FUSSBALL: A-KLASSE 4 SCHWEINFURT

Golombek gibt den Mann fürs Grobe

Nach seinem persönlichen Schritt zurück will Markus Golombek mit der SG Klein-/Großlangheim einen Schritt nach vorn machen. Was treibt ihn an in der A-Klasse?
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Markus Golombek ist nach der Rückkehr zu seinem Heimatklub bereit zum großen Wurf. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Diese Runde soll vieles anders werden bei der Fußball-Spielgemeinschaft zwischen dem VfL Kleinlangheim und dem Nachbarn FC Großlangheim. Dafür hat die SG Klein-/Großlangheim einen Mann zurückgewonnen, der dort nicht nur als Spielertrainer, sondern auch als Hoffnungsträger gilt. Markus Golombek kehrt nach vier Jahren beim TSV Abtswind zurück in die Heimat und hat Großes vor. „Das Ziel ist klar: Wir wollen nach oben“, sagt der 26-Jährige ohne Umschweife vor dem ersten Spiel in der A-Klasse gegen die Reserve des FC Fahr.

Gemeinsam mit dem im September kurzfristig eingesprungenen Thomas Bergner ist er für die Mannschaft zuständig, eine Aufgabe, auf die Markus Golombek „so richtig Bock hat“, wie er selbst sagt. Für den Kleinlangheimer ist es eine Herausforderung, bei seinem Heimatverein in der Verantwortung zu stehen. Die Rückkehr stand schon seit Längerem im Raum. Gespräche und Kontakt zu den Verantwortlichen habe es in den letzten zwei Jahren immer wieder gegeben. „Es hieß, ob ich nicht wieder kommen wolle. Man wolle dort etwas starten“, sagt er. „Zuletzt habe ich mich dann mehr oder weniger selbst angeboten.“

Die aktuelle Spielklasse, in der die SG antritt, könne und solle sportlich auf Dauer nicht die Heimat sein für die Spielgemeinschaft. „Wir haben so tolle, ja nahezu perfekte Bedingungen – sowohl in Klein-, als auch in Großlangheim. Die A-Klasse, das können wir nicht so stehen lassen. Ich habe mir gesagt, ich gehe wieder nach Kleinlangheim und hole sie da raus“, verkündet Golombek selbstbewusst.

Zudem sei es für ihn an der Zeit, nach vier Jahren bei der Reserve des in die Bayernliga aufgestiegenen TSV Abtswind einen neuen Reiz zu setzen. Dort habe er es mit der zweiten Garde viermal verpasst, die Bezirksliga zu erreichen. „Es war ein Rauf und Runter. Es war nie einfach, mal Konstanz reinzubringen“, spricht er über die Zeit beim TSV. Die Erfahrung, die Golombek dort sammeln durfte, will er keinesfalls missen – auch wenn es dort für ihn nicht für die erste Mannschaft gereicht hat.

Davon geträumt habe er, als er einst dort anfing, gibt er zu. Doch der Traum war bald geplatzt. „Landesliga oder Kreisliga, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich habe es selbst eingesehen: Wenn die anderen besser sind und dir die Technik, die Voraussetzungen aus der Jugend, fehlen, dann ist das schwierig.“ Nur wenige Male gehörte er zum Kader der Ersten, was ihn gar nicht so sehr störte.

Im vergangenen Jahr in Abtswind übertrug ihm das Trainerduo Robert Brenner/Patrick Gnebner mehr Verantwortung, dazu trainierte er dort die U9-Junioren, was ihm riesig Spaß bereitete. „Wenn du ihnen was zeigst im Training und sie setzen das um, dann ist das wie ein Lottogewinn.“ Dadurch sei sein Interesse am Trainer-Job noch mehr gewachsen, gibt Golombek zu.

Beim Heimatverein gilt er als Hoffnungsträger, das weiß er und so sieht er sich auch. Heilfroh ist Golombek, dass manch anderer auch wieder dazustieß, wie etwa Lukas Grebner. Der Großlangheimer spielte zuletzt einige Jahre in Wiesentheid. „Ein super Spieler und ein Gewinn für uns.“ Dazu hat sich Torwart Alexander Baum bereit erklärt, nach einer Pause wieder einzusteigen. Auch Moritz Braun, der zuletzt beruflich viel unterwegs war, ist wieder dabei.

„Wir wollen die Truppe zusammenhalten, mehr über das Team kommen“, sagt Golombek über ein Ziel, das er sich gemeinsam mit Thomas Bergner gesteckt habe. Die beiden sprechen sich ab, ergänzen sich. Golombek soll als lauf- und kampfstarker Rackerer den Laden innen am Laufen halten, Trainerfuchs Bergner regelt es draußen an der Linie, so die Idee.

Gleich der Start in die Runde soll gelingen, zu Hause in Kleinlangheim gegen Fahr II. Da wird wohl auch der eine oder andere neugierige Zuschauer kommen, wie Golombek hofft, um den neuen Schwung der SG zu begutachten. In der Liga schätzt er vor allem den TSV Geiselwind als starken Konkurrenten. Ob er noch einmal mit seinen beiden älteren Brüdern Gregor und Lukas gemeinsam in einer Elf stehen wird?

Die Zwillinge waren selbst sehr gute Kicker, die auch höherklassig spielten. Das glaube er eher nicht, sagt Markus als der Jüngste dieser Drei. Die beiden seien selten in Kleinlangheim und haben ihren Lebensmittelpunkt woanders. Aber auch ohne sie soll es für die SG nun zum Sprung in die Kreisklasse reichen.

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