Zweiten Mannschaften haftet das Prädikat einer Wundertüte an. Je nachdem, welcher Spieltermin für die erste Mannschaft vorgegeben ist, kann sich die Aufstellung verändern. Heute spielen beide WFV-Mannschaften parallel. „Insofern läuft wohl eine echte zweite Mannschaft auf“, vermutet Kitzingens Trainer Wolfgang Schneider. Er sieht seine Mannschaft in einer leichten Favoritenrolle, auch wenn Ahmed Bakare mit angebrochenem Schlüsselbein nicht spielen kann und Simon Paulys Einsatz wegen einer Fleischwunde am Fuß fraglich ist.

War das ein Saisonauftakt nach Maß für den TSV Abtswind, wenngleich Trainer Jochen Seuling rückblickend eher von einem holprigen Start spricht. Hängen geblieben ist bei ihm die körperbetonte Spielweise des Aufsteigers, der sich aber im weiteren Saisonverlauf gesteigert habe. Ihre letzten vier Spiele verloren die Oberfranken und kassierten dabei 2:14 (!) Treffer. Zum Vergleich: Abtswind holte in diesem Zeitraum vier Siege bei 12:2-Toren. „Wir werden schon eine Mannschaft stellen, die dort bestehen kann, wenngleich die Personalsorgen immer größer werden“, berichtet Seuling.

Wolf, Otto, Pauly (jeweils Kreuzbandriss), Döring (Jochbeinbruch) und Kruezi (meldet sich nicht mehr) fallen aus. „Kruezi war verletzt, seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört“, ist der Trainer enttäuscht. „Hexenschuss, beruflich viel um die Ohren, Renovierung“, begründet Kruezi seine selbst verordnete Auszeit. „Aber wenn der Trainer mich braucht, bin ich da!“ – Vielleicht sollte man einmal miteinander reden?!