TISCHTENNIS: BAYERNLIGA MÄNNER

Etwashausen wird entzaubert

Der Gegner im Gipfeltreffen erweist sich beim 3:9 als zu mächtig. Bad Königshofen kreuzt mit einem Team auf, das sich in der Spielklasse geirrt zu haben scheint.
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Bayernliga Nord Männer
 
TV Etwashausen – TSV Bad Königshofen II 3:9  
TTC Tiefenlauter – TV Altdorf 9:1  
TSV Ansbach II – TV Erlangen 4:9  
SV-DJK Eggolsheim – DJK SpVgg Effeltrich II 9:2  
 
1. (2.) TSV Bad Königshofen II 4 4 0 0 36 : 9 8 : 0  
2. (1.) TV Etwashausen 5 4 0 1 39 : 20 8 : 2  
3. (3.) TTC Tiefenlauter 3 3 0 0 27 : 14 6 : 0  
4. (5.) TV Erlangen 3 2 0 1 19 : 20 4 : 2  
5. (4.) TTC Rugendorf 4 1 1 2 31 : 27 3 : 5  
6. (10.) SV-DJK Eggolsheim 4 1 0 3 21 : 29 2 : 6  
7. (6.) TV Altdorf 4 1 0 3 17 : 29 2 : 6  
8. (7.) TSV Eintracht Eschau 2 0 1 1 10 : 17 1 : 3  
9. (8.) TSV Ansbach II 2 0 0 2 6 : 18 0 : 4  
10. (9.) DJK SpVgg Effeltrich II 3 0 0 3 4 : 27 0 : 6  

Die Kräfteverhältnisse in der Bayernliga sind seit Samstagabend zunächst geklärt: Bad Königshofen ist mit seiner zweiten Mannschaft nicht nur auf dieser Ebene erstklassig, sondern könnte genauso gut zwei Klassen höher Erfolg haben. Zu dieser Einschätzung gelangte Etwashausens Kapitän Christoph Sasse nach dem gut dreieinhalbstündigen Auftritt gegen den Konkurrenten, der unter diesen Umständen als erster Anwärter auf den Titel gelten muss.

Hier trat eine Mannschaft an die Platten, die in dieser Aufstellung und Form noch ganz anderen Probleme bereiten dürfte – jenseits der Bayernliga. Sasse sah vor allem auf den Positionen eins bis drei eine Dominanz, der die Etwashäuser nicht gewachsen waren. Die Königshöfer Troika Filip Zeljko, Christoph Schüller und Marcin Miszewski finde man auf der Liste der 100 besten Tischtennisspieler des Landes. Sie gehörten eigentlich in die zweite Liga. Zeljko habe neulich die Nummer 13 der Welt geschlagen. Da gewinnt der Auftritt des Etwashäuser Spitzenspielers Kamil Michalik gegen Zeljko noch an Bedeutung. Denn Michalik lieferte dem Kroaten laut Sasse ein unglaubliches Spiel und unterlag erst nach harten Kampf und in vier Sätzen.

Siegchancen sah der TVE-Kapitän auf den hinteren Positionen, obwohl auch das „keine Pflichtpunkte“ seien. Anders als Felix Günzel, der glatt in drei Sätzen siegte, gelang es Jens Jung und vor allem Radu Botos nicht, ihre Nerven zu zähmen. Botos gewann im vierten Satz zwar 16:14, verlor aber den fünften klar. Nach diesen beiden Niederlagen war klar, dass gegen den Gast wider Erwarten nichts zu holen sein würde. „Wir waren der krasse Außenseiter. Da muss schon alles zu hundert Prozent laufen, um gegen so einen Gegner was zu holen“, sagte Sasse.

Die gut achtzig Zuschauer in der Kitzinger Florian-Geyer-Halle sahen hier vermutlich den Meister dieser Saison. Für Sasse ist es noch zu früh, die Ansprüche der Etwashäuser nach unten zu schrauben und von Platz eins als Ziel abzurücken. Er gab sich am Tag nach der für ihn etwas zu deutlichen Niederlage schon wieder angriffs- und kampfeslustig. „In der Rückrunde kann es ganz anders aussehen.“

Die Statistik des Spiels

TV Etwashausen – Bad Königshoffen II 3:9 (15:31 Sätze)

Michalik/Jung – Miszewski/Cordero 3:2

(4:11, 11:7, 7:11, 11:5, 11:7)

Herbert/Günzel – Zeljko/Schüller 3:2

(13:11, 6:11, 6:11, 11:9, 11:7)

Sasse/Botos – Schwarz/Sick 0:3

(7:11, 3:11, 11:13)

Kamil Michalik – Schüller 1:3

(11:8, 7:11, 8:11, 9:11)

Bastian Herbert – Zeljko 0:3

(2:11, 3:11, 13:15)

Felix Günzel – Cordero 3:0

(11:7, 11:8, 11:3)

Christoph Sasse – Miszewski 0:3

(8:11, 6:11, 9:11)

Jens Jung – Schwarz 1:3

(11:9, 6:11, 10:12, 11:13)

Radu Botos – Bauer 2:3

(11:5, 7:11, 8:11, 16:14, 4:11)

Kamil Michalik – Zeljko 1:3

(5:11, 10:12, 14:12, 10:12)

Bastian Herbert – Schüller 0:3

(5:11, 4:11, 7:11)

Felix Günzel – Miszewski 1:3

(11:13, 5:11, 11:9, 8:11)

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