FUßBALL: BAYERNLIGA

Abtswind als Aufbaugegner

Soweit ist es also schon gekommen. Die Truppe von Mario Schindler verhalf Forchheim zum ersten Heimsieg nach fünf Niederlagen. Der Trainer war dementsprechend sauer.
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Die Rolle des Aufbaugegners hätte der TSV Abtswind lieber nicht übernommen. Nach fünf vorherigen Niederlagen konnte der in der Tabelle tiefer stehende Jahn aus Forchheim beim 3:1 (2:0)-Sieg wieder ein Heimspiel gewinnen. Abtswinds Trainer Mario Schindler wechselte nach einem zuletzt spielfreien Wochenende und dem vorherigen Auswärtsspiel einmal und ließ Jürgen Endres anstelle von Adrian Dußler von Anfang an spielen.

Bei nur drei Spielern auf der Bank standen ihm aber keine offensiven Alternativen zur Verfügung, da Philipp Hummel, Christopher Lehmann, Shawn Hilgert und Cristian Fischer fehlten. Ab der ersten Minute setzte sich fort, was Schindler bereits im Testspiel gegen Fürth II unter der Woche bemängelt hatte: Mit zahlreichen Fehlpässen lieferten die Abtswinder den Ball beim Gegner ab. „Das war unsere bislang schwächste Saisonleistung. Sämtliche Grundtugenden fehlten. Wir kamen nicht in die Zweikämpfe und ließen dem Gegner zu viel Platz“, kritisierte Schindler.

Folge waren zwei Gegentore vor der Halbzeit. Jens Wartenfelser nach einer Vorlage von Philipp Nagengast und Nagengast nach einer Hereingabe von Firat Güngör schossen die Forchheimer bis zum Seitenwechsel mit 2:0 in Führung. Zwar standen die Gastgeber in der Abwehr selbst nicht sicher, doch nutzte Abtswind seine Gelegenheiten nicht. Erst Mitte der zweiten Halbzeit verkürzte Endres nach einer Vorarbeit des eingewechselten Dußlers den Rückstand, doch verpasste Mathias Brunsch bei der größten Chance in der Schlussphase mit seinem Kopfball den Ausgleich.

Forchheim verteidigte nach dem Seitenwechsel die meiste Zeit, wodurch Abtswind zwar mehr Ballbesitz hatte, aber den Rückstand aus der schwachen ersten Halbzeit auch nicht mehr drehen konnte, denn Forchheims Wartenfelser erzielte in der Nachspielzeit die Entscheidung. „Wir brauchen nicht mehr damit zu kommen, dass wir nur ein kleiner Aufsteiger sind und uns erst an die Liga gewöhnen müssen“, ließ Schindler Ausreden nicht mehr gelten.

Abtswind: Warschecha – Ruft, Graf, Wirsching (46. Brunsch), Wirth (53. Dußler), Endres, Wolf, Hartleb (59. Riedel), Jeni, Hillenbrand, Herrmann.

Schiedsrichter: Ettenreich (Zusamaltheim). Gelbrot: Graf (Abtswind, 90.+2, wiederholtes Foul). Zuschauer: 223.

Tore: 1:0 Jens Wartenfelser (24.), 2:0 Philipp Nagengast (31.), 2:1 Jürgen Endres (64.), 3:1 Jens Wartenfelser (90.+3).

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