KEGELN: REGIONALLIGA MÄNNER

Frischer Wind bei Germania Marktbreit

Im Vorjahr waren sie nur knapp dem Abstieg entronnen. Nun soll alles anders werden. Eine Frau als Trainerin und der Sohn eines Spielers mischen auch mit.
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In leicht veränderter Aufstellung wollen die Kegler von Germania Marktbreit etwas stressfreier den Klassenerhalt in der Regionalliga Oberfranken/Unterfranken sichern. Den Kader bilden (hinten von links) Yannick Haaf, Roland Knieling, Alfred Schramm, Christian Rüth, Ernst-Karl Haaf und Eberhard Knöchel sowie (vorne von links) Frank Wille und Markus Lohmüller. Foto: Foto: Hartmut Hess

Die erste Männer-Mannschaft des Sportkeglerclubs Germania Marktbreit hat zwar in der beginnenden Runde ein weitgehend unverändertes Gesicht, weil gegenüber der Saison 2015/16 nur ein neuer Spieler hinzukam. Trotzdem hat sich einiges geändert, was sich positiv niederschlagen und dazu beitragen soll, dass die Germanen nicht wieder bis zum letzten Schub um den Klassenerhalt in der Regionalliga Oberfranken/Unterfranken zittern müssen.

Während Jürgen Geringer und Wilfried Sperber nicht mehr im Kader der Männer I stehen, mischt mit Yannick Haaf jetzt ein talentierter Nachwuchsmann als Regionalliga-Novize mit. „Wenn der Vater mit dem Sohne . . .“. Dieses Sprichwort erfüllen jetzt der gerade 16 Jahre alt gewordene Schüler mit seinem Vater Ernst-Karl Haaf. Wie der Volksmund sagt, fällt der Apfel nicht weit vom Stamm, was bei den Haafs absolut zutrifft. Ernst-Karl Haaf ist in der Regionalliga eine Klasse für sich. Sein Spielvermögen ist dadurch bewiesen, dass er von 2009 bis 2012 drei Spielzeiten im Trikot des Bundesligisten Karlstadt bestritten hatte. Für Haaf junior war es das erklärte Ziel, irgendwann mit seinem Vater in einer Mannschaft stehen zu dürfen. Ernst-Karl Haaf weiß um die Qualitäten seines Filius.

„Yannick ist auf dem besten Weg dahin, in der Klasse mithalten zu können“, attestiert der Vater seinem Sprößling, der es in der B-Jugend schon zum unterfränkischen Einzel-Vizemeister gebracht und in der Mannschaft höherklassig Erfahrung gesammelt hatte. „Yannick ist ein kompletter Spieler, der relativ wenig Fehler macht“, sagt „Charly“ Haaf über seinen Sohnemann. Natürlich achtet der Vater genau darauf, wie sich Yannick entwickelt, aber eines möchte der Vater nicht haben: neben dem Sohn auf den Bahnen zu stehen. „Denn dann wäre ich abgelenkt und könnte mich nicht auf mein Spiel konzentrieren“, sagt Ernst-Karl Haaf über ein mögliches Szenario.

Yannick Haaf stößt zu den erfahrenen Spielern wie seinem Vater, Eberhard Knöchel, Christian Rüth, Roland Knieling, Frank Will und Mannschaftsführer Markus Lohmüller. Gemeldet ist auch Alfred Schramm, der aber wegen einer Hüftverletzung wohl nicht zum Einsatz kommen wird. Dass Yannick Haaf jetzt im Kader steht, passt zur zweiten Neuerung im personellen Bereich, dass die Germanen jetzt mit Theresa Tiedemann jetzt erstmals eine Trainerin haben. Die 32-Jährige spielt selbst Regionalliga in Marktbreit, besitzt schon den B-Trainerschein und ist dabei, den A-Schein zu erwerben, womit sie für höchste Trainer-Weihen befähigt sein wird.

In der Vorbereitung auf die Saison hat Markus Lohmüller gespürt, was die Trainerin bewirkt, „sie hat uns technisch nach vorne gebracht“, findet der Mannschaftsführer.

In der neuen Konstellation hoffen die Germanen auf eine weniger brenzlige Saison als die von 2015/16. Denn als Aufsteiger hatten sich die Marktbreiter die ganze Runde über nicht aus dem Abstiegsstrudel befreien können und entgingen als Vorletzter nur knapp dem sofortigen Wiederabstieg. Woran es lag, dass die Runde mehr schlecht als recht über die Bühne ging, bedurfte keiner großen Analyse. Denn die Marktbreiter waren auswärts gerne gesehen Gäste, da sie in der Fremde völlig leer ausgingen und allen Heimmannschaften die Punkte überließen.

„Wir wollen diese Runde den Klassenerhalt so bald als möglich sicherstellen“, erklärt Markus Lohmüller die Zielsetzung. Einen ersten Schritt will er mit seinem Kollegen heute tun, wenn sie ab 15 Uhr die oberfränkischen Gäste des TSV Lahm empfangen. Dann wird interessant sein, zu sehen, wie sich Yannick Haaf bei seiner Premiere schlägt und in welcher Form sich die Arbeit von Theresa Tiedemann bereits auszahlt.

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