FUSSBALL: BEZIRKSLIGA HOHENLOHE

Der zweite Anlauf soll gelingen

Wieder steht die SGM Taubertal/Röttingen in der Bezirksliga. Diesmal aber fühlt sich der Klub besser gerüstet als beim Abenteuer vor zwei Jahren.
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Die SGM Taubertal/Röttingen in der Bezirksliga-Saison 2016/17 (hinten von links) Dominik Gehrig, Peter Lanig, Felix Krumpiegel, Fabio Uhl, Max Fries, Florian Olkus, Florian Löber, Alexander Kempl; (Mitte von links) Trainer Stefan Roth, Christian Schnabel, Fabian Lochner, Steffen Heller, Lorenz Metzger, Lukas Gundermann, Rico Saller, Maik Fermüller, Simon Gundermann; (vorne von links) Tobias Mohr, Denis Lochner, Daniel Walch, Simon Lochner, Andre Fries, Nicolai Rupp, Timo Schnabel, Julian Fries und Nico Burger. Foto: Foto: Markhard Brunecker

Überraschend souverän sind die Fußballer der SGM Taubertal/Röttingen Ende Mai wieder in die Bezirksliga Hohenlohe zurückgekehrt. Dort will es die Mannschaft von Trainer Stefan Roth nun besser machen als noch vor zwei Jahren, als sie kräftig Lehrgeld zahlte und nach nur einer Saison wieder abgestiegen war. Hoffnung macht vor allem der Reifeprozess, den die Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren durchschritten hat.

Abzusehen war es nicht, dass die SGM Taubertal/Röttingen nach dem enttäuschenden Jahr in der Bezirksliga, das im Abstieg gipfelte, sich mit sechs Punkten Vorsprung vor ihrem schärfsten Verfolger Markelsheim die Meisterschaft in der Kreisliga sichern würde – zu schwer wogen die Verletzungen der Vorrunde, so dass Stefan Roths Schützlinge zunächst kaum in Schwung gerieten und im Tabellen-Mittelmaß dümpelten. „Der Ausfall mehrerer Stammspieler hat uns einige Punkte gekostet, besonders gegen die Spitzenmannschaften“, sagt Roth im Rückblick. Erst am Ende der ersten Saisonhälfte kletterte die Mannschaft auf Platz zwei, und in der Rückrunde zog sie endgültig an der Konkurrenz vorbei.

Triumphgeheul im Traktor

Ausschlaggebend für den positiven Saisonverlauf waren für den 46-Jährigen vor allem die Gelassenheit des Umfeld und die Besonnenheit seiner Spieler, die sich wie ihr Trainer nicht aus der Fassung bringen ließen. „Wir haben uns keinerlei Druck gemacht“, betont Roth, „und Woche für Woche unsere Leistung abgerufen.“ Auf diese Weise gelang bereits am vorletzten Spieltag mit dem Sieg über Berlichingen/Jagsthausen der Titelgewinn. Mit einer Traktorfahrt von Tauberrettersheim nach Röttingen und wieder zurück und anschließend im Sportheim sei die Meisterschaft, zusammen mit den Fans und Sponsoren, gebührend gefeiert worden.

Trotz des negativen Erlebnisses der vorangegangenen Bezirksliga-Saison war die Vorfreude auf die neue Liga sowohl beim Trainer als auch bei den Spielern groß – dies zeigte sich auch während der Vorbereitung, als Roth durchschnittlich rund 23 Spieler auf dem Feld hatte. „Sicher geht bei zwei Mannschaften noch etwas mehr, wir waren aber zufrieden und konnten gut damit arbeiten. Denn alle haben sehr gut mitgezogen“, sagt Roth. Der Trainingseifer spiegelte sich auch in den guten Testspiel-Ergebnissen. Mit Ausnahme der Pokalniederlage gegen Mulfingen verbuchte sein Team nur Siege.

Erster Aufstieg zu früh

So glaubt der Bieberehrener seine Mannschaft auch gut gerüstet für die höchste Spielklasse im Hohenlohekreis. „Dieser erste Aufstieg in die Bezirksliga kam zu früh. Aber die Jungs haben sich in den vergangenen zwei Jahren ungemein weiterentwickelt.“ Vor allem im spielerischen und taktischen Bereich habe sein Team große Fortschritte gemacht. Zudem ist die Meisterschaft nahezu zusammengeblieben und hat mit Daniel Walch, der bereits beim FV Lauda in der Verbandsliga spielte, sowie mehreren Juniorenspielern frisches Blut dazubekommen.

Und dass Roths Rasselbande auch eine Liga höher mithalten kann, hat sie bereits beim Auftakt in Niedernhall bewiesen. Trotz der deutlichen Niederlage besaß seine Elf die besseren Möglichkeiten und war optisch überlegen. Selbst wenn es im ersten Spiel noch am Toreschießen haperte, soll es an diesem Wochenende auf jeden Fall zu Hause gegen Mitaufsteiger Neuenstein klappen, zumal es das Volksfestheimspiel ist. „Die Vorfreude ist riesig, besonders weil noch mal mehr Zuschauer kommen“, so Roth. Doch selbst eine Niederlage wird den Trainer vermutlich kaum aus der Ruhe bringen.

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