SCHACH

Die schönen Erinnerungen des Istok Ferlan

Zum zweitenmal nach 1970 holte sich der SC Kitzingen den unterfränkischen Blitzschachtitel. Und nicht nur der Verein.
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Siegerehrung der unterfränkischen Blitzschach-Mannschaftsmeisterschaft (von links): Harald Bittner (Bezirksvorsitzer), Josef Krauß, Karl Heinz Göhring, Rainer Oechslein, Gabriel Seuffert (Schweinfurt, 2. Platz), Matthias Basel, Dimitri Cernins, Istok Ferlan (Kitzingen, 1. Platz), Matthias Königer (Rottendorf), Alparslan Yalcin (Kitzingen), Günter Schmitt, Peter Ostermeyer, Andrey Bobrov (Rottendorf, 3. Platz) und Turnierleiter Wolfgang Saftenberger. Foto: Fotos: Werner Lang
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Nach 49 Jahren holten sich die Schachspieler des SC Kitzingen wieder einmal die unterfränkische Blitzschach-Mannschaftsmeisterschaft. Dabei lieferten sich die acht Kontrahenten beim SV Würzburg einen begeisternden und spannenden Wettkampf. Die Kitzinger retteten ihren im Modus „Jeder gegen Jeden doppelrundig“ errungenen Vorsprung knapp vor der SK Schweinfurt ins Ziel. Dritter wurde der TSV Rottendorf.

1970 spielten Alfred und Martin Hock, Otmar Gretzer, Heinz Hartsch, Igor und Istok Faltins für den Titelträger, der damals alle Spiele gewann und den Pokal vor Marktheidenfeld, Zeil und Würzburg gewann. Ausrichter Würzburg belegte auch diesmal Rang vier, und Istok Ferlan (Faltins), der kürzlich für 50-jährige Mitgliedschaft im Verein geehrt wurde, erneut mit seiner Mannschaft Platz eins. Dazu gesellten sich Alparslan Yalcin, Matthias Basel und Dimitrij Cernins, die den Favoriten aus Schweinfurt und Rottendorf keine Chance ließen und überraschend souverän siegten.

Mit vier Punkten und dem besten Spielverhältnis ging es in die drei Schlussrunden. Doch gegen Großwallstadt patzte das Kitzinger Quartett komplett. Vier Remisen ließen den Vorsprung auf Verfolger Schweinfurt auf drei Punkte schmelzen. In der Vorschlussrunde verlor Kitzingen dann auch noch den direkten Vergleich. So ging es mit nur einem Punkt Vorsprung in die Schlussrunde gegen Würzburg, in der die Kitzinger aber nichts mehr anbrennen ließen und die Gastgeber mit 4:0 vom Brett fegten.

Mit 13 Punkten aus 14 Partien ohne Niederlage war Matthias Basel der mit Abstand erfolgreichste Punktesammler des gesamten Feldes. Bemerkenswert außerdem, dass Istok Ferlan am Spitzenbrett gemeinsam mit dem in Kitzingen aufgewachsenen früheren Nationalspieler Peter Ostermeyer auf Platz drei der Spitzenbrettwertung einkam.

Auch die Einzelwertung ging in den Kreis Kitzingen. Mit Thomas Steinhauser siegte ein Akteur des SC Prichsenstadt. (mba))

Endstand

Mannschaft: 1. Kitzingen 20:8 (37.5), 2. SK 2000 Schweinfurt 19:9 (36.0), 3. TSV Rottendorf 17:11 (34.5), 4. SV Würzburg 16:12 (29.5), 5. SK Klingenberg 15:13 (30.0), 6. SK Lohr 14:14 (29.0), 7. SK Großwallstadt 9:19 (21.0), 8. SV Würzburg II 2:26 (6.5).

Einzel: 1. Thomas Steinhauser (SC Prichsenstadt) 15.0, 2. Gabriel Seuffert (SK Schweinfurt) 14.5 (125.50), 3. Florian Amtmann (SpVgg Stetten) 14.5 (116.50), 4. Oliver Bucur (SK Bad Neustadt) 14.0 (121.50), 5. Peter Ostermeyer (TSV Rottendorf) 14.0 (108.), 6. Tobias Kuhn (SK Klingenberg) 13.5, 7. Hans-Joachim Hofstetter (SK Bad Neustadt) 13.0, ... 13. Hans Nußbaumer 8.5, 14. Martin Seifert 8.0, 15. Anatol Husch (alle SC Kitzingen) 6.5, ... 18. Michael Köhler (SC Prichsenstadt) 3.0.

Mehr Infos im Internet unter „News“ auf www.sv-wuerzburg-1865.de .

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