Kitzingen
Fussball Landesliga Nordwest

Bayern Kitzingens Auftakt in Bergrheinfeld

Zum Auftakt nach der Winterpause gastiert Bayern Kitzingen in Bergrheinfeld. Für personelle Veränderungen bestand am Bleichwasen keine Not - das Trainerduo schätzt die vorhandene Qualität des Kaders und schreibt Platz zwei noch nicht ab.
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Eine Rechnung offen: Bayern Kitzingens Jörg Otto zeigt in Richtung Bergrheinfeld. Foto: Sterzbach
Eine Rechnung offen: Bayern Kitzingens Jörg Otto zeigt in Richtung Bergrheinfeld. Foto: Sterzbach
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TSV Bergrheinfeld - Bayern Kitzingen (4:3; Samstag, 15 Uhr).

Laufen, Fitness, einen Leistungstest und ein Skiwochenende enthielt die Vorbereitung von Bayern Kitzingen (4./39). Seit dem 21. Januar bereiteten Wolfgang Schneider und Thorsten Götzelmann ihre Mannschaft auf den Start nach der Winterpause vor.
"Die Einheiten verliefen sehr gut und intensiv. Natürlich erforderten die Wetter- und Platzverhältnisse ständig eine Anpassung", berichtet Schneider. Vor allem über Spielformen versuchte das Trainerduo die gesteckten Ziele zu erreichen. Beim Herausspielen und Verwerten von Torchancen und beim Spieltempo sahen sie Verbesserungsbedarf, wobei die grundsätzliche Richtung stimmt: "Für die Landesliga haben wir ein gutes Niveau erreicht, dass wir in unseren Spielen bislang relativ konstant abrufen konnten", stellt Schneider fest.
"Wir absolvierten eine ganze Reihe von Spielen, in denen wir unseren Plan, vor allem im Spiel gegen den Ball, gut und manchmal sehr gut umgesetzt haben."

Testspiele gegen höherklassige Gegner gingen "erwartungsgemäß und leistungsgerecht" verloren - phasenweise wusste die Bayern hier zu gefallen, ebenso wurden aber ihre noch bestehenden Mängel aufgedeckt.
Änderungen im Kader gab es in der spielfreien Zeit nicht. "Wintertransfers hätte es bei uns geben können, wenn wir in einem Mannschaftsteil große Probleme gesehen hätten oder sich ein geeigneter Spieler an uns gewendet hätte. Beides war allerdings nicht der Fall", legt Schneider dar, dass keine Not bestanden habe. Nur die Rückkehr von Mario Bodendörfer nach einem Auslandssemester in Norwegen erhöhte die Zahl der Torhüter nun auf drei. "Diese Situation ist für uns nicht plötzlich eingetreten. Alle haben im zurückliegenden Jahr ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt, kennen ihren Stellenwert und genießen unser Vertrauen", weiß das Trainerduo um das Können des Trios. In den nächsten Wochen, so Schneider, werde gemeinsam und intern eine Lösung für das Überangebot gefunden.

Geringeren Anteil an der Vorbereitung hatte Agron Salihi, zuvor Ibrahimi, der sich bei der Hallen-Kreismeisterschaft verletzte. Felix Straßberger, Marco Endres, Patrick Hettinger und Mark Leißing befinden sich nach langen Verletzungen nach wie vor im Aufbau.

Während Bayern Kitzingen nur einen Rückkehrer in den eigenen Reihen begrüßte, legte der abstiegsbedrohte TSV Bergrheinfeld (16./21) personell nach. Der Kader von Trainer Berthold Göbel vergrößerte sich um drei Spieler, nachdem sich vier Akteure dem Verein anschlossen und einer ging.

Aus dem Raum Erlangen wechselte André Ruschig nach Bergrheinfeld. Vor zwei Jahren schoss der 24-Jährige für Schlaifhausen in der A-Klasse 32 Tore, spielte danach mit Pinzberg in der Kreisklasse, traf dort aber nicht mehr so häufig. Private Gründe führten ihn in den Landkreis Schweinfurt. Mit Andreas Pfister aus Lindach und Harald Kötzner aus Oberndorf schlossen sich zwei zuletzt in der Kreisklasse spielende, aus Bergrheinfeld stammende Spieler dem Gesamtkader von erster und zweiter Mannschaft an.

Bekanntester Zugang ist Stürmer Clemens Haub, der mit Schweinfurts Freien Turnern schon in der Landesliga spielte, aber zuletzt für die Reserve von Schweinfurt 05 in der Kreisliga traf. Mit Florian Kämpf steht dem ein Abgang gegenüber, der seine sportliche Laufbahn in der Bezirksliga bei Schwebenried fortsetzt. In Bergrheinfeld hoffen die Verantwortlichen, dass einer, vielleicht zwei ihrer Zugänge auf Anhieb einschlagen und somit die personellen Möglichkeiten vergrößern, um die Klasse durch bessere Leistungen in der zweiten Saisonhälfte vielleicht doch noch halten zu können.

Der Rückstand des Tabellen-Drittletzten auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt zwei Punkte. Während die Gastgeber vor der Winterpause zwei ihrer letzten drei Auswärtsspiele gewannen, sahen die Zuschauer an der heimischen Jahnstraße seit Mitte August keinen Sieg mehr. Zwei Wochen zuvor hatte sich die Reise nach Kitzingen gelohnt - mit 4:3 siegte Bergrheinfeld. "Wir erlaubten uns ungewöhnlich viele Fehler und kassierten dabei eine verdiente Niederlage", blickt Schneider auf das erste Zusammentreffen beider Teams zurück.

Im Rückspiel wollen sie sich nun die zu Hause verlorenen Punkte wieder holen. "Im Moment haben wir noch nichts erreicht, nicht einmal die berühmten 40 Punkte", stapelt Schneider augenzwinkernd tief. Denn auch er weiß um die gute Ausgangslage nach oben: "Die Plätze zwei und eins sind für uns ein Thema, solange sie rechnerisch möglich sind."
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