FUSSBALL: LANDESLIGA

Geesdorfs Held mit vier Treffern in einer Halbzeit

FC Geesdorf hat am Samstagnachmittag beim 4:0-Erfolg die Coburger Veste gestürmt. Warum sich Stürmer Vincent Held derzeit wie im Märchen vorkommen muss.
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Vier Treffer in einer Halbzeit bei Geesdorfs 4:0-Erfolg in Coburg: Vincent Held. Will Foto: Foto: Hans

Fußball

Landesliga Nord-West FC Coburg – FC Geesdorf 0:4 (0:4)

Fußball-Landesligist FC Geesdorf hat am Samstagnachmittag die Coburger Veste gestürmt und ist durch den 4:0-Auswärtssieg vorübergehend an die Tabellenspitze gesprungen. Vincent Held gelang bereits im ersten Durchgang ein Quattrick, also vier Treffer hintereinander.

Der 20-jährige Jungstürmer dürfte sich derzeit wie im Märchen vorkommen – oder einem nicht endenden Traum. Was Held auch tut, es gelingt ihm. Acht Saisontore haben die Geesdorfer in den drei bisherigen Saisonspielen erzielt, alle acht Treffer gehen auf das Konto von Held. Ein wahrer Held. In der vergangenen Saison hat der Angreifer noch in der Kreisliga für den SSV Kitzingen gespielt. Held ist das Gesicht des Geesdorfer Sahnestarts.

Doch Spielertrainer Jannik Feidel hebt noch einen anderen Mannschaftsteil hervor: die Defensive. „Die Grundlage für die sieben Punkte ist die Abwehr. Sie ist unser Spielöffner. Wir stehen kompakt und haben erst zwei Gegentreffer bekommen.“ In Coburg sei der Matchplan sofort aufgegangen. Bereits in der zweiten Minute nutzte Held ein Missverständnis der Hausherren zur Blitzführung. Kurz darauf landete ein Diagonalball auf Höhe der Grundlinie beim FC-Stürmer. Er lief diese entlang und spitzelte den Ball aus einem ganz scharfen Winkel in Richtung des Gebälks. Und das Leder sprang tatsächlich vom Pfosten in den Kasten – 0:2 (4.).

In der Folge legten die Coburger erwartungsgemäß der Vorwärtsgang ein. „Doch wir haben weiter versucht, sie früh anzulaufen und zu Aufbaufehlern zu zwingen“, betonte Feidel. Ein solcher war auch dem dritten Geesdorfer Treffer nach einer knappen halben Stunde vorausgegangen. Nur zehn Minuten später erhöhte Held sogar auf 4:0 für die selbstbewussten Gäste.

„Wenn uns vier Treffer in einer Halbzeit gelingen, hätten dies prinzipiell auch die Coburger schaffen können“, erzählte Feidel seine Pausengedanken. Doch allein schon die äußeren Umstände ließen einen solchen Gegenangriff sehr unwahrscheinlich bis unmöglich werden: Brühwarm war es auf der FC-Sportanlage. Die Heimelf kam zwar zu ihren Möglichkeiten. Aber einen Treffer ließen die Geesdorfer nicht zu. „Es war eine anstrengende Woche“, sagte Feidel abschließend, „jetzt können wir mal ein oder zwei Tage die Füße hochlegen.“

Geesdorf: Holzmann – Konrad, Kober (49. Rößner), Simon Weiglein, Fischer (73. Beuerlein), Staudt, Held, Mbala (71. Fuß), Lehrmann, Jannik Feidel, Fabio Feidel. Schiedsrichter: Wagner (Kirchehrenbach). Zuschauer: 120. Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4 Held (4., 6., 29., 38.).

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