FUßBALL: A-KLASSE WÜRZBURG 3

Direkte Duelle entscheiden

Effeldorfs Höhenflug zum Saisonstart folgte ein Absturz in die Abstiegszone. Christoph Maag kennt die Gründe.
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Banger Blick in die Zukunft: Für Kapitän Sebastian Maag und seine Effeldorfer Sportfreunde geht es seit Monaten abwärts. Mittlerweile ist die Mannschaft in der Abstiegszone gelandet. Foto: Foto: Hans Will

Mitte September war die Effeldorfer (Fußball-)Welt noch rosig. Gerade hatten die Kicker aus dem Dettelbacher Ortsteil Aufsteiger Hohenfeld/RW Kitzingen besiegt und standen hinter dem Lokalrivalen VfR Bibergau ungeschlagen auf Rang zwei. Der Start in eine entspannte Saison war gelungen. Mehr aber auch nicht, denn vom anfänglichen Glanz ist nicht mehr viel übrig geblieben. Vielmehr muss die DJK mittlerweile sogar um den Klassenerhalt fürchten.

„Dass wir in den ersten Saisonwochen über unserem Limit spielten und auch etwas Glück hatten, wussten wir“, erinnert sich Effeldorfs zweiter Sportleiter Christoph Maag. Dass es hernach aber so rapide bergab gehen würde, damit hatte auch der 29-Jährige nicht gerechnet. Denn seitdem haben die Schützlinge von Gerhard Bemerl, mit dessen Arbeit die Verantwortlichen dennoch zufrieden sind und vorzeitig verlängerten, nur noch einen mageren Sieg und vier Unentschieden eingefahren. Damit stecken die Jugendkraftler plötzlich mitten im Kampf um den Ligaverbleib und liegen nur noch drei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz.

Die Ursachen für den unerwartet deutlichen Absturz sind für Maag dabei vornehmlich personeller Natur. „Mit dem Derby in Bibergau hat unsere Misere eigentlich begonnen“, blickt der Funktionär zurück. Denn beim Aufwärmen zog sich Spielführer Sebastian Maag einen Innenbandriss zu und fiel bis Jahresende aus. Sein Ausfall war der Auftakt für eine Serie von Verletzungen. Gefühlt hätte sich das Lazarett mehr gefüllt. Die Folge war dann auch, dass die Effeldorfer aufgrund Spielermangels ihre Reserve vom Spielbetrieb zurückziehen musste.

Zwar schlug sich der vormalige Zweite bis auf die 1:6-Klatsche gegen Absteiger Seinsheim/Nenzenheim achtbar, und das spielerische Potenzial blitzte immer wieder auf – nur die Resultate blieben aus. „Der Mannschaft war schon anzumerken, dass sie an Selbstvertrauen verloren hatte. Auch das nötige Quäntchen Glück fehlte“, so Maag. Lediglich der schmeichelhafte Erfolg gegen Neuling Sickershausen II hielt die Effeldorfer einigermaßen auf Kurs. Auf Platz zehn hielten sie weiterhin Kontakt zum Mittelfeld der Liga, wo der Sportleiter seine Truppe von der Qualität her einordnen würde und gerne auch am Ende der Saison stehen möchte.

Allerdings ist es bis dahin noch ein weiter Weg. Denn nach der Winterpause entspannte sich zwar die Personalsituation und die Trainingseinheiten verliefen mit 15 Kickern immer im ansprechenden Rahmen, Erfolgserlebnisse blieben jedoch weiter rar gesät. Nur zwei mickrige Punkte aus den ersten fünf Partien holte die DJK und verlor dabei auch noch gegen Schlusslicht Hohenfeld/RW Kitzingen. Die Auftritte zeigten ein weiteres Dilemma der Bemerl-Elf: Ihr fehlt ein wirklicher Knipser wie es früher Armin Schiffmaier war, der regelmäßig 15 Tore in der Saison erzielte. „Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor geht uns schon etwas ab“, bemängelt Maag. Daher werde es in den kommenden Wochen sicher schwer, die Klasse zu halten.

Ausschlaggebend, ob die Effeldorfer in der A-Klasse bleiben, werden dann wohl die direkten Duelle gegen Sickershausen II und Hüttenheim Anfang Mai. Und in diesen brauchen die Rot-Schwarzen dann definitiv Tore. Denn einen Niedergang wie vor zehn Jahren, als die Mannschaft erstmals in die B-Klasse abstieg, möchte Maag nicht noch einmal erleben.

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