FUSSBALL: BAYERNLIGA NORD

Abtswind beklagt zu geringen Lohn

Wieder kein Sieg, dafür ein 2:2, das dem Aufsteiger wenig hilft. Um den wahren Wert zu erkennen, empfiehlt sich für Abtswind ein Blick über das Ergebnis hinaus.
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Mit dem Treffer von Jürgen Endres zum 2:2 behielten die Abtswinder in Bamberg wenigstens einen Punkt. Foto: Foto: Hans Will

Don Bosco Bamberg – TSV Abtswind 2:2 (1:1). Abtswind wartet seit vier Spielen auf einen Sieg. „Mit einem solchen Unentschieden kommen wir nur mühsam voran“, sagte Abtswinds Trainer Mario Schindler zwar am Sonntagabend. Doch um die Leistung gegen Bamberg einzuordnen, klingt die eingangs genannte Tatsache zu negativ. Da empfiehlt sich ein Blick über das Ergebnis hinaus. War der Aufsteiger den Oberfranken beim 0:3 im Hinspiel noch in allen Belangen unterlegen gewesen, so lag er diesmal gleichauf. „In vielen Bereichen waren wir deutlich besser als beim ersten Spiel gegen Bamberg“, meinte Schindler, dessen Team zweimal in Rückstand geraten war und zweimal kurz darauf ausglich.

Ohne ihren Kapitän Michael Herrmann, dafür mit Philipp Hummel in der Anfangsformation begannen die Abtswinder auf dem Kunstrasenplatz im Bamberger Stadtteil Wildensorg. Für Herrmann besetzte Marcel Ruft die Position als rechter Verteidiger, Nicolas Wirsching ging in die Innenverteidigung neben Adrian Graf, und Philipp Hummel übernahm wie gewohnt die offensive rechte Seite im Abtswinder Spiel. Adrian Dußler lief als Kapitän auf.

Die Gäste stellten sich anfangs bewusst defensiv auf. Das erweckte den Anschein, dass Bamberg mehr vom Spiel hätte. Torchancen ergaben sich aber auf beiden Seiten kaum. „Wir wollten Bambergs lange Bälle nach vorne verhindern“, sagte Schindler zur taktischen Ausrichtung und fand: „Das haben wir gut gemacht.“ Pech hatten die Abtswinder und vor allem ihr Torhüter Florian Warschecha, als er bei einem Zweikampf vom Gegner einen Schlag auf den Oberschenkel bekam. Der „Pferdekuss“ behinderte ihn kurz danach beim Herauslaufen, und so gelang Sayko Trawalli die Führung Bambergs. Doch Abtswind antwortete mit Dußlers Ausgleich schon im Gegenzug.

Der erneute Rückstand war ebenso einer Verletzung geschuldet. Jonas Wirth lag im Mittelfeld am Boden, das Spiel lief allerdings weiter und an ihm vorbei – bis Patrick Hoffmanns Kopfball die Oberfranken erneut bevorteilte. Abtswind kam ein zweites Mal zurück. Nach einem Pass Dußlers erzielte Jürgen Endres postwendend den Ausgleich. Für Schindler ein klares Zeichen. „Wir glauben an uns.“ Ruft und Dußler besaßen danach sogar Chancen auf den Siegtreffer. „Ich wünsche mir für die Jungs endlich wieder ein Erfolgserlebnis“, sagte ihr Trainer – und war hin- und hergerissen zwischen guter Leistung und geringem Lohn. „Das Ergebnis war zu wenig, um schnell von hinten rauszukommen.“

Schindler fand jedoch den Spielverlauf „sehr wichtig für die Moral“. In der Tabelle der Bayernliga hat sich über dem TSV Abtswind eine Lücke von fünf Punkten zum nächsten Platz aufgetan. Sie zu verringern und zugleich einen direkten Konkurrenten hinter sich zu lassen wird die Aufgabe im Heimspiel am nächsten Samstag gegen die drei Plätze tieferen Sander sein.

Abtswind: Warschecha (46. Wilms); Ruft, Graf, Wirsching, Wirth, Fischer (61. Hilgert), Endres, Hillenbrand, Lehmann, Dußler, Hummel (79. Jeni). Schiedsrichter: Markus Hertlein (Dinkelsbühl). Zuschauer: 160. Tore: 1:0 Sayko Trawalli (39.), 1:1 Adrian Dußler (41.), 2:1 Patrick Hoffmann (66.), 2:2 Jürgen Endres (68.).

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