Frauenfussball-Bayernliga

Frickenhausen setzt auf Angriff

Frickenhausen hängt die Heimniederlage gegen Moosburg nach. Für das Gastspiel in München wählt Trainer Haubenthal nun eine Taktik, die er selbst als „nicht ganz clever“ bezeichnet.
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Fußball

Auf dem Informationsbogen der Frickenhäuser Frauen steht als Meistertipp schwarz auf weiß zu lesen: FC Stern München. Demzufolge reist der Aufsteiger am Sonntag zu seinem eigenen Favoriten. „Diese Einschätzung stammt nicht von mir“, stellt Gernot Haubenthal klar. Für ihn gebe es in der Bayernliga keinen eigentlichen Favoriten. Nach den ersten beiden Spieltagen dürfe man aber offensichtlich Greuther Fürth nicht unterschätzen. „Die haben sechs Punkte, Moosburg aber auch. Da will ich aber kein Wort darüber verlieren“, kartet Frickenhausens Trainer der unnötigen Heimniederlage des vergangenen Spieltages schließlich doch noch ein wenig nach.

Er gerät ins Grübeln und sucht Fehler für die Niederlage auch bei sich. „Vielleicht habe ich zu spät gewechselt oder umgestellt. Du wartest jede Minute auf ein Tor von uns, aber es fällt nicht“, erklärt Haubenthal nachträglich seinen Grund dafür, dass er nur einmal (nach einer guten Stunde Lisa Uhl für die ausgepowerte Anna Thomann) gewechselt hat.

Für den Auftritt in München bleibt der Übungsleiter bei seiner bekannten Marschroute: „Angriff ist die beste Verteidigung!“ Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt kennt er genauso wenig wie die meisten anderen. Er will, dass seine Schützlinge ihr Spiel machen, völlig unabhängig davon, wer als Kontrahent auf der anderen Seite steht. Ist das nicht leichtsinnig? „Ganz clever ist es nicht, ich denke aber, in dieser Liga noch machbar.“

Personell hat sich nichts verändert. Wie vor einer Woche fehlen die Urlauberinnen Kim Kißler und Sandra Winkler. Unter der Woche seien einige Spielerinnen krank gewesen, mittlerweile aber wieder „soweit fit“. Gernot Haubenthal ist sich noch nicht ganz schlüssig, ob er dieselbe Anfangsformation aufs Feld schicken wird. Eines weiß er aber: „Ich werde frühzeitiger wechseln, wenn es sein müsste. Wir wollen das Spiel machen und die sechs Punkte holen!“ Sechs Punkte? „Ja. Die drei, die wir gegen Moosburg verloren haben!“ In der Tabelle wird es für den Sieger zwar nur die üblichen drei geben, in Gedanken hängt Moosburg aber immer noch nach . . .

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