woche zuvor war Helmer in Schweinfurt unterfränkischer Meister im Blockwettkampf Wurf (100 Meter, 80 Meter Hürden, Weitsprung, Kugelstoßen, Diskuswurf) mit 2283 Punkten geworden.

Vom TSV Eibelstadt war eine fünfköpfige Delegation am Start. Mit zwei zweiten und acht dritten Plätzen gab sie den Betreuern viel Grund zum Jubeln, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Für Lena Geißler (W15) zeigte sich sowohl im Speerwerfen als auch im Diskuswerfen ein Silberstreif am Horizont – sie wurde jeweils Zweite. Dazu gelang ihr ein dritter Rang im Kugelstoßen. Bronze erreichten auch Jonathan Mark (M15) im Speerwurf und Kugelstoßen, Angelika Hofmann (U20) über 100 Meter, 200 Meter und im Weitsprung sowie Matthias Hofmann (U18) über 100 Meter und 200 Meter.

Herausragend aus Eibelstädter Sicht: die Qualifikationszeiten für die bayerischen Meisterschaften über die 100 Meter von Matthias Hofmann (11,40) und Jonathan Mark (12,76); über 200 Meter qualifizierte sich Hofmann in 22,98 Sekunden gar für die deutsche Meisterschaft. Bereits über 400 Meter hatte der Eibelstadter unlängst auf Anhieb die Qualifikationsnorm für die deutschen Titelkämpfe geschafft.

Die Urkunden verlieh bei den Siegerehrungen TGK-Vorsitzender Stephan Christmann. Etliche ehemalige Leichtathleten stellten sich unter den rund hundert Helfern in den Dienst der Abteilung. Auch Ehrenvorsitzender Anton Baum tat bei großer Hitze Dienst an der Weitsprunggrube. „Die Bedingungen waren gut für Leichtathleten, und die Sprinter lieben die Sonne“, sagte Christine Henneberger über die Sommerhitze. Den Sprintern kam zugute, dass sie ihre Rennen zumeist mit leichtem Rückenwind absolvierten.

 
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