FUßBALL: BFV-POKAL

Eibelstadts Fußballer wehren sich tapfer

Zufriedenheit auf beiden Seiten: Eibelstadt, weil man ordentlich gespielt hatte. Großbardorf, weil man 7:0 gewonnen hatte.
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Die Eibelstadter mit Ricardo Geffke (links) widersetzten sich dem Bayernligisten TSV Großbardorf – im Bild der zweifache Torschütze Björn Schönwiesner (rechts) – hartnäckig. Foto: Foto: Alexander Rausch

Glanzlos, aber souverän hat der TSV Großbardorf die zweite Runde des bayrischen Toto-Pokals erreicht. Beim Würzburger Kreispokalsieger FC Eibelstadt siegten die Grabfeld-Gallier deutlich mit 7:0. Dennoch zeigten sich am Ende beide Übungsleiter mit den Auftritten ihrer Mannschaften zufrieden.

Als misslungen kann man den Saisonauftakt der beiden Kontrahenten bezeichnen. Während Eibelstadt mit nur einem Punkt aus zwei Spielen nicht richtig aus den Startlöchern kam, war auch beim Bayernligisten zuletzt ziemlich Sand im Getriebe. Nach nur fünf Zählern aus den ersten fünf Begegnungen sorgte erst der klare Erfolg am vergangenen Wochenende gegen Frohnlach für Erleichterung im Großbardorfer Lager. Diesen Schwung wollten die Gäste auch mit in den Pokal nehmen, den TSV-Trainer Dominik Schönhöfer merklich ernst nahm: „Vergangenes Jahr sind wir gegen einen Kreisligisten ausgeschieden. Zudem tut uns aktuell jedes Erfolgserlebnis gut.“

So änderte er seine siegreiche Elf nur auf drei Positionen und gab Ersatztorwart Simon Voll sowie Lennart Seufert und Andre Rieß die Chance, sich im Pokal zu präsentieren. Als Belohnung sah hingegen sein Gegenüber Fabian Gärtner das Duell mit dem Bayernligisten und schickte ebenfalls seine beste Elf ins Rennen. Lediglich Kapitän Thorbjörn Köhne musste urlaubsbedingt passen. Aber auch ohne ihn fanden die Hausherren gut in die Begegnung und stellten den Favoriten vor einige Probleme, der sich von Beginn auf die Suche nach der Lücke in der dicht gestaffelten Eibelstädter Defensive machte. Doch zunächst brachten die Rotweißen immer ein Abwehrbein dazwischen und genehmigten den Gästen in der Anfangsviertelstunde kaum Räume.

Erst nach 17 Minuten musste sich FC-Schlussmann Maximilian Geißendörfer, an diesem Tag Eibelstadts Bester, gegen den durchgebrochenen Björn Schönwiesner erstmals auszeichnen. Kurz darauf war er allerdings machtlos gegen Andre Rieß' Schuss aus acht Metern. Die Heimelf wehrte sich weiter nach Kräften, ging viele Wege und machte Großbardorf das Leben schwer. Doch die Schönhöfer-Elf fand nun immer öfter auch im letzten Drittel den Gegenspieler. Lediglich die eigene Abschlussschwäche und Geißendörfer verhinderten nun einen höheren Rückstand, der sich nach Zangs verwandeltem Elfmeter – Steinruck hatte Schönwiesner gefoult – doch verdoppelte.

„Wir wollten tief stehen, was bis zum zweiten Gegentreffer gut geklappt hat. Danach hat man den Klassenunterschied gesehen“, war Gärtner besonders mit der ersten Hälfte seiner Mannschaft sehr zufrieden. Danach schraubten Björn Schönwiesner und Dominik Zehe das Ergebnis nach feinen Kombinationen bis zur Pause aber in standesgemäße Höhen.

Auch nach der Pause zeichnete sich das gleiche Bild. Großbardorf ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen, um mit einem scharfen Pass die Eibelstädter Abwehr auszuhebeln. Nach dem Doppelpack Shaban Rugovajs und erneut Schönwiesners binnen drei Minuten lag ein Debakel des Kreisligisten in der Luft. Doch die Gärtner-Elf gab sich nie auf, versuchte sich einige Male offensiv, blieb aber ohne Fortune. So stellte der flinke Shaban Rugovaj mit einem platzierten Schuss von der Strafraumkante den Endstand her.

„Eibelstadt hat unglaublich viel investiert und sehr hohe Laufarbeit geleistet. Deshalb bin ich sehr zufrieden“, zollte Schönhöfer dem Gastgeber Respekt ebenso wie seinen Schützlingen, auf die am Samstag im nächsten Frankenderby der Würzburger FV wartet. Der ist ebenfalls so gut gestartet wie der TSV Sulzfeld in der Kreisliga, gegen den die zufriedenen Eibelstädter ihren Negativtrend der letzten Wochen stoppen wollen.

Die Statistik zum Spiel

FC Eibelstadt – TSV Großbardorf 0:7 (0:4)

Eibelstadt: Maximilian Geißendörfer, Dominik Schenk, Maximilian Engisch, Tim Steinruck (46. Fabian Gärtner), Ricardo Geffke, Marcel Woller, Pascal Woller, Michael Merker (66. Felix Herrmann), Johannes König, Jan Brinkmann (25. Philipp Eismann), Edwin Aber.

Großbardorf: Simon Voll, Johannes Kanz, Marcel Hölderle, Maximilian Zang, Dominik Zehe (46. Adrian Reith), Björn Schönwiesner, Markus Kirchner (46. Jean Bosco Makengo), Lennart Seufert, Andre Rieß, Shaban Rugovaj, Tobias Breunig.

Schiedsrichter: Manuel Steigerwald (Gräfendorf). Zuschauer: 180.

Tore: 0:1 Andre Rieß (19.), 0:2 Maximilian Zang (35., Foulelfmeter), 0:3 Björn Schönwiesner (40.), 0:4 Dominik Zehe (45.), 0:5 Shaban Rugovaj (59.), 0:6 Björn Schönwiesner (62.), 0:7 Shaban Rugovaj (85.).

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