FUßBALL: RELEGATION

Gülchsheim nimmt die erste Hürde

Die Mannen von Tobias Schmidt schicken Güntersleben in die Kreisklasse und sich ins Aufstiegs-Endspiel gegen die SG Oberpleichfeld/Dipbach/Prosselsheim.
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Menschliche Anzeigetafel: Zwei Gülchsheimer (Christian Gebhardt, links und Andreas Eisenmann) halten den Günterslebener Johannes Weth in Schach. Der Kreisklassist siegte 2:1. Foto: Foto: Alexander Rausch

Relegation zur Kreisliga

TSV Güntersleben – SpVgg Gülchsheim 1:2 (1:0)

Genüsslich nahm Andreas Eisenmann einen Schluck aus der Pulle. Er hatte es sich verdient, ebenso wie seine Kollegen, die freudestrahlend um ihn herumstanden. Sie feierten das Weiterkommen in die nächste Relegationsrunde. Auch Trainer Tobias Schmidt ballte erleichtert die Fäuste. Denn im – vor allem vor der Pause – ungleichen Duell gegen den TSV Güntersleben hatten die Gülchsheimer den Kreisligisten nach dem Seitenwechsel verdient niedergerungen.

„Wir wussten, dass wir konditionell stark sind. Das hat sie in der ganzen Spielzeit gezeigt. Viele Spiele haben wir erst in der Schlussphase auf unsere Seite gezogen. Heute wieder“, frohlockte der Übungsleiter über die Leistungssteigerung seiner Schützlinge im zweiten Durchgang. Die war allerdings auch bitter nötig. Denn bis zum Pausenpfiff war von den roten Teufeln nahezu nichts zu sehen. Güntersleben ließ Ball und Gegner laufen, setzte früh durch Wolfgang Stütz das erste Ausrufezeichen, als das Leder im linken Knick einschlug, und hatte die Partie fest im Griff.

Wieder Stütz und der zuvor auflegende Manuel Amthor hätten den Vorsprung weiter ausbauen können, scheiterten aber am starken Benedikt Valentin. Bei Johannes Weths Lattenkopfball wäre er jedoch machtlos gewesen. Den Abpraller setzte Amthor über den Balken. Auch Schmidt wusste: „Vor der Pause können sie uns den Knock-Out geben.“ Erst Harald Schmidts Großchance kurz vor dem Seitenwechsel, die Daniel Preuss stark parierte, brachte die Hoffnung zurück.

Danach hätten die Seinen gewusst, dass sie eine Chance hätten. Und die bekamen sie tatsächlich. Während Güntersleben im zweiten Durchgang mit Ausnahme von Weths Kopfball unerwartet blass blieb, dominierte plötzlich der Außenseiter. Schon Harald Schmidt, Andreas Eisenmann per Freistoßhammer oder Kevin Völker aus wenigen Metern hätten den Ausgleich besorgen müssen. Nun kamen die offensiven Qualitäten zum Tragen, die die roten Teufel zum verdienten Vizemeister machten.

Aber erst der aus 15 Metern völlig frei zum Abschluss kommende Maximilian Wolff belohnte den mutigen Auftritt des Kreisklassisten. Als der taumelnde TSV noch nach einer Antwort suchte, setzte Adrian Kömm konternd noch einen drauf. Einmal mehr hatten die roten Teufel ihre Comeback-Qualitäten bewiesen und damit dem Kreisligisten den Zahn gezogen. Zu befürchten hatten sie in den verbleibenden Minuten nichts mehr. „Ich bin froh, dass wir die erste schwere Hürde genommen haben“, war Schmidt erleichtert, wohl wissend, dass mit Oberpleichfeld/Dipbach/Prosselsheim eine noch höhere wartet. Doch mit der beschäftigen sich Trainer und Übungsleiter erst am Montag. Zu gut schmeckte das Siegerbier nach dem verdienten Einzug in die nächste Runde.

Güntersleben: Preuss – Götz, Bausenwein, Drösler, Kuhn – Hofer, Albero, Scheblein, Amthor – Weth, Stütz. Eingewechselt: Stieber, Lukas, Römeis.

Gülchsheim: Valentin – Schenk, Hofmann, Eisenmann, Betz – Wassermann, Hirsch – Engert, Wolff, Schmidt – Völker; Eingewechselt: Gebhardt, Kömm, Wagner.

Schiedsrichter: Arslan (Wiesenfeld-Halsbach).

Zuschauer: 620 (in Randersacker).

Tore: 1:0 Wolfgang Stütz (9.), 1:1 Maximilian Wolff (79.), 1:2 Adrian Kömm (83.).

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