SCHACH: LANDESLIGA NORD

Aller guten Dinge waren drei

Die Kitzinger Erste muss absteigen. Aber auch bei der sechsten Saisonniederlage empfahl sich ein Spieler für weitere Einsätze.
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SC Kitzingen
 
SC NT Nürnberg II – SC Kitzingen 5,5 : 2,5  
SK Kelheim – SC Nürnberg Süd 4,0 : 4,0  
SC Bad Kötzting – TSV Bindlach II 5,5 : 2,5  
SC Forchheim II – 1. FC Marktleuthen 4,5 : 3,5  
SK Zirndorf – SC Bamberg 5,0 : 3,0  
 
1. (1.) SC NT Nürnberg II 9 7 0 2 42,5 : 29,5 14 : 4  
2. (2.) SK Zirndorf 9 6 1 2 43 : 29 13 : 5  
3. (4.) SK Kelheim 9 4 3 2 41 : 31 11 : 7  
4. (5.) SC Nürnberg Süd 9 5 1 3 40,5 : 31,5 11 : 7  
5. (3.) SC Bamberg 9 4 3 2 38 : 34 11 : 7  
6. (6.) TSV Bindlach II 9 3 2 4 35 : 37 8 : 10  
7. (7.) SC Forchheim II 9 3 1 5 34,5 : 37,5 7 : 11  
8. (10.) SC Bad Kötzting 9 2 2 5 24,5 : 47,5 6 : 12  
9. (8.) 1. FC Marktleuthen 9 2 1 6 29,5 : 42,5 5 : 13  
10. (9.) SC Kitzingen 9 1 2 6 31,5 : 40,5 4 : 14  

Am letzten Spieltag traten die abstiegsbedrohten Kitzinger bei Tabellenführer Noris Tarrasch Nürnberg an, der sich im Titelkampf keine Niederlage leisten konnte. Bei den Gästen fehlten zwei Stammkräfte. Nachdem Michael Hanft schnell Ausgleich erreichte, zeigten beide Seiten keine Ambitionen, das Risiko zu erhöhen und einigten sich nach zwei Stunden auf Remis (0,5:0,5). Leo Eckert hatte sich optisch ansprechend aufgebaut, wählte dann aber eine strategisch fragwürdige Option, indem er sich unnötigerweise von seinem Läuferpaar trennte. An den Felderschwächen ging er schließlich unter (0,5:1,5). Matthias Basel eröffnete ruhig, lehnte sogar ein frühzeitiges Remisangebot des Gegners ab, doch konnte die materiellen Vereinfachungen nicht vermeiden. Als die Stellung zu seinen Ungunsten zu kippen drohte, bot er seinerseits Remis an, was der Nürnberger akzeptierte (1,0:2,0).

Danach musste Kitzingen einen erwarteten Doppelschlag hinnehmen, der den Kampf sofort entschied. Die beiden Spitzenbretter Karl-Heinz Kannenberg und Konstantin Kunz hatten gegen ihre nominell deutlich überlegenen Gegner trotz zäher Gegenwehr einen schweren Stand und mussten nach knapp vier Stunden kurz hintereinander die Segel streichen (1,0:4,0). Istok Ferlan spielte gewohnt unternehmungslustig und versuchte mittels taktischer Optionen die gegnerische Stellung zu knacken. Doch der Nürnberger hielt mit eigenen Drohungen das Gleichgewicht. Als Ferlan vor der Wahl stand, alle Brücken abzubrechen und bedingungslos auf Sieg zu spielen oder den halben Punkt zu sichern, entschied er sich für ein Dauerschach, das zum Remis führte (1,5:4,5).

Jungtalent Markus Sendner spielte mit Schwarz sehr aktiv und erreichte bald eine klar bessere Stellung. In der Fülle der guten Züge griff er aber fehl und musste schließlich fast fünf Stunden kämpfen, um noch das Remis zu sichern. Dennoch zeigte der Jugendliche erneut einen couragierten Auftritt und empfahl sich nachdrücklich für einen regelmäßigen Einsatz in der Spitzenmannschaft (2,0:5,0). Den Schlusspunkt setzte Alexander Kliche. Mit guter Technik entwickelte er aus einer verhaltenen Eröffnung und einem geduldigen Mittelspiel ein besseres Endspiel, das trotz der Bemühungen aufgrund des reduzierten Materials aber nicht mehr zu gewinnen war (2,5:5,5).

Wieder einmal ließ man einige Möglichkeiten aus. So schrieben die Nürnberger in ihrem Spielbericht davon, dass „an einigen Brettern für die Kitzinger mehr zu holen gewesen wäre, aber sie schafften es letztlich nicht, ihre Gelegenheiten beim Schopf zu packen“.

Die zu erwartende Niederlage gegen den Meister beendet den dreijährigen Kitzinger Landesligaausflug. Nach vielen Patzern und Unvermögen in entscheidenden Kämpfen war es ein unnötiger Abstieg. Dennoch wird man im neuen Jahr in der Regionalliga als Mitfavorit einen neuen Anlauf nehmen, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen.

Ergebnisse: Tran – Kannenberg 1:0, Martin – Kunz 1:0, Ulusoy – Kliche remis, Nuding – Ferlan remis, Surinya – Basel remis, Wulfmeyer – Hanft remis, Hoffmann – Eckert 1:0, Vogiatzis – Sendner remis.

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