FUSSBALL: KREISKLASSE WÜRZBURG

Auf Gülchsheim wartet noch ein Endspiel

Zwei Spieltage vor Saisonende kämpft Gülchsheim immer noch um den Aufstieg. Sportleiter Bidner sieht bei seinem Team einen womöglich entscheidenden Vorteil.
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Weiter günstige Perspektiven: In Gülchsheim genießen sie die Aussicht auf die Kreisliga. Foto: Foto: Jürgen Sterzbach

Fast die komplette Saison stand die SpVgg Gülchsheim auf einem der ersten beiden Plätze in der Kreisklasse. Erst in den vergangenen Wochen sind die Roten Teufel dann auf den dritten Platz zurückgefallen, und sie mussten nach dem 0:3 im direkten Duell zusehen, wie die starken Schwarzacher an die Spitze gestürmt sind. Weil aber sowohl der Tabellenerste als auch der Zweite aus Sonderhofen im Titelrennen Punkte liegengelassen haben, sind die Gülchsheimer weiterhin gut dabei. Sie dürfen immer noch auf den Aufstieg in die Kreisliga hoffen.

Zwei Spieltage vor Saisonende liegt die Spielvereinigung in Lauerstellung zum Spitzenduo aus Schwarzach und Sonderhofen; drei Zähler trennen die Elf des demnächst scheidenden Sven Krönlein vom Klassenprimus und nur zwei vom Relegationsplatz. So läuft es womöglich auf ein Endspiel um den Aufstieg hinaus: Am letzten Spieltag gastiert Sonderhofen in Gülchsheim. „Wir haben es weiterhin selbst in der Hand“, sagt Gülchsheims Sportleiter Claus Bidner. „Wir hoffen, spätestens im letzten Spiel wieder auf Platz zwei zu springen.“ Bidner ist weiter guten Mutes, die Saison zu einem erfolgreichen Schluss zu bringen. „Würde es am Ende der dritte Platz, wäre es schon etwas enttäuschend.“

Über Monate hinweg stand der Absteiger, der vorigen Sommer erst nach der Niederlage gegen die Höchberger Reserve in der Relegation den Weg in die Kreisklasse antreten musste, nun auf einem der vorderen beiden Plätze. Furios waren die Roten Teufel mit einem 9:1 gegen Nachbar Gollhofen in die Saison gestartet. Die Marschrichtung schien klar vorgegeben: direkter Wiederaufstieg. Aber dann kamen erste Rückschläge, Niederlagen in Bütthard, in Mainsondheim oder zu Hause gegen Marktbreit/Martinsheim. Gegen Willanzheim verschossen die Gülchsheimer drei Elfmeter und mussten sich mit einem Punkt zufriedengeben.

„Einige Spiele haben wir leichtfertig vergeben, weshalb wir einige Punkte zu wenig haben“, sagt Bidner. Nach wenigen Spielen stand Routinier Timo Scheerer nicht mehr zur Verfügung, und auch Abwehrchef Dominik Betz kam nach einer Knieverletzung und seinem Auslandsaufenthalt nur sporadisch zum Einsatz. „Die beiden konnten wir nicht ersetzen“, so Bidner. „Besonders was Timo defensiv abgeräumt hat, war phänomenal. Auch in der Rückwärtsbewegung fehlt er uns.“

Die jungen Wilden wie Sandro De Candido, David Hegwein und seit der Rückrunde auch Sebastian Kinzinger sind zwar in die Bresche gesprungen, doch ganz füllen konnten sie die Lücke nicht. Vorwerfen mag Bidner seinen Jungspunden nichts. „Sie haben ihre Sache wirklich gut gemacht und sich problemlos eingefügt. David hat sogar zehn Treffer erzielt. Aber nach der langen Vorsaison fehlen noch die Kraft und die Erfahrung.“ Trotz des kleinen Umbruchs überwinterte die Spielvereinigung auf Rang zwei, und sie hatte ihr Ziel noch nicht aus den Augen verloren.

Nach der Niederlage zum Auftakt gegen Bütthard folgten sieben Spiele ohne Niederlage. Damit verteidigte der Klub den Relegationsplatz. Doch Schwarzach drängte von hinten und überholte die Gülchsheimer vor drei Wochen im direkten Duell mit einer Galavorstellung in der zweiten Halbzeit. „Da waren sie eine Klasse besser als wir“, stellte Bidner anerkennend fest. Er registrierte aber auch, dass die Schwarzacher nur eine Woche drauf gegen Sickershausen Federn ließen.

Den Ausrutscher des Rivalen vermochten die Gülchsheimer nur teils zu nutzen: Trotz 2:0-Führung reichte es gegen Willanzheim nur zu einem 2:2. Da aber auch Sonderhofen zwei Punkte abgab, bleibt der Kampf um die ersten beiden Plätze wohl bis zum allerletzten Spieltag spannend. „Wir können es nach wie vor aus eigener Kraft schaffen. Allerdings müssen wir am Montag erst mal unsere Hausaufgaben machen“, erklärt Bidner angesichts des Duells mit der Reserve der FG Marktbreit/Martinsheim.

Im Hinspiel unterlag seine Mannschaft zu Hause mit 0:2, und der Sportleiter erwartet erneut eine schwere Aufgabe, wiewohl die Marktbreiter schon vor dem Abstieg sicher sind. Vielleicht ist es gerade dieser Umstand, der Gefahr birgt. Denn die FG kann völlig unbekümmert aufspielen und dem Publikum im letzten Heimspiel noch mal was bieten.

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