FUßBALL: A-KLASSE WÜRZBURG 2

Frickenhausens frühe Form

Vier Siege in vier Spielen sind die beeindruckende Bilanz der Hemmerich-Schützlinge. Gegen einen ehemaligen Landesligisten müssen sie ihren Spitzenplatz verteidigen.
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Allen Grund zum Lachen hat Frickenhausens Spielertrainer Philipp Hemmerich. Foto: Foto: Alexander Rausch

Besser hätten die ersten Saisonwochen für die Fußballer des TSV Frickenhausen kaum laufen können. Die eigene Weste ist noch immer weiß. Diese Bilanz ist logischerweise gleichbedeutend mit dem „Platz an der Sonne“, an dem sich die Grün-Weißen durchaus wohlfühlen und an dem sie sicherlich auch am Rundenende gerne stehen würden

Mehr wäre in der abgelaufenen Spielzeit möglich gewesen. Als Neuling spielten die Frickenhäuser und hinterließen einen bleibenden Eindruck, nur der Durchmarsch von der B- in die Kreisklasse blieb ihnen letztlich verwehrt. Denn die Weinort-Kicker verloren das entscheidende Duell um Platz zwei in Gaukönigshofen knapp mit 0:1. „Das hing den Jungs schon einige Zeit nach“, merkte Hemmerich die Enttäuschung.

Aber nicht zulange. Ganz im Gegenteil: Es gab stattdessen einen Motivationsschub, es in der anstehenden Runde besser zu machen. „Unser Anspruch ist schon, um die ersten beiden Plätze zu spielen. Die Qualität dazu haben wir auf jeden Fall“, ist der spielende Übungsleiter überzeugt. Denn nicht nur er, auch Nils Kemmer oder Johannes Hofmann kickten bereits höherklassig.

Im Sommer stießen Florian Sieber von der SG Seinsheim/Nenzenheim hinzu und Hemmerichs Cousin Lukas Hofmann. Dazu arrivierte Kräfte wie Philipp Meintzinger, Tobias Rebhan oder Bastian Henkelmann, die feste Größen im mittlerweile gewachsenen Frickenhäuser Gerüst sind. „Wir sind eine Einheit. Viele sind untereinander befreundet, gehen miteinander weg. Mit den Neuzugängen ist unser Kader noch ausgeglichener“, findet der 28-Jährige, den seine Truppe bereits zum Vorbereitungsbeginn beeindruckte.

Denn anstatt sich auf die faule Haut zu legen, arbeiteten einige ihre konditionellen Defizite in der Sommerpause auf und starteten bereits fit in die ersten Trainingswochen. „Wir ziehen alle an einem Strang. Die Jungs haben sehr viel investiert“, lobt Hemmerich. Gezeigt haben sie dies nicht nur im Pokal, als sie Kreisligist Bayern Kitzingen aus dem Wettbewerb warfen, sondern auch in den ersten Ligapartien. Erst einmal musste TSV-Schlussmann Simon Scheller hinter sich greifen – in Unterzahl beim Ochsenfurter FV. Dreimal stand die Null. Dabei war die Defensive in der vergangenen Saison noch eine der Frickenhäuser Schwachstellen. „Wir sind deutlich stabiler, auch weil sich unsere Formation nur noch selten ändert. Sie machen einen tollen Job“, lobt der Spielertrainer, der letzte Runde regelmäßig positionsfremd aufstellen musste.

Aber nicht nur im hinteren Bereich zeigt sich bisher eine deutliche Steigerung. Auch offensiv sind die Grün-Weißen mit 21 Treffern momentan das Maß aller Dinge. Bereits neun Spieler trugen sich schon in die Schützenliste ein. „Wir sind eingespielter, die Rädchen greifen besser ineinander“, so Hemmerich, der mit den bisherigen Auftritten auch in spielerischer Hinsicht zufrieden war. Nur die zweite Halbzeit im jüngsten Duell gegen Tückelhausen/Hohestadt sei schwach gewesen und ein Rückfall in alte Zeiten. Das nötige Quäntchen Glück brachte letztlich den Sieg. Aber auch das ist bekanntlich nötig, um am Ende ganz vorne zu stehen. Ein Erfolg gegen die unangenehm zu spielenden Kirchheimer wäre der nächste, kleine Schritt zum großen Ziel.

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