FUSSBALL: LANDESLIGA NORD

Hassan Rmeithi hört beim FC Geesdorf auf

Nach acht Jahren verlässt Trainer Hassan Rmeithi zum Saisonende den FC Geesdorf. Darauf hat sich der 33-Jährige mit Verantwortlichen des Vereins verständigt.
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Hassan Rmeithi Foto: Foto: Hans Will

Nach acht Jahren verlässt Trainer Hassan Rmeithi zum Saisonende den Landesliga-Aufsteiger FC Geesdorf. Darauf hat sich der 33-Jährige vor kurzem mit den Verantwortlichen des Vereins verständigt. Seit 2011 ist er für die erste Mannschaft verantwortlich, stieg mit ihr in dieser Zeit von der Kreisliga bis in die Landesliga auf. Zweimal belegte Geesdorf den zweiten Platz in der Kreisliga, im zweiten Anlauf gelang der Sprung in die Bezirksliga über die Relegation. Auch in der höheren Liga belegte die Mannschaft aus dem Wiesentheider Ortsteil stets einen der vorderen Plätze, bis sie im letzten Jahr dort souverän die Meisterschaft gewann. Auch in anderen Wettbewerben feierten Geesdorf und Rmeithi gemeinsam Erfolge, gewannen 2013 und 2014 zweimal hintereinander auf Kreisebene den Schweinfurter Toto-Pokal und nahmen in drei aufeinanderfolgenden Jahren zwischen 2015 und 2017 an den unterfränkischen Hallen-Bezirksmannschaften teil.

Acht Jahre Zusammenarbeit

Nach der laufenden Saison – Geesdorf steht zur Winterpause in der Landesliga auf Platz acht – endet nun die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Seiten. „Ich habe mich entschieden, dass ich im Sommer in Geesdorf aufhöre“, gab Rmeithi der Redaktion dieser Zeitung am Sonntag am Telefon bekannt. Die Entscheidung sei bewusst zu einem derart frühen Zeitpunkt gefallen, „damit beide Seiten genug Zeit haben, sich neu zu orientieren“. Für ihn stehe fest, dass er in der nächsten Saison eine neue Aufgabe übernehmen möchte. „Es soll keine Pause geben. Ich bin voll im Saft und würde mir gerne das eine oder andere Angebot anhören“, erklärte Rmeithi.

Dass eine solche Entscheidung Rmeithis einmal zu erwarten war, anderseits aber überraschend kam, räumte Geesdorfs Sportleiter Leo Weiglein ein: „Irgendwann war uns schon klar, dass dieser Tag kommen wird. Aber wir waren natürlich nicht darauf vorbereitet.“ Die Suche nach einem neuen Trainer möchte er in aller Ruhe angehen, Anfragen seien willkommen, doch der Verein werde nur innerhalb seiner Möglichkeiten handeln: „Wir werden auch diesmal unseren Weg nicht verlassen“, erklärt Weiglein. So könne er sich durchaus vorstellen, dass der Verein einem jungen Trainer die Chance gebe, sich zu beweisen, wie damals dem 25-jährigen Rmeithi.

Weiterer personeller Aderlass?

Dass mancher Spieler, der durch Rmeithis Vermittlung nach Geesdorf gekommen ist, nun ebenfalls überlegen könnte, ob er bleibe, schließt Weiglein nicht aus: „Einen personellen Aderlass befürchte ich nicht. Wir werden jetzt mit allen Spielern darüber sprechen.“

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