FUSSBALL: LANDRÄTEPOKAL

Wiesentheid sieht seine Mühen belohnt

Mit einem 2:0 gegen Dettelbach gewinnt der Wiesentheider Nachwuchs den Landräte-Pokal. Doch in den Freudenkelch mischt sich auch manch bitterer Tropfen.
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Die U17-Junioren der SG TSV/DJK Wiesentheid haben den Landräte-Pokal im Landkreis Kitzingen gewonnen (hinten von links): Fabian Stöcklein, Hannes Neuwirth, Lukas Möser, Jörg Müller, Co-Trainer Jürgen Engert, Alexander Knaub, Philipp Zink, David Ludwig, Philipp Dürner, Elias Klein, Florian Wüllscheidt, Kreisrat Stefan Wolbert als Vertreter des Landkreises Kitzingen, Nico Jung, Trainer Norbert Stenger, Tobias Stenger; (vorne von links) Christoph Nürnberger, Blal Albd Alazez und Hannes Röder.
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Mit einem 2:0 (0:0) hat der Nachwuchs des TSV/DJK Wiesentheid den Landräte-Pokal der U17-Junioren gewonnen. Die Mannschaft setzte sich am Dienstagabend im Finale gegen das Team aus Dettelbach und seiner Ortsteile durch und muss nun noch gegen einen weiteren Kreissieger gewinnen, um beim unterfränkischen Endturnier dabei zu sein.

Trotz regnerischen Wetters waren rund 150 Zuschauer zu dem Endspiel im Landkreis gekommen und sorgten so für eine Kulisse, die man nur selten bei Fußballspielen im Nachwuchsbereich findet. Die Partie barg reichlich Spannung, denn trotz der beiden Tore Mitte der zweiten Halbzeit musste Wiesentheid bis zum Schlusspfiff auf der Hut sein.

Die unterlegene Elf, die sich aus Spielern aus Dettelbach und Ortsteilen sowie der SG Schwarzach zusammensetzt, bewertete den Erfolg des Gegners aber als verdient. Trainer Achim Wehner sagte: „Uns war klar, dass Wiesentheid spielerisch überlegen sein wird. Das 1:0 fiel aus unserer Sicht etwas unglücklich. Wir haben uns tapfer geschlagen und sind stolz auf unsere Mannschaft.“ Schließlich spiele man eine Liga niedriger als der Gegner.

Die Wiesentheider, zu deren Spielgemeinschaft auch Akteure aus Abtswind, Oberscheinfeld, Brünnau und Geiselwind gehören, bejubelten ausgiebig ihren Sieg. Für Trainer Norbert Stenger war die Taktik aufgegangen. Er wollte das Spiel mit viel Ballbesitz kontrollieren und die gute und zweikampfstarke Abwehr des Gegners vor allem mit Geduld knacken. Was beiden Teams laut deren Trainern stark zusetzte, war die sehr hohe Belastung an Spielen in den vergangenen Wochen. Da im März wegen des Wetters kaum gespielt werden konnte, kam es danach knüppeldick.

Neun Spiele in vier Wochen hatten die Wiesentheider hinter sich, Dettelbach erging es nicht viel anders. Ein Unding für beide Trainer. „Das ist eine wahnsinnige Belastung! Das kannst du nicht einmal Profis zumuten“, meinte Stenger. Seine Mannschaft, die in der Kreisliga nur um zwei Punkte den Titel verpasst hat, verfügte über den größeren Kader und konnte die Belastung besser wegstecken, als Dettelbach. „Bei uns waren drei Leistungsträger angeschlagen. Da wird es gegen so einen Gegner noch schwerer“, sagte Achim Wehner.

Bei anfänglichem Regen und nassem Rasen taten sich beide Teams zunächst schwer, vieles spielte sich im Mittelfeld ab. Die Gäste besaßen zwei halbe Gelegenheiten nach Eckbällen. Schwarzachs gefährlichste Aktion resultierte aus einem Solo Pascal Wrobels, der aus spitzem Winkel am langen Eck vorbeischoss (37.). Wiesentheid hatte mehr vom Spiel, besaß die bessere Anlage und auch das stärkere Mittelfeld, tat sich aber aus dem Spiel heraus schwer gegen die mit großem Einsatz verteidigenden Dettelbacher.

Ein zu kurz abgewehrter Eckball wurde zur Vorlage für Tobias Stenger. Er nahm den Ball 16 Meter vor dem Tor an und setzte ihn platziert hoch ins Eck zum 0:1 (55.). Kurz darauf leitete Stenger den zweiten Treffer ein. Seine Flanke von links schien zu weit, doch am hinteren Pfosten erwischte Blal Albd Alazez den Ball noch mit dem Kopf (60.). Wiesentheid agierte in der Folge clever und bremste seinen Gegner beim Konter auch mal mit einem kleinen Foul. Gefahr barg ein scharf nach innen gezogener Freistoß Noah Fuchs', doch seine Dettelbacher Mitspieler verpassten in der Mitte knapp den Ball (63.) – und damit auch den Anschluss.

Die Statistik des Spiels

SG Dettelbach und Ortsteile – TSV/DJK Wiesentheid 0:2 (0:0)
 
Dettelbach/Schwarzach: Dvorak – Fröhlich, Julian Maier, Ruß, Heinrich – Stampfer, Wehner, Fuchs, Abt – Sauer, Wrobel.
 
Wiesentheid: Ludwig – Jörg Müller, Stöcklein, Jung, Nürnberger – Klein, Wüllscheidt, Knaub, Röder, Stenger – Möser. Eingewechselt: Albd Alazez, Dürner, Neuwirth, Zink.
 
Zuschauer: 150.
 
Gelbe Karten: Jung, Klein, Möser.
 
Zeitstrafe: Ruß (66.).
 
Tore: 0:1 Tobias Stenger (53.), 0:2 Blaz Albd Alazez (60.).
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