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HALLENFUßBALL

Frickenhausen scheitert von sechs Metern

Ganz knapp am selbst gesteckten Ziel „Platz drei“ schrammten die Bayernliga-Kickerinnen vorbei. Es hätte aber leicht übertroffen werden können.
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Hallen-Bezirksturnier, Frauen, Frickenhausen, Karsbach
Ein torloses Unentschieden gab es im Vorrundenspiel zwischen Karsbach (Camilla Fischer, rotes Trikot) und Frickenhausen (Anja Schreck, grün). Foto: Foto: HMB Media / Volker Danzer

Als am Ende Viertplatzierte reisten die Bayernliga-Fußballerinnen des TSV Frickenhausen von den unterfränkischen Hallenmeisterschaften in Karlstadt nach Hause. Es war zwar nicht der ganz große Wurf gewesen, doch immerhin konnten die auf dem Feld abstiegsbedrohten Frauen aus dem Weinort auf einige Ansätze zurückblicken, die Mut machen dürften.

„Etwas Glück hat gefehlt“, erklärte TSV-Spielerin Tabea Rauschenberger, die während der nach Futsalregeln ausgetragenen Meisterschaft das Coaching ihres Teams übernommen hatte, weil Spielertrainerin Sabine Müller verhindert war. Unglücklich war das Ausscheiden im Halbfinale gewesen. Da hatte es nach zehn Minuten gegen den SV Veitshöchheim 0:0 gestanden, doch der Landesligist sich schließlich im Sechs-Meter-Schießen durchgesetzt, weil er sich im Gegensatz zu Frickenhausen keinen Fehlschuss leistete. Im Spiel um Platz drei war den TSV-Spielerinnen die Enttäuschung über die Halbfinal-Niederlage anzumerken, wogegen die Kontrahentinnen vom Kreisligisten SV Alemannia Haibach motivierter zu Werke schritten und nach einem 1:0-Sieg am Ende auf dem Bronzerang landeten. Das Gruppenspiel hatte Frickenhausen noch mit 1:0 gewonnen.

„Wir wollten ein gutes Turnier spielen und uns Selbstvertrauen holen“, erklärte Tabea Rauschenberger. Zumindest zu Beginn des Turniers hatten die Frickenhäusenerinnen ihr Ziel verwirklichen können. Ohne Niederlage gewannen sie die Vorrunden-Gruppe A, bevor sie im Halbfinale unglücklich scheiterten.

Nach dem Endspiel indes jubelten die Favoritinnen. Mit 1:0 siegten da die Bayernliga-Fußballerinnen des SC Würzburg, nachdem sie in der letzten und entscheidenden Partie des Turniers gegen den Landesligisten SV Veitshöchheim die Oberhand behalten hatten. Mit diesem Erfolg lösten die Würzburgerinnen das Ticket zur bayerischen Meisterschaft, die am Samstag, 16. Februar, im niederbayerischen Dingolfing stattfindet.

Das Finale war eine enge Angelegenheit gewesen. Nachdem der spielstarke Bayernligist in der Anfangsphase einige Möglichkeiten nicht genutzt hatte, wurde Veitshöchheim frecher und frecher, attackierte schon in der gegnerischen Hälfte und war bei zwei guten Chancen der Führung nahe. Dagegen nutzten die Würzburgerinnen die Risikobereitschaft ihrer Gegnerinnen kühl aus und erzielten 90 Sekunden vor Schluss bei einem Konter durch Franziska Thomas das goldene Tor der Partie. Und das just in einer Phase, als Veitshöchheim dem Sieg nahe zu sein schien.

„Es war nicht leicht. Niederklassige Mannschaften sind gegen einen Bayernligisten immer besonders motiviert. Und zehn Minuten Spielzeit sind auch sehr kurz, wenn man ein Spiel entscheiden will“, fasste SC-Trainer Gernot Haubenthal erleichtert zusammen. Gleichwohl wertete er den Turniersieg als verdient, auch wenn er dem Finalgegner SV Veitshöchheim eine starke Leistung attestierte.

Dessen Trainer Jürgen Walter ärgerte sich über das für sein Team unglückliche Ende des Finales und auch darüber, dass beim entscheidenden Würzburger Konter nicht jede seiner Spielerinnen ein konsequentes Rückzugsverhalten an den Tag gelegt hatte. „Wir waren einmal nicht bei der Sache“, fasste Walter nach einem Turnier zusammen, das gleichwohl für sein Team zufriedenstellend verlaufen war. Und dass er in der Endphase mit Risiko agieren ließ, bereute der erfahrene Übungsleiter auch nicht: „Wir verstecken uns nicht, wir wollen Spiele gewinnen“, betonte er.

Insgesamt litt das Turnier unter einer recht geringen Anzahl an Toren. In 180 Minuten Spielzeit fielen lediglich 24 Treffer aus dem Feld. Ein Grund mag die von Gernot Haubenthal angeführte kurze Spielzeit sein, ein weiterer, dass sich gerade unterklassige Mannschaften beim Hallenfußball nach Futsalregeln mit dem Toreschießen schwer tun.

Die Statistik des Turniers

Vorrunde, Gruppe 1

TSV Frickenhausen – FFC Bastheim-Burgwallbach 2:1 SV Alemannia Haibach – FC Karsbach 2:0 TSV Frickenhausen – SV Alemannia Haibach 1:0 FC Karsbach – FFC Bastheim-Burgwallbach 0:0 FFC Bastheim-Burgwallbach – SV Alemannia Haibach 1:3 FC Karsbach – TSV Frickenhausen 0:0

1. TSV Frickenhausen 3:1 7 2. SV Alemannia Haibach 5:2 6 3. FC Karsbach 0:2 2 4. FFC Bastheim-Burgwallbach 2:5 1
Vorrunde, Gruppe 2

SC Würzburg – SV Veitshöchheim 1:0 TSV Lengfeld – FC Schweinfurt 05 0:1 SC Würzburg – TSV Lengfeld 1:0 FC Schweinfurt 05 – SV Veitshöchheim 0:1 SV Veitshöchheim – TSV Lengfeld 1:0 FC Schweinfurt 05 – SC Würzburg 0:0

1. SC Würzburg 2:0 7 2. SV Veitshöchheim 2:1 6 3. FC Schweinfurt 05 1:1 4 4. TSV Lengfeld 0:3 0
Halbfinale

Frickenhausen – SV Veitshöchheim 1:3 n. 6-m-Schießen SC Würzburg – Alemannia Haibach 2:0
Um Platz 7

TSV Lengfeld – FFC Bastheim-Burgwallbach 0:2
Um Platz 5

FC Karsbach – FC Schweinfurt 05 2:1
Um Platz 3

TSV Frickenhausen – SV Alemannia Haibach 0:1
Finale

SV Veitshöchheim – SC Würzburg 0:1

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