Für Dietlind Weise hat die deutsche Schwimm-Meisterschaften der Masters zwar nicht golden geglänzt, aber dafür erschien der Athletin der TG Kitzingen ein Silberstreif am Horizont. Als Vizemeisterin über 50 Meter Brust und Dritte über 50 Meter Schmetterling bewies Weise in der Altersklasse 65 wieder einmal, dass mit ihr zu rechnen ist.

Gut 1200 Athleten aus 296 Vereinen waren in Hannover an den Start gegangen. Die Kitzingerin gewann gleich bei ihrem ersten Start die Bronzemedaille über 50 Meter Schmetterling, und das, obwohl sie eigenen Worten zufolge wie am Startblock „angepappt“ war und als Letzte ins Wasser sprang. Dort war sie dann aber in ihrem Element, und die Aufholjagd verhalf ihr noch zum dritten Platz hinter Brigitte Merten (SG Neukölln) und Christel Halbach (SG Essen).

Ähnlich knapp ging es für sie über 50 Meter Brust zu. 35 Meter hatte sie souverän das Feld angeführt. Erst auf den letzten Metern kämpfte sich Elisabeth Reineke (SSF Oberkirchen) so weit heran, dass sie es noch schaffte, als Erste anzuschlagen. Weise musste sich mit Silber begnügen. Helga Reiser aus Gingen führte mit drei Sekunden Abstand das nachfolgende Feld an und errang damit Bronze.

Jeweils vierte Plätze erreichte die Kitzingerin über 50 und 200 Meter Freistil. Über 100 Meter Freistil hätte sie Chancen auf den dritten Platz gehabt, jedoch zog die Konkurrenz im Endspurt an ihr vorbei und verwies sie auf Rang sieben. Nachdem Dietlind Weise im April über die langen Schwimmstrecken bei der deutschen Meisterschaft schon mit jeweils zweimal Gold und Bronze aus Gera zurückgekehrt war, konnte sie mit ihrer Ausbeute zufrieden sein.