FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

Die Karten sind neu gemischt

Landesliga-Meister Abtswind misst sich mit seinem Vizemeister. In der höheren Klasse zählen die beiden Siege der vergangenen Saison nichts mehr.
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Bayern Kitzingen in Favoritenrolle

Nur zehn Wochen ist es her, dass sich der TSV Abtswind und der ASV Vach zum entscheidenden Meisterschaftsspiel in der Landesliga Nordwest gegenüberstanden. Vor 800 Zuschauern siegte Abtswind auf dem Vacher Sportgelände mit 3:1 und feierte dort seinen Aufstieg in die Bayernliga. Vach musste drei Wochen länger um seine Versetzung kämpfen. Ein Kampf, der sich lohnte. Am Ende stieg die Mannschaft um Trainer Norbert Hofmann in der Relegation nach Erfolgen gegen Weiden und Buch ebenfalls auf. Auch zu Hause hatte Abtswind mit 2:1 gewonnen. Dort begegnen sich die beiden Konkurrenten am Samstag erneut, nur findet die Begegnung diesmal eine Liga höher statt.

Die Niederlage zu Hause gegen Bamberg konterte Abtswind wenige Tage später mit einem Sieg in gleicher Höhe in Sand. „Wir sind sehr froh, den Bock umgestoßen zu haben“, sagt Abtswinds Trainer Mario Schindler zum 3:0-Sieg. Jedoch deckte die Begegnung die Tücken der Bayernliga erneut auf. „Kaum waren wir unkonzentriert, flutscht einer durch. In diesen Situationen hatten wir Glück“, bekennt Schindler, als Sand vor allem in der ersten Viertelstunde beider Halbzeiten frei vor dem Tor zum Schuss kam. Anders als die Abtswinder gewannen die Vacher mit einem Unentschieden in Ammerthal erst einen Punkt. Für die Moral war es allerdings wertvoll, nach einer 0:4-Niederlage in Aubstadt den 0:2-Rückstand noch zum 2:2-Endstand aufzuholen.

Mit Mittelfeldspieler Jan Mazanec aus Neumarkt und Stürmer Patrick Schwesinger aus Eltersdorf zog der Mitaufsteiger zwei bereits in der Bayernliga erfahrene Spieler an Land. Auch der aus der Bezirksliga gewechselte Daniel Geissler spielte sich in den ersten zwei Partien in die Startelf und bildete mit Spielgestalter Rico Röder und Schwesinger ein offensives Trio. „Sie haben sich gut verstärkt. Die Karten sind neu gemischt“, mag Schindler die Duelle der vergangenen Runde nicht als Maßstab nehmen. Ebenso verließen mit Angreifer Pascal Benes (nach Adelsdorf) und Bastian Leikam (nach Feucht) zwei Stammspieler der letzten Saison den Verein. Zudem hörte Hendrik Hassa auf, und Michael Mirschberger steht bis August nicht zur Verfügung.

Nach dem Auswärtssieg strebt Schindler nun zu Hause den ersten Erfolg an: „Wir wollen natürlich ein positives Ergebnis erzielen, aber dafür müssen wieder ganz schön ranklotzen“, weiß er um die Schwierigkeit der bevorstehenden Aufgabe. Erst kurzfristig werde sich entscheiden, ob die unter der Woche geschonten Jürgen Endres und Pascal Jeni wieder zur Verfügung stehen. Darüber hinaus bleibt die personelle Situation im Vergleich zu den vorherigen Spielen unverändert. jst

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