FUSSBALL: BAYERNLIGA FRAUEN

Frickenhausen kämpft mit der Frische

Sturmwarnung in Frickenhausen: Vor dem Heimauftritt am Sonntag ist die Mannschaft mehr mit sich selbst beschäftigt als mit dem Gegner. Das könnte ein Fehler sein.
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Die zuletzt verhinderte Abwehrchefin Sabine Müller (re.) soll Frickenhausengegen stürmische Saaldorferinnen helfen. Foto: Foto: Alexander Rausch

Schwere Zeiten in Frickenhausen: Fast eine gesamte Elf hat Trainer Christian Golden vor einer Woche ersetzen müssen – und doch hat es beim FC Stern München zur Erleuchtung und zum ersten Saisonsieg gereicht. Das 2:1 nach deprimierenden Erlebnissen zuvor gegen Forstern und Hof beruhigte die Lage beim Bayernligisten ein wenig. Doch es bleibt ungewiss, wer die kommenden Wochen fit genug sein wird, um die Jagd nach weiteren Punkten aufzunehmen.

Zumindest die gegen München beruflich verhinderten Romina Kuffner und Sabine Müller dürften an diesem Sonntag im Heimspiel gegen den SV Saaldorf wieder dabei sein. Bei anderen ist das längst nicht sicher, weil sie verletzt sind wie Pauline Großer und Sarah Schmidt oder anderweitig verhindert sind wie Simone Barthel, die als Lehrerin in Obernburg eingesetzt ist, Karen Ettinger, die zuletzt mitten im Examen steckte, oder Magdalena Dick, die als Studentin erst eintreffen wird. Immer wieder muss der Trainer umstellen, da auch Spielerinnen wie Anja Schreck, Candida Schwarz oder Anna Thormann noch angeschlagen sind.

Ein Auftritt wie der gegen Saaldorf kommt da zu ungelegener Zeit in der Saison. „Ein wahnsinnig schwieriger Gegner“, sagt Frickenhausens Trainer über das Team aus dem Berchtesgadener Land, das erst zwei Partien absolviert und beide gewonnen hat. Nicht nur angesichts der dabei erzielten 7:1 Tore warnt Golden vor „drei starken Spitzen“ der Saaldorferinnen. Mit ih-rer stürmischen Attitüde machten sie es jedem Gegner schwer. „Sie spielen viele lange Bälle und hoffen, dass mal einer durchrutscht.“ Verschätze sich eine Verteidigerin, sei es oft schon zu spät. „Ein Glücksspiel“, wie Golden sagt.

Schon vergangene Saison hatte Frickenhausens Coach die Gelegenheit, den Gegner neunzig Minuten zu studieren. Das 2:1 damals war sein erster Sieg als TSV-Trainer, nachdem er vier Woche vorher die Nachfolge Gernot Haubenthals angetreten hatte. Doch hatte das Ergebnis zwei Spieltage vor Saisonschluss nur begrenzte Aussagekraft. Für die Gäste wird es im mehr als 400 Kilometer entfernten Weinort Frickenhausen darum gehen, den auf der Homepage zelebrierten „Traumstart“ in die Saison noch ein wenig zu verlängern.

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