Altenschönbach

Bergab-Spezialist siegt am Schlossberg

Jürgen Wittmann setzt sich bei der Jubiläumsausgabe des Altenschönbacher Laufs mit knappem Vorsprung durch. Sein Verfolger nimmt Platz zwei sportlich.
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Die Sieger und Platzierten beim 20. Altenschönbacher Schlossberglauf: (von links) Rosi Hertwig, Sven Starklauf, Amelie Dornberger, Jürgen Wittmann, Anja Baumann und Philipp Zabel. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Ein Seriensieger bei den Herren und eine Lokalmatadorin bei den Frauen durften bei der 20. Auflage des Schlossberglaufs am Samstag in Altenschönbach jubeln. Während sich im Männer-Hauptlauf Jürgen Wittmann (LAC Quelle Fürth) bis fast ins Ziel ein heißes Duell mit seinem Verfolger Philipp Zabel (Reitclub am Schwanberg) lieferte, hatte Amelie Dornberger (SV Altenschönbach) bei den Frauen einen sicheren Vorsprung vor der Zweitplatzierten Anja Baumann (TG Kitzingen). Insgesamt 147 Athleten hatten sich am Abend auf die große, fast neun Kilometer lange Runde um den Schlossberg gemacht.

Sieger Jürgen Wittmann legte eine starke Zeit hin, die aber über eine Minute hinter dem Streckenrekord Ulf Sengenbergers aus den 1990er Jahren lag. Kurz nach dem Zieleinlauf gingen er und Zabel bei schwülwarmem Wetter erst mal erschöpft zu Boden. „Es war wie vor zwei Jahren. Ab Kilometer vier habe ich mich etwas gelöst und hatte zehn, fünfzehn Meter Vorsprung. Er hat mich gejagt bis ins Ziel“, sagte Wittmann. Zum fünften Mal bereits gewann er den Lauf, dessen Haupt-Organisator Bernd Dornberger ebenfalls mitlief. „Ohne Ambitionen, nur zum Spaß“, machte er sich auf die Runde, die am Dorfplatz endete.

Später analysierten Wittmann und Zabel die Unterschiede. Bergab sei Wittmann einfach zu stark, auf dieser Passage könne er nicht mithalten, sagte Zabel. Er nahm seinen zweiten Platz sportlich. „Das sind die Läufe, die Spaß machen. Ein Kampf Mann gegen Mann, das ist es.“

Für Frauen-Siegerin Amelie Dornberger war es trotz leichter Krankheit in den Tagen davor gut gelaufen, sie durfte mit ihrer Zeit um die vierzig Minuten ebenso zufrieden sein. Zum ersten Mal hatten sich Tobias Reißmann und eine fünfköpfige Läufergruppe des TSV Westheim aus den Haßbergen auf die Runde gemacht. „Bernd sprach uns neulich an, ob wir mal kommen würden. Ich wollte, das ist mal eine andere Richtung“, sagte Reißmann. „Sonst laufen wir meist im Bamberger Raum.“ Im Ziel war auch er zufrieden. „Die Anreise hat sich gelohnt. Eine klasse Strecke, die sehr gut präpariert war.“

Auch der Veranstalter SV Altenschönbach durfte zufrieden sein mit dem Ereignis, das längst eine kaum wegzudenkende Attraktion bei dem an diesem Wochenende stattfindenden Dorffest war. „Wir haben schon einiges zu stemmen für den Lauf. Da sind um die fünfzig Leute im Einsatz, dazu kommt die Bewirtung. Das ist schon einiges bei einem Dorf mit etwa 400 Einwohnern“, stellte Monika Münch fest.

Der Lauf und der Termin sollen möglichst beibehalten werden, auch wenn die Teilnehmerzahlen nicht mehr die absoluten Spitzenwerte früherer Zeiten erreichen. Bernd Dornberger hatte am Start kurz die Historie bemüht. Bereits in den sechziger und siebziger Jahren gab es in Altenschönbach eine rege Leichtathletik-Abteilung, die einst von den Brüdern Fred und Walter Hahn initiiert wurde. Beide waren beim diesjährigen Lauf zu Gast, Fred Hahn übernahm wieder die Rolle des Kommentators im Ziel.

Schlossberglauf in Zahlen

Hauptlauf Männer (8,7 Kilometer)

1. Jürgen Wittmann (LAC Quelle Fürth) 30:31 2. Philipp Zabel (Reitclub am Schwanberg) 30:33 3. Philipp Starklauf (DJK SC Vorra) 31:38 4. Andreas Sperber (IFA Nonstopp Bamberg) 32:34 5. Sebastian Apfelbacher (TG Kitzingen) 33:21

Frauen

1. Amelie Dornberger (SV Altenschönbach) 40:23 2. Anja Baumann (TG Kitzingen) 43:37 3. Rosi Hertwig (TV Großlangheim) 43:00

Hobbylauf (4,2 Kilometer)

1. Frank Schwehla (TG Kitzingen) 17:11 2. Paul Hack (SV Altenschönbach) 17:54 3. Philip Hermann (ohne Verein) 18:19

ONLINE-TIPP

Weitere Ergebnisse unter: www.sv-altenschoenbach.de



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