HANDBALL: BEZIRKSOBERLIGA

Ein munteres Scheibenschießen

Am letzten Spieltag gab es noch einmal ein zuschauerfreundliches Spiel. Im Sickergrund fielen in 60 Minuten 77 Tore mit der HSG Mainfranken als Sieger.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Jahr nach der Vizemeisterschaft als Aufsteiger setzten sich die Michelfelder Handballer die Meisterkrone in der Bezirksoberliga auf. Sie nehmen in der nächsten Saison die Herausforderung Landesliga an. Am Erfolg waren beteiligt (hinten von links): Kai Roth, Max Pürckhauer, Lukas Möslein, Christoph Schardt, Markus Reinhart, Thorsten Holler, Jürgen Dennerlein; (vorne von links): Moritz Unser, Dominic Faustmann, Marcel Ludwig, Lukas Dennerlein, Volker Fries, Maximilian Häckner, Sebastian Holler und Harald Dennerlein. Zur Mannschaft gehören auch Physio Anika Kleinlein, Andreas Wigand, Matthias Meckelein und Janis Bardon. Foto: Foto: Jürgen Sterzbach
Bezirksoberliga Männer

TSV Partenstein – HSG Volkach 34:31
TV Gerolzhofen – SV Michelfeld 22:27
FC Bad Brückenau – TSV Rödelsee 23:27
HSG Mainfranken – SpVgg Giebelstadt 42:35
TV Marktsteft – MHV Schweinfurt 29:28
TSV Lohr II – HSC Bad Neustadt II 33:16

1. (1.) SV Michelfeld 22 20 0 2 619 : 515 40 : 4
2. (2.) TV Marktsteft 22 16 1 5 631 : 539 33 : 11
3. (3.) TSV Rödelsee 22 15 1 6 659 : 586 31 : 13
4. (4.) HSG Mainfranken 22 13 3 6 685 : 621 29 : 15
5. (5.) TSV Lohr II 22 11 3 8 617 : 541 25 : 19
6. (8.) TSV Partenstein 22 9 2 11 605 : 614 20 : 24
7. (6.) FC Bad Brückenau 22 9 2 11 622 : 636 20 : 24
8. (7.) SpVgg Giebelstadt 22 10 0 12 641 : 691 20 : 24
9. (9.) HSC Bad Neustadt II 22 7 3 12 561 : 618 17 : 27
10. (10.) HSG Volkach 22 7 2 13 622 : 659 16 : 28
11. (11.) MHV Schweinfurt 22 5 3 14 617 : 621 13 : 31
12. (12.) TV Gerolzhofen 22 0 0 22 504 : 742 0 : 44

HSG Mainfranken – SpVgg Giebelstadt 42:35 (19:16). Beide Teams lieferten sich im letzten Saisonspiel einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Verteidigungsarbeit hüben wie drüben eine eher untergeordnete Rolle spielte. Offensiv sorgten die beiden Angriffsreihen dagegen für mächtig Wirbel und beste Unterhaltung für die Zuschauer. „Für beide Mannschaften ging es eigentlich um nichts mehr. Das merkte man auch an der Abwehrarbeit,“ erkannte auch Mainfranken-Spieler Dominik Ruschin die klare beidseitige Fokussierung auf den Angriff. Bis auf die Anfangsphase lagen die Gastgeber fast durchgängig in Führung, in der zweiten Halbzeit gar immer mit mindestens drei Treffern Differenz. So sprang am Ende ein ungefährdeter Sieg heraus, mit dem Mainfranken eine laut Ruschin „super Rückrunde“ mit nur einer Niederlage gegen Michelfeld erfolgreich beschloss.

Mainfranken: Eckert 13/4, Motscha 12, Neuweg 8, Ruschin 3, Markert 2, Robert Uhl 2, Kümmel 1, Ochel 1. Giebelstadt: Rhein 10, Schnapp 10/4, Ackermann 6, Mark 4, Kemmer 3, Eberth 1, Manuel Michel 1.

TSV Partenstein – HSG Volkach 34:31 (19:14). Die seit dem letzten Wochenende geretteten Volkacher fanden ordentlich in die Partie und gingen nach acht Minuten mit einem Tor in Führung. Dies sollte allerdings der erste und einzige Vorsprung für die Gäste in der Begegnung bleiben. Zehn Minuten vor der Halbzeit hatte sich Partenstein bereits bis auf vier Treffer Differenz abgesetzt und war dadurch auf die Siegerstraße geraten. „Der Gegner hat eine kurze Schwächephase von uns genutzt, um sich abzusetzen. Den Vorsprung haben sie danach clever verteidigt,“ fasste Volkachs Coach Stefan Knötgen das Geschehen aus seiner Sicht zusammen. Zwar lief die HSG ständig einem Rückstand hinterher, bewies aber Moral und kam in der Endphase tatsächlich noch einmal bis auf ein Tor heran. Letztlich fehlte den Gästen aber die Kraft für ein Happyend.

Partenstein: Völker 13/3, Haberberger 6, Durner 5, Hofmann 3, Daniel Lang 3, Schürr 3, Maximilian Lang 1. Volkach: Baumann 17/7, Seitzer 7, Fertig 4, Fröstl 1, Lutz 1, Müller 1.

TV Gerolzhofen – SV Michelfeld 22:27 (10:15). Mit einem wenig überraschenden Sieg beim Schlusslicht, das die Saison ohne Punktgewinn beenden muss, verabschiedete sich Meister Michelfeld aus der Bezirksoberliga. Dabei tat sich der künftige Landesligist jedoch schwerer als erwartet. Die Hausherren konnten die Begegnung zwar lange offen gestalten, waren der Klasse Michelfelds in den entscheidenden Momenten aber dann doch nicht gewachsen. „Es war ein typisches letztes Spiel, wenn es um nichts mehr geht. Sobald wir etwas konzentrierter gespielt haben, wurde die Sache gleich eindeutiger,“ fand SV-Spielertrainer Maximilian Häckner, der sich nach dem Saisonende nun auf die freie Zeit freut.

Gerolzhofen: Böhm 5, Rieger 5, Brand 3/1, Krapf 3, Hummel 2, Käb 2, Blattner 1/1, Hausmann 1. Michelfeld: Möslein 6/2, Dennerlein 4/1, Faustmann 4/1, Bardon 4, Schardt 4, Holler 2, Pürckhauer 2, Reinhart 1/1.

FC Bad Brückenau – TSV Rödelsee 23:27 (15:14). Mit dem Ziel, Tabellenplatz drei zu verteidigen, ging der personell geschwächte TSV in das Saisonfinale in Bad Brückenau, berichtete Rödelsees Spielertrainer Radovan Suchy. Trotz Halbzeitrückstands erfüllten seine Schützlinge die Mission, weil sie gerade in der Endphase das größere Stehvermögen besaß. Bis dahin wogte die Begegnung hin und her. Rödelsee zog zu Beginn des Spiels mit drei Toren in Führung, hatte aber Schwierigkeiten mit den schnellen Gegenstößen der Heim-Sieben. Im Positionsangriff war der TSV nach Meinung Suchys aber überlegen und konnte sich zudem in Torhüter Thomas Paul in dessen letztem Spiel der Karriere auf einen sicheren Rückhalt im Kasten verlassen.

Bad Brückenau: Tom Schumm 5, Dietrich 5/4, Müller 4, Weiner 3, Heil 2, Nick Schumm 2, Bott 1, Karl 1. Rödelsee: Häckner 6, Burger 5, Reichhard 4, Hammer 3, Strietzel 3, Wandler 3, Suchy 2, Arlt 1

TV Marktsteft – MHV Schweinfurt 29:28 (17:15). Über einen versöhnlichen Saisonabschluss vor heimischer Kulisse nach zuletzt schwächeren Ergebnissen freute sich Marktstefts scheidender Übungsleiter Raimo Wilde. Die zwei Punkte musste sich der Vizemeister allerdings hart erkämpfen. Er hatte zu Beginn Probleme, seinen Rhythmus zu finden und brauchte gegen die bereits als Absteiger feststehenden Schweinfurter zwanzig Minuten, um erstmals in Führung zu gehen. Fortan entwickelte sich ein völlig offenes Spiel mit wechselnden Führungen, bei dem es Marktsteft nach Ansicht Wildes jedoch unnötig spannend machte. „Wir hätten das Spiel eher entscheiden können, haben aber einige vermeintlich einfache Bälle vor dem Tor verworfen.“ Letztlich hatten die Gastgeber aber das glücklichere Ende doch auf ihrer Seite, als Marius Olbrich zweiunddreißig Sekunden vor Schluss den Siegtreffer für Marktsteft erzielte.

Marktsteft: Olbrich 8, Reuthal 7/3, Hetterich 3/1, Bayer 3, Brückner 2, Alex Lang 2, Schmidt 2, Florian Lang 1, Thorwarth 1. Schweinfurt: Fey 6, Landgraf 5/2, Schmitt 4, Zwiazek 4, Bitsch 3, Breun 3, Feuerbacher 2, Körner 1.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.