Iphofen
Sport

Die Weigleins kämpfen zusammen um Medaillen im Judo

Sie haben sich für das Jahr 2013 große Ziele gesetzt, die Iphöfer Geschwister Dominice und Nicola Weiglein. Und wie sollte es bei so viel Ähnlichkeit sein, beide streben nationales Edelmetall an.
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Nicola und Dominice Weiglein präsentieren ihre Medaillen und Urkunden, die sie bei der Bayerischen Meisterschaft der Frauen errungen haben. Foto: Weiglein
Nicola und Dominice Weiglein präsentieren ihre Medaillen und Urkunden, die sie bei der Bayerischen Meisterschaft der Frauen errungen haben. Foto: Weiglein
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Sie besitzen viele Gemeinsamkeiten - die Iphöfer Weiglein-Schwestern Dominice (22) und Nicola (19). Die Trägerinnen des Schwarzgurts (1. Dan) schlossen das Jahr 2012 jeweils mit dem dritten Platz bei der Bayerischen Judo-Meisterschaft der Frauen ab. Beide studieren in München auf der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Prävention - natürlich dual, soll heißen, gelernt wird in Iphofen, geprüft in der Landeshauptstadt. Trainiert wird dann, um topfit zu bleiben, auswärts in Großhadern.

Sowohl die jüngere Nicola, die erst am letzten Freitag ihren 19. Geburtstag gefeiert hatte, als auch Dominice streben heuer nationale Medaillen an, auch internationales Edelmetall wäre wünschenswert, aber (noch) nicht vorrangig.

Dominice, die Ältere, sieht ihren Jahresabschluss bei den Bayerischen Meisterschaften der Frauen kritisch. "Ich habe aber keine Linie gefunden." Sie habe beim Kampf in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm gemerkt, dass es nicht so laufe wie in den vorhergehenden Wettkämpfen. "Obwohl es keine schweren Gegnerinnen waren, musste ich mich von Kampf zu Kampf durchbeißen." Froh sei sie gewesen, als der Tag in München-Großhadern endlich vorbei und sie Dritte gewesen sei.

Dominice Weiglein lässt sich nicht unterkriegen: "Ich will bei der Deutschen Meisterschaft am 19./20. Januar eine Medaille holen, allerspätestens nächstes Jahr." Ein Trainingslager in der kommenden Woche in Österreich soll das nötige Rüstzeug für die Wettkämpfe in Riesa geben. Begonnen hat das Wettkampfjahr 2012 gut für die Judoka des 1. FC Iphofen. "Ich habe mich beim Ranglistenturnier für die 'Deutsche' qualifiziert." Vergangenen Mai in Hannover erreichte sie Rang drei.

Verletzung im Juni

"Mein persönliches Highlight stellte der dritte Platz bei den Deutschen Hochschul-Meisterschaften dar. Und das gegen die besten Kämpferinnen Deutschlands", so Dominice. Einen kleinen Rückschlag erlitt sie im Juni bei einem Trainingslager in Prag, als sie sich eine Blessur zuzog. "Dann ging es langsam wieder bergauf." - Die nächste Gemeinsamkeit mit ihrer Schwester Nicola. Die verletzte sich just in dieser Zeit am Meniskus, bei ihrem dritten Auslandsturnier 2012. Vorher hatte sie zwei gute internationale Wettkämpfe absolviert und auch in Deutschland zwei Mal in der U20 Gold - "meine Highlights" - abgeräumt.

Nicola Weiglein, die in der Klasse bis 63 Kilogramm auf die Matte geht, schnappte sich bei den Juniorinnen den Bayerischen und Süddeutschen Titel. Nur bei der Deutschen Meisterschaft hatte sie keinen so guten Tag erwischt.

Zufrieden ist indessen die nunmehr 19-Jährige über ihren dritten Platz bei der Bayerischen Meisterschaft der Frauen. Den ersten und dritten Kampf gewann sie, "gegen die stärkste meiner Gewichtsklasse habe ich ganz knapp verloren", beschreibt sie gegen die mehrfache Bayerische Meisterin Marion Weissensteiner (Judo Team Oberland) den verpassten Finaleinzug. Während für ihre Schwester Dominice die "Deutsche" der Frauen fest gebucht ist, muss sich Nicola noch für die nationalen U20-Wettkämpfe in rund zwei Monaten qualifizieren: Nordbayerische, Bayerische und Süddeutsche Meisterschaften stehen an - "schon im Januar geht´s los". Rang drei benötigt Nicola bei Letzterer mindestens, um auf nationaler Ebene starten zu dürfen. Für sie ein Muss. "Und dann eine Medaille holen." Zuversicht pur. "Beim Länderpokal habe ich gegen zwei Judoka aus Deutschlands Top drei gekämpft - ein Unentschieden und einmal knapp verloren. Zwei starke Kämpfe", präsentiert sich die 19-Jährige selbstbewusst.

Auch sie will heuer auf internationaler Ebene weitere Erfahrungen sammeln. "Vielleicht auch eine Medaille." Genau wie ihre Schwester, "die eigentlich überall Edelmetall erreichen will", sich international aber der Schwere der Aufgabe bewusst ist. So würde es Dominice auch genügen, "bei den Auslandsturnieren wieder an diese Platzierungen heranzukommen." Helfen sollen ihr weitere Trainingslager in der Schweiz und in Düsseldorf. "Ich will einfach mehr Wettkampfpraxis nach meinen Verletzungen bekommen." Auf nationaler Ebene soll es wieder eine Medaille bei der Hochschulmeisterschaft werden und natürlich die Quali für die übernächste ´Deutsche´ 2014", sagt Dominice, selbstbewusst wie ihre jüngere Schwester - wieder eine Gemeinsamkeit. Und sicher nicht die letzte...


















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