Frauenfussball-Bayernliga

Der Trainer fordert Frickenhausen

Nach drei Niederlagen ist es für Frickenhausen an der Zeit zu punkten. Trainer Haubenthal formuliert für die letzten vier Spiele des Jahres ein ehrgeiziges Ziel.
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Aufklärungsbedarf: Frickenhausens Trainer Gernot Haubenthal mit Kim Kißler. Foto: Foto: Hartmut Hess

Der Aufbruch in die Bayernliga war für Frickenhausens Fußballerinnen so etwas wie die Stunde null, eine Art Morgendämmerung, die dem kleinen Ort am Main wie eine Verheißung am Horizont erschien. Mittlerweile hat man jedoch irgendwie das Gefühl, dass es bei dieser Morgendämmerung geblieben ist und dass der strahlende Tag auf sich warten lässt. Drei Niederlagen haben sich aufs Gemüt gelegt – von Schwermut will Trainer Gernot Haubenthal dennoch nichts wissen. Der Mann ist in diesen Tagen ein Gegenentwurf zu dem von manchen gespielten Herbstblues. Schlechte Stimmung? Ach wo, sagt er, die kleine Ergebnisschwäche könne doch seine Mannschaft nicht umwerfen.

Was von der Zuversicht zu halten ist, werden die nächsten Wochen zeigen. Viermal muss der Aufsteiger bis zur Winterpause noch ran. Der Trainer hat die Messlatte vergleichsweise hoch gelegt: Zehn Punkte sollten es schon sein. Das ist verständlich angesichts der Tatsache, dass drei der vier Gegner in der Tabelle hinter Frickenhausen liegen. Nur einer fällt aus dieser Reihe, das ist der SV Thenried, der an diesem Sonntag beim TSV gastiert. Haubenthal vergleicht den Tabellenzweiten mit dem FC Forstern, was im speziellen Fall nichts Gutes bedeutet.

Denn Forstern hat den Frickenhäuse-rinnen vorige Woche eine Niederlage bereitet, die man getrost als verdient bezeichnen darf. „Die stärkste Mannschaft, gegen die wir in der Bayernliga gespielt haben“, sagte Haubenthal unter dem Eindruck des 0:4 in Oberbayern.

Immer noch schwärmt man in Frickenhausen vom Sieg Ende September gegen Fürth. Damals gewann der Aufsteiger gegen einen der Titelfavoriten mit 1:0, und vielleicht braucht es wieder ein Stück dieser Unbekümmertheit, die sich im Siegtor der jungen Pauline Großer spiegelte, um das Blatt zu wenden und in Frickenhausen die Sonne am Horizont aufgehen zu lassen.

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