FUSSBALL: KREISLIGA 1 WÜRZBURG

Beischmidt steigt in Sickershausen aus

Im Sommer ist Schluss für Wolfgang Beischmidt – nach zwei Jahren beim Kreisliga-Aufsteiger. Konkrete Gründe gibt es nicht. Man könne ja auch einfach mal so gehen.
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Wolfgang Beischmidt hört im Sommer nach zwei Jahren in Sickershausen auf. Foto: Foto: Hans Will

Die Überraschung ist dem SV Sickershausen gelungen: Am Donnerstag kamen der Fußball-Kreisligist und Trainer Wolfgang Beischmidt darin überein, dass nach dieser Saison und dann zwei Jahren ihre Zusammenarbeit endet – im „beiderseitigen Einvernehmen“, wie es hieß. Beischmidt sagt dazu: „Es ist sehr angenehm, im Guten auseinanderzugehen.“

Mit dem 48-Jährigen ist der SV Sickershausen in der ersten gemeinsamen Saison als Zweiter der Kreisklasse via Relegation in die Kreisliga aufgestiegen. Dort belegt der Verein den zehnten Platz. Dass die Sickershäuser einen Trainer für die Saison 2019/20 suchen, hat Sportleiter Timo Tratschke bestätigt. Er sagt. „Wir hatten zuvor zwei Trainer für sechs Jahre. Wir beabsichtigen, dass die Spieler über zwei bis drei Jahre Erfahrungen mit einem Trainer machen können und sich mit einem neuen Einfluss weiterentwickeln.“

Das erste festgesetzte Ziel, um den Aufstieg in der Kreisklasse zu spielen, sei ja bereits im ersten gemeinsamen Jahr erreicht worden. Erstmals in der Klubgeschichte tritt Sickershausen in der Kreisliga an. Beim Ziel, in der Liga zu bleiben, sei die Mannschaft auf gutem Weg. „Es wäre schön“, so Beischmidt, „wenn unsere Zusammenarbeit mit dem Klassenerhalt enden würde.“ Und er fügt hinzu: „Wir waren beide der Ansicht, dass es für das nächste Jahr besser ist, wenn wir etwas Neues anpacken. Man muss sich nicht immer nur trennen, wenn es irgendwo schlecht läuft.“ Spaß habe er weiterhin, er könne sich aber nach 19 ununterbrochenen Jahren als Trainer auch eine Pause vorstellen, nachdem ihm Kollegen bestätigt hätten, „dass auch das gar nicht so schlecht sein soll“.

Aktiv spielte Beischmidt zunächst in und um München: von der D-Jugend bis zu den Amateuren des FC Bayern, danach bei der SpVgg Unterhaching, in Starnberg, Ingolstadt und Ismaning; dann verlegte er seinen Lebensmittelpunkt aus privaten Gründen in den Ochsenfurter Raum. Zwei Jahre spielte er beim FV Lauda, weitere drei beim TSV Sulzfeld, mit dem er zweimal Meister wurde und von der Bezirksliga in die Landesliga aufstieg. Nach einem Kreuzbandriss in seinem dritten Sulzfelder Jahr begann er als Trainer des SV Erlach, bei dem er vier Jahre blieb.

Es folgten Jahre in Sonderhofen, Kirchheim, Gülchsheim, nochmals Sonderhofen und drei Jahre beim SSV Kitzingen in der Bezirksliga. „Wenn ich das Gefühl habe, dass eine neue Anfrage kommt, die mich anspricht, werde ich mir das anhören“, sagt Beischmidt. „Wenn aber nichts kommt, wären meine Familie und ich nicht böse.“

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