FUSSBALL: LANDESLIGA NORDWEST

Geesdorf schließt Experimente aus

Für das Duell gegen Mitaufsteiger Aufkirchen verzichtet Geesdorfs Trainer Hassan Rmeithi auf eine Videoanalyse. Er hat damit zuletzt schlechte Erfahrungen gemacht.
Artikel drucken Artikel einbetten

Von einer „kleinen Ergebniskrise“ spricht Trainer Hassan Rmeithi angesichts von zuletzt vier sieglosen Spielen seines FC Geesdorf. Zwei Unentschieden zu Hause, zwei Niederlagen auswärts, dies alles, „obwohl wir nicht schlecht gespielt haben und in allen Spielen mehr drin gewesen wäre“. Ganz anders sieht die Situation beim Gegner dieses Sonntags aus. Der Mitaufsteiger Aufkirchen, dem nach vielen Jahren auf den vorderen Rängen der Bezirksliga in der Relegation gegen Stätzling und Gersthofen der Sprung in die höhere Liga gelungen ist, hatte seine ersten elf Landesligaspiele nicht gewonnen, blieb in den vergangenen drei Spielen aber ungeschlagen.

Die Mittelfranken siegten in Röllbach, wo Geesdorf zuletzt verlor, und spielten gegen Lengfeld und Feuchtwangen unentschieden. Inzwischen hat sich ihr Rückstand zum Tabellenvorletzten auf fünf Zähler verringert. Aufkirchen, Ortsteil Gerolfingens, ist der zweitkleinste Ort in der Landesliga nach Geesdorf, dem kleinsten. Der Gegner sei zwar Letzter, aber „kein so schlechtes Schlusslicht“, wie Rmeithi sagt. Und: „Sie haben sich irgendwie gefangen oder gar etwas umgestellt, sonst hätten sie diese Steigerung in den letzten Spielen nicht hinbekommen.“ Dennoch soll am Sonntag mit einem Heimsieg nicht nur die eigene Serie, sondern auch die des Gegners reißen.

„Die Jungs wissen, was sie zu tun haben. Wir lassen uns auf keine Experimente ein, sondern wollen unser gewohntes Spiel durchbringen“, sagt Rmeithi und setzt auf das, „was uns in den letzten Jahren stark gemacht hat“. Auch Videos zum Gegner, wie vor dem Spiel in Röllbach, werde er diesmal „überhaupt keins“ anschauen. Beim letzten Mal hatte er aus solchem Anschauungsmaterial falsche Schlüsse gezogen. Die Hinrunde, die mit diesem Spiel endet, bewertet der Trainer als überaus erfolgreich. Mit 21 Punkten stehe seine Mannschaft als Siebter ordentlich da. „Natürlich ärgert sich der eine oder andere über zuletzt verlorene Punkte“, räumt er ein. Doch auf die Stimmung schlage die jüngste Phase der Erfolglosigkeit nicht durch.

Damit das so bleibt und sich Geesdorf nicht über weitere Punktverluste grämen muss, empfiehlt Rmeithi ein einfaches Mittel: „Wir möchten diese drei Punkte natürlich in Geesdorf behalten und werden auf Sieg spielen.“ Zwar ist noch ungewiss, ob Fabio Feidel und Fazdel Tahir mitspielen können. Dafür aber wird vermutlich Carmine De Biasi zur Verfügung stehen, so dass sich Rmeithi sicher ist, wieder eine schlagkräftige Formation aufzubieten.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.