FUSSBALL: BAYERNLIGA FRAUEN

Frickenhausen fehlt fast eine ganze Elf

Mit einer langen Ausfallliste kämpft Frickenhausen vor der Fahrt nach Hof. Aber nicht nur die heikle Personallage beschäftigt Trainer Golden in diesen Tagen.
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Auf dem Sprung zurück in den zunehmend limitierten Frickenhäuser Kader: Kim Kißler (rechts). Foto: Foto: Alexander Rausch

Der Fußball ist ein bisschen wie das Wetter: kaum planbar, unberechenbar. Das bekommt in diesen Tagen der Frauen-Bayernligist TSV Frickenhausen zu spüren. Zu Beginn dieser Woche war die Lage noch heiter bis wolkig. „Wir sind bei neunzig Prozent“, sagte Trainer Christian Golden. Doch nun sind ein paar Wolken aufgezogen, und die Situation ist diffus geworden.

Für das Spiel an diesem Samstag beim FFC Hof fehlt Golden fast eine ganze Elf. Auf einer am Donnerstagmorgen veröffentlichten Ausfallliste stehen Namen wie Sarah Schmidt, Magdalena Dick, Lena Wacker, Amy Lyons, Pia Lupper, Bianca Rumpel oder Isa Reddersen, die laut Golden „sicher“ nicht auf dem Spielberichtsbogen der Begegnung in Hof stehen werden.

Hinzu kommen Anna Thormann, Fabienne Väth, Katharina Other und Tabea Rauschenberger, hinter die der Trainer zumindest ein Fragezeichen gesetzt hat. Er hofft, dass wenigstens aus diesem Quartett die eine oder andere zur Verfügung stehen wird. Aber er weiß, dass er sich kaum groß den Kopf zerbrechen müsse über die Aufstellung. „Die Mannschaft stellt sich von selbst auf.“ Während Lyons und Schmidt diese Runde vermutlich gar nicht mehr spielen können – die eine von Berufs wegen, die andere, weil sie verletzt ist –, kehren Kim Kißler und Lysanne Väth wohl in den Kader zurück. Wenigstens ein kleiner Trost für Golden.

Der Trainer weiß, dass er an der Lage nichts ändern kann, genau wie er das Wetter nicht beeinflussen kann. Aber die Probleme dieser Tage wären aus seiner Sicht zum Teil vermeidbar, würde der Verband die Termine überdenken und anpassen. Die Saison in der Frauen-Bayernliga startet Anfang September und dauert bis Mitte November. Warum, fragt Golden, nicht schon einen Monat früher beginnen und die Klubs in eine längere Winterpause schicken? „Unglücklich“ ist für Golden diese Terminansetzung – vorsichtig gesagt.

Die Partie in Hof, der Kältekammer Bayerns, war bis zum frühen Freitagabend nicht abgesagt – sie wird wohl auf dem Kunstrasenplatz des Vereins ausgetragen. Für Frickenhausen ist es das dritte Spiel gegen einen der Spitzenklubs der Liga nach dem 2:0-Sieg gegen Weinberg II und dem jüngsten 1:4 in Forstern. Trainer Golden plagt vor der Reise nach Oberfranken eine weitere Unwägbarkeit: „Ich weiß, wie die Hoferinnen spielen, aber ich weiß nicht, wo sie leistungsmäßig stehen.“ Am Samstag kurz nach sechs wird er zumindest in dieser Hinsicht schlauer sein.

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