Bei der Auswertung aller 20 angetretenen Bogenschützen des Vergleichswettkampfes in Volkach erreichte die schwäbische Mannschaft einen Durchschnitt von 512,3 Ringen, die Unterfranken brachten es auf einen Schnitt von 514,8 Ringen.
Das Aufeinandertreffen in Volkach sieht Organisator Michael Skoda mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Positiv sind für ihn die gezeigten Leistungen der Schützenjugend und das harmonische Miteinander beider Schützenverbände. Nachdenklich stimmt ihn dagegen die Tatsache, dass das spannende Geschehen in der Schulturnhalle außer einige Schützenkollegen keinen einzigen Zuschauer interessierte. "Wir haben im Vorfeld kräftig die Werbetrommel gerührt und dann kommt kein Zuschauer", sagt der Funktionär der Volkacher Schützengesellschaft enttäuscht.
Der freundschaftliche Wettkampf auf Bezirksebene, den Siegbert Hofmann vom Schützenbezirk Unterfranken in die Wege leitete, wurde bereits zum elften Mal ausgetragen. In Michael Skoda fand er einen zuverlässigen Partner, der vor Ort sowohl die logistischen Anforderungen erledigte als auch ein geselliges Programm für die jungen Leute zusammenstellte.
Wichtige Aufgaben im Vorfeld waren laut Skoda das Reservieren der Halle und das Zusammentrommeln von Helfern, die sich für den Event zur Verfügung stellten und für die Verpflegung der Gäste sorgten. "Das hat beides sehr gut geklappt", dankt er seinen Mitstreitern.

Mannschaftliche Geschlossenheit


Erfreulich für Skoda ist neben der mannschaftlichen Geschlossenheit auch das gute Abschneiden seines Sohnes Florian, der in der Schülerklasse A antrat und mit 553 Ringen das insgesamt drittbeste Resultat aller Teilnehmer erreichte. Lediglich Sebastian Büchold (Eibelstadt) in der Juniorenklasse mit 561 Ringen und Elisa Tartler (Thulba) in der Schülerklasse A/weiblich mit 558 Ringen übertrafen das Volkacher Schützentalent. "Das waren die drei überragenden Schützen in ihren Altersklassen. Sie lagen weit über dem Durchschnitt", zieht Michael Skoda ein sportlich positives Fazit.
Das Aufeinandertreffen am Samstag begannen die angetretenen Bogenschützen aus dem Bezirkskader im Alter von zwölf bis 18 Jahren mit einem gemeinsamen Aufwärmprogramm. In zwei Etappen trugen sie nach dem Einschießen die Wettbewerbe aus. Skodas Sohn Florian begann verhalten und steigerte sich Schuss für Schuss. "Am Anfang hat er noch mit sich gehadert", schildert Papa Michael. "Die erste Halbzeit war zufriedenstellend, die zweite überragend", beschreibt er das Geschehen. Florian schoss im zweiten Teil sein bislang bestes Ergebnis, das er jemals beim Training oder beim Wettkampf erreicht hat. Zu Recht ist Skoda stolz auf seinen zwölfjährigen Junior, der seit zwei Jahren dem Bezirkskader angehört. Regelmäßiges Training sieht der Vater als Grundlage für die Erfolge.
Zurzeit ist Florian auf dem Sprung in den Bayernkader. Bei Sichtungslehrgängen hat er schon mehrere Trainingseinheiten auf der Schießanlage in München-Hochbruck absolviert. "Wir wollen da aber langsam vorgehen, weil Florian noch sehr jung ist", teilt Skoda auch die Meinung der Landestrainer. Schule und Privatleben sollen da nicht überstrapaziert werden. "Die jungen Schützen sollen nicht verheizt werden", erklärt der Vater.

Kulturelles Programm


Für die Gäste gab es am Samstag auch ein kleines kulturelles Programm. Skoda hatte eine Stadtführung mit Christa Volk organisiert. "Den Betreuern hat das sehr gut gefallen. Die Jugendlichen hätten vielleicht etwas anderes lieber gemacht", ist er ehrlich. Dafür habe ihnen das leckere Buffet, das am Abend im Schützenhaus aufgebaut war, bestens gemundet.
Danach konnten die Teilnehmer ihre Urkunden, Pokale und Medaillen von Siegbert Hofmann in Empfang nehmen. Skoda freut sich schon auf die zwölfte Auflage im nächsten Jahr, die dann wieder im Schwäbischen stattfindet.