FAUSTBALL

Es ist Gold! Fahles famoser EM-Triumph

Der junge Segnitzer nimmt mit Deutschlands U21 Revanche gegen Österreich und sichert sich den Titel. Auch Fahles Vereinskameradin Svenja Schröder darf sich freuen.
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Florian Fahle vom TV Segnitz freut sich über seine Goldmedaille bei der Europameisterschaft. Foto: Foto: Hess

Erfolg auf ganzer Linie für die Faustball-Nationalmannschaften der Frauen und U21-Männer bei den Europameisterschaften im tschechische Lazne Bohdanec: Beiden Teams war am Ende der Titel sicher. Dabei durften sich auch hiesige Faustballer eine Goldmedaille umhängen lassen. Bei den Jungs der U21 standen Florian Fahle (TV Segnitz) und Johann Habenstein (TV Oberndorf) im Gold-Team. Bei den Frauen spielte die für den TV Segnitz aufschlagende Svenja Schröder eine führende Rolle in der Siegermannschaft.

Florian Fahle hatte bereits Ähnliches erlebt, als er im Jahr 2016 Weltmeister mit der U18-Nationalmannschaft geworden war. Jetzt in Tschechien sann die deutsche U21, betreut von Bundestrainer Hartmut Maus und Co-Trainer Roland Schubert, auf Revanche für die Vorjahres-Finalniederlage gegen Österreich. Die Deutschen starteten in der Vorrunde mit dem 3:1 über die erstarkten Schweizer. Mit ebenfalls 3:1-Sätzen bezwangen die Jungs mit dem Bundesadler auch die Österreicher, wobei Florian Fahle zum Einsatz kam. Er brachte auf der linken Abwehrposition eine solide Leistung und trug zum Finaleinzug bei.

Dass er im Finale dann keine Spielzeit bekam, störte Florian Fahle nach eigenen Worten nicht groß. „Mir war es wichtig, für diese EM berufen zu werden, und wenn man Erfolg haben will, zählt nur die Mannschaft“, sagte der Segnitzer, der am Mittwoch seinen 20. Geburtstag feiern durfte und damit in Tschechien vorzeitig beschenkt wurde.

Johann Habenstein aus dem Schweinfurter Vorort Oberndorf hatte in Jugendzeiten mit Fahle zusammen beim TV Segnitz gespielt und war dort unter Christian Lauck spieltechnisch gereift. Der 21-Jährige war ebenfalls schon 2016 U18-Weltmeister und besetzte in Tschechien in allen Begegnungen die rechte Abwehrposition. Mit dem EM-Gold hat er jetzt alle wichtigen Titel im Jugend- und im Junioren-Bereich gewonnen.

Im Finale gegen Österreich bot die schwarz-rot-goldene Auswahl von Beginn an eine famose Vorstellung. Die Marschroute von Hartmut Maus, den seit längerer Zeit verletzten Kapitän Rouven Kadgien vom VfL Kellinghusen trotzdem bei der EM aufzubieten, zahlte sich aus. Kadgien bewies seine Führungsqualitäten als Kapitän und führte seine Jungs zu einem haushohen Finalsieg.

Bei den Satzergebnissen 11:7, 11:3, 11:7 ließ Deutschland den Österreichern nicht den Hauch einer Chance, und der Bundestrainer zeigte sich beeindruckt von der überaus sattelfesten Defensive. Hartmut Maus attestierte seinem Team enormes Potenzial und tollen Teamgeist. Er ist seit 17 Jahren Bundestrainer, und 17 Mal hat er seine Jungs in ein EM-Finale geführt: 14 Titel sprangen dabei heraus.

„Wenn man Erfolg haben will, zählt nur die Mannschaft.“
Florian Fahle, der im Endspiel auf der Bank saß

Mit 3:1 zeigten auch die deutschen Damen den Österreicherinnen die Grenzen auf. Damit darf sich die im Sommer zum TV Segnitz gewechselte Svenja Schröder jetzt Welt- und Europameisterin nennen. Die aus Nürnberg-Eibach stammende Schlagfrau ist eine feste Größe in der Auswahl von Bundestrainerin Silke Eber. Die 21-jährige Schröder hat die Segnitzer Frauen zur Endrunde der deutschen Meisterschaft gebracht – da könnte ein weiteres Erfolgserlebnis für sie dazukommen.

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