Kitzingen
Landesliga Nordwest

Abtswind knapp vor den Kitzinger Bayern

Die Ligen-Reform ermöglichte es: Der Landkreis stellt nach langer Zeit wieder zwei Landesligisten, die sich zudem sehr erfolgreich in der Runde präsentieren - ein Rückblick in Zahlen und Fakten.
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Auch in der Tabelle eng beisammen: Stefan Schöderlein (links) von Bayern Kitzingen (4.) und Daniel Hey vom TSV Abtswind (3.) beharken sich an der Seitenlinie.  Foto: Sterzbach
Auch in der Tabelle eng beisammen: Stefan Schöderlein (links) von Bayern Kitzingen (4.) und Daniel Hey vom TSV Abtswind (3.) beharken sich an der Seitenlinie. Foto: Sterzbach
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Zuletzt gab es vor acht Jahren zwei Landesligisten im Landkreis. Damals spielten Bayern Kitzingen und der TSV Sulzfeld in der bis vor einem Jahr dreigleisigen Spielklasse, aber beide mussten zum Saisonende den Gang in die niedrigere Liga antreten. Da die Ligen-Reform im Sommer sechs Mannschaften direkt von der nach 24 Jahren aufgelösten Bezirksoberliga in die neu zusammengestellte Landesliga Nordwest sendete, stiegen diesmal zwei Teams aus dem Landkreis Kitzingen auf diesem Weg auf. Neben den Kitzinger Bayern spielt nun der TSV Abtswind erstmals auf dieser Ebene.
Beide beweisen sich bislang sehr erfolgreich, belegen zur Winterpause in der Tabelle mit den Plätzen drei und vier vordere Ränge. Sie halten sich, obgleich das weit über ihrem eigentlichen Saisonziel Mittelfeldplatz liegt, die Chance offen, bis zuletzt ganz oben mitzuspielen.
Angesichts der bisher gezeigten Leistungen erscheint es durchaus vorstellbar, dass es im zweiten Saisonderby am 25.
Mai für mindestens eine von beiden Mannschaften um etwas mehr als das lokale Prestige gehen könnte. Denn der Erste steigt direkt in die Bayernliga Nord auf, der Zweite darf sich in einer Relegationsrunde versuchen.
"Die Mannschaft braucht es, dass man sie zwischendurch auch einmal aufweckt", stellte Abtswinds Trainer Jochen Seuling angesichts einiger Schwankungen im Spielverlauf fest. 13 Spiele lang blieb seine Mannschaft anfangs ungeschlagen, auswärts sogar während der gesamten Vorrunde. Die guten Leistungen führten dazu, dass Seulings Arbeit unlängst bis zum Ende der nächsten Saison bestätigt wurde.

Frühe Planungssicherheit

"Die sportliche Leitung kann frühzeitig Planungssicherheit für alle Beteiligten vermelden. Die harmonische und erfolgreiche Zusammenarbeit geht über das Saisonende hinaus in Phase zwei", teilte Abtswinds Manager Christoph Mix mit.
Konstanz zeigt sich in dieser Saison auch auf den weiteren Trainerstühlen - nur zwei Landesligisten wechselten in der bisherigen Saison ihren Trainer. Bei der TG Höchberg gab Thomas Karl nach 13 Spielen auf, nach Interimscoach Erkut Diker kehrte Anton Kramer zur Turngemeinde zurück. Beim 1. FC Oberhaid stellte Renee Steinmann zur Winterpause sein Amt zur Verfügung, sein Nachfolger Rolf Lamprecht übernimmt den Tabellenletzten im neuen Jahr.
Mit dem bisherigen Rundenverlauf sehr zufrieden darf auch Kitzingens Trainer Wolfgang Schneider sein: "Wir haben eine sehr gute Entwicklung hinter uns. In allen Mannschaftsteilen arbeiten wir sehr konzentriert." Zwar konnten die Bayern ihre ersten fünf Heimspiele nicht gewinnen, nahmen aber zur gleichen Zeit auswärts sechs Mal drei Punkte mit.
Während Abtswinds erfolgreichster Torschütze Peter Mrugalla mit 13 Toren in der Statistik hinter dem überragenden Mario Meth vom SV Pettstadt und Sebastian Göbig vom SV Erlenbach an dritter Stelle steht, erzielte Kitzingens erfolgreichster Stürmer Agron Ibrahimi wie Abtswinds Sebastian Otto acht Tore. Drei Elfmeter verwandelte Jörg Otto von Bayern Kitzingen, mit einem Versuch scheiterte er. Für Abtswind netzten Mrugalla zwei und Kim Kruezi einen Strafstoß ein.
Auf beiden Seiten gibt es bislang einen Akteur, der in allen 20 Partien auf dem Feld stand. Der erst 19 Jahre alte Philipp Schlarb spielte für die Bayern stets von Beginn an und wurde dabei nur drei Mal ausgewechselt. Immer dabei war auch Philipp Kutzenberger beim TSV Abtswind - der 26-Jährige kam dabei aber neun Mal von der Bank und ging acht Mal vorzeitig aus dem Spiel.
Beim Zuschauerinteresse liegen die Bayern mit rund 260 Besuchern pro Spiel vorne und rangieren hinter Erlenbach und Frammersbach an dritter Stelle. In Abtswind verfolgten im Schnitt 210 Fans die Heimspiele. Während sich Kitzingen in der bisherigen Saison nur eine Gelb-Rote Karte gegen Torhüter Malte Schulze-Happe einhandelte, gingen bei Abtswind mit Simon Wolf und Dustin Höppner zwei Akteure nach einer Roten Karte vorzeitig vom Platz.
Unrühmlicher Spitzenreiter in dieser Disziplin ist Lengfeld mit drei Gelb-Roten und vier Roten Karten.
182 Spiele wurden bislang in der Landesliga Nordwest ausgetragen, sieben ausgefallene und noch nicht nachgeholte Partien werden im neuen Jahr neu angesetzt, darunter die Begegnungen von Bayern Kitzingen mit Neustadt/Aisch und von Bergrheinfeld mit dem TSV Abtswind.
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