Marktbreit
Fußball Bezirksliga West

FG Marktbreit-Martinsheim braucht Erfolg

Marktbreits Trainer Tobias Jäger ist zufrieden mit der Vorrunde - seine Mannschaft habe sich entwickelt und könne schwierige Aufgaben auch auf spielerische Art lösen. Rückschläge wie zuletzt gehören aber auch dazu.
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Schnell unterwegs: Christian Volkamer von der FG Marktbreit-Martinsheim treibt einen Angriff voran. Gegen Margetshöchheim soll das wieder klappen.  Foto: Sterzbach
Schnell unterwegs: Christian Volkamer von der FG Marktbreit-Martinsheim treibt einen Angriff voran. Gegen Margetshöchheim soll das wieder klappen. Foto: Sterzbach

FG Marktbreit-Martinsheim - SG Margetshöchheim (3:2; Sonntag, 14 Uhr).


Es hat nicht sollen sein. Am letzten Spieltag der Vorrunde zog die FG Marktbreit-Martinsheim (9./28) zu Hause gegen Elsava Elsenfeld mit 0:1 den Kürzeren.
Dass den Gastgebern nach einer Halbzeit des Anrennens auch noch in der letzten Minute ein Tor nicht anerkannt wurde, erregte die Gemüter. Für Spielertrainer Tobias Jäger hätte der Ausgleich schon wesentlich früher fallen müssen: "Aus dem Spiel heraus haben wir es allerdings nicht geschafft, ein Tor zu erzielen. Das ist das einzige, was wir uns ankreiden müssen. Ein Punkt wäre großartig gewesen, nachdem wir in der zweiten Halbzeit wesentlich mehr investiert hatten."
Geschätzte 70 Prozent an Ballbesitz stellte der seit heute 32-Jährige fest. "Es ist schade, dass wir nach zwei vorherigen Siegen keine Serie starten konnten", hätte Jäger gerne mit einem weiteren Dreier die Vorrunde beendet und die bisherige Ausbeute über die 30-Punkte-Marke gehoben. Zwei Drittel der rein rechnerisch zum sicheren Klassenerhalt benötigten Punkte würden dann auf der Habenseite stehen. "Jetzt geht es am Sonntag um die nächsten drei Punkte", blickt Marktbreits Spielertrainer mit Zuversicht voraus. Denn bereits im Hinspiel bewiesen es sich die Gastgeber selbst, dass sie gegen die SG Margetshöchheim (8./29) trotz deren höherklassiger Vergangenheit nicht chancenlos sind. Mit 3:2 gewannen sie am ersten Spieltag in "Marokko". Das von Matthias Kantenwein trainierte Team war am letzten Wochenende spielfrei und befindet sich nach zuvor vier Niederlagen in einem Tief. Zuletzt zogen sie bei den in Marktbreit siegreichen Elsenfeldern mit 1:2 den Kürzeren. "Dort hätten wir nie und nimmer verlieren dürfen", sagt Kantenwein.
Auch im ersten Duell mit der FGM sei vieles unglücklich gelaufen, erinnert sich der 36-Jährige, und führt dabei einen Platzverweis sowie einen verschossenen Elfmeter an. "Wir spielten nicht gut und wollen daher in Marktbreit einiges wiedergutmachen. Ich hoffe, dass wir unsere Rechnung dort begleichen können." Während sich Kantenwein ein besseres Abschneiden erwartet hatte und in der Rückrunde "einen Neustart" möchte, ist Jäger mit der Vorrunde durchaus zufrieden: "Vor der Saison wollten wir eine Veränderung im Spielsystem. Zudem hatten wir nicht so viele Neuzugänge, dass wir einen breiteren Kader aufbauen konnten. Wir beschränkten uns auf den Kader, der schon in der letzten Saison zur Verfügung gestanden war, und verstärkten ihn punktuell."
Inzwischen könne die Mannschaft nicht mehr nur durch ihren Einsatz den Erfolg erkämpfen, sondern sich auch auf eine spielerische Art ihre Punkte verdienen. "Nachdem wir auch mit den Teams aus dem oberen Tabellendrittel, die qualitativ einen höheren und dichteren Kader besitzen als wir, mithalten konnten, dürfen wir sehr zufrieden mit unserer geleisteten Arbeit sein", stellt Jäger erfreut fest.
Ein tragendes Element im stabilen FGM-Haus sei, dass selbst aus den hohen und somit schmerzlichen Niederlagen Lehren gezogen wurden. "Ich bin mit unserer Entwicklung zufrieden, wobei es bei jedem Spieler noch weiteres Potenzial zu sehen gibt. Dazu gehören aber auch die Rückschläge wie am letzten Sonntag dazu. Entscheidend ist, dass wir aus jedem Spiel etwas für die Zukunft mitnehmen", erklärt Jäger.
Sein nächstes Ziel sei es, dass sich die Leistungen, Ergebnisse und die Platzierung in den nächsten Wochen noch mehr festigen. Denn in den letzten Wochen wechselten sich Siege und Niederlagen oft im wöchentlichen Rhythmus ab - ein Unentschieden gab es dagegen erst einmal in dieser Saison. Als Trainer sei es ebenso seine Aufgabe, Bäume daran zu hindern, in den Himmel wachsen zu wollen: "Wir dürfen nicht zu schnell zu viel wollen, denn schließlich spielen wir erst das zweite Jahr in der Bezirksliga. Für den Verein ist das an sich schon eine tolle Sache."
Deshalb lauten die Vorgaben, die Liga zu bestätigen und weiterhin daran zu arbeiten, dass sich die FG um den Fortbestand in dieser Klasse keine Sorgen machen muss. "Bei allem Weiteren müssen wir abwarten, was die Zukunft mit sich bringt", schließt Jäger mit sportlichem Ehrgeiz auch ein wenig Mehr freilich nie aus.
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