FUSSBALL: LANDESLIGA NORDWEST

Abtswind vor spannenden Tagen

Doppelter Einsatz für die Landesligisten: Für Kitzingen geht es um eine „andere Hausnummer" als zuletzt, für Abtswind um die Einstimmung aufs Spitzenspiel.
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Trainer Petr Skarabela nimmt Abtswind in die Pflicht. Foto: Foto: Hans Will
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Nach dem Aufsteiger ist vor dem Aufsteiger, und das gilt für Bayern Kitzingen an diesem Wochenende in zweifacher Hinsicht. Nachdem die Mannschaft an diesem Samstag beim oberfränkischen FC Lichtenfels aufgespielt hat, erwartet sie zwei Tage später dessen Mitaufsteiger Fuchsstadt am heimischen Bleichwasen. Während die Lichtenfelser die Mehrzahl ihrer Punkte bisher zu Hause erwischt haben, gelten die Fuchsstädter derzeit als das auswärts gefährlichste Team.

Auch ist die Elf von Trainer Martin Halbig, vergangene Saison noch mit Schweinfurts zweiter Mannschaft zu Gast am Bleichwasen, schon seit fünf Spielen unbesiegt. Drei dieser Spiele hat Fuchsstadt gewonnen. Dabei vereinen die beiden Angreifer Johannes Feser und Dominik Halbig mehr als die Hälfte aller Fuchsstädter Tore, elf an der Zahl, auf sich und sie erzielten zusammen genauso viele wie Kitzingen oder Lichtenfels in all ihren bisherigen Spielen. „Wir haben unsere Mannschaft darauf eingestellt, dass beide Spiele eine ganz andere Hausnummer sein werden als unser letztes Spiel“, sagt Bayerns Co-Trainer Björn Auer. Zuletzt setzten sich die Kitzinger Bayern zu Hause 3:1 gegen Unterpleichfeld durch und errangen damit sieben Punkte aus den vergangenen drei Partien.

„Diese Erfolge waren sehr wichtig, da das Selbstvertrauen mitunter entscheidend ist für unsere junge Mannschaft“, sagt Auer. Personell wird es in der Abwehr Veränderungen geben. Christopher Lenhart hat sich für die nächsten zweieinhalb Wochen in die USA verabschiedet, und Fabio Feidels Verletzung zieht sich noch über das Wochenende hin. Möglich, dass Felix Straßberger neben Sebastian Davidson in der Innenverteidigung spielen wird.

Zwei Wochen waren die Abtswinder nicht im Einsatz. Sie weisen nun die gleiche Zahl an Spielen auf wie Tabellenführer Jahn Forchheim, so dass die sechs Punkte Rückstand eine greifbare Größe darstellen. Ehe die Mannschaft von Trainer Petr Skarabela den Fokus auf das Spitzenspiel in einer Woche richten darf, fordert der 48-Jährige alle Konzentration auf die anstehenden zwei Aufgaben, um die gute Ausgangsposition nicht zu beschädigen.

„Wir stehen vor einer der wichtigen Wochen in der ganzen Saison“, verdeutlicht Skarabela. Vor zwei Wochen beendeten die Abtswinder mit dem 4:0 über Schwebenried eine Serie von drei sieglosen Spielen. Gut erholt und mit der einen oder anderen neuen taktischen Idee kehren sie in den Spielbetrieb zurück. „Wenn wir vorne mitspielen wollen, müssen wir beide gewinnen“, sagt Skarabela mit Blick auf die Partien gegen Bamberg und in Coburg. „Es war für mich eine schöne Zeit, und ich habe dort noch einige Freunde und Bekannte“, erinnert er sich an seine zwei Amtszeiten in Bamberg. Aus der Mannschaft der Oberfranken kenne er nur noch wenige Spieler, sie sei fast komplett neu aufgestellt.

„Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen“, sagt er. Auch Coburg hält er für einen unbequemen Gegner. Da zwischen beiden Spielen nur 48 Stunden liegen und er mit Ausnahme des beruflich verhinderten Daniel Hämmerlein seine beste Elf zur Verfügung hat, werde er die Belastung auf mehrere Spieler verteilen. „Ideal wäre es, wenn wir das Spiel am Samstag rasch entscheiden würden“, sagt Skarabela, „dann könnten wir dem einen oder anderen Spieler auch eine Erholung gönnen.“ Texte: JST

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